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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.07.2021

Spannende, schöne Fantasygeschichte

Goldene Flammen
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Dieser erste Teil der Grisha-Reihe erzählt die Geschichte von Alina, welche im Krieg in eine lebensbedrohliche Situation gerät und dabei plötzlich feststellen muss, dass sie eine besondere Fähigkeit hat. ...

Dieser erste Teil der Grisha-Reihe erzählt die Geschichte von Alina, welche im Krieg in eine lebensbedrohliche Situation gerät und dabei plötzlich feststellen muss, dass sie eine besondere Fähigkeit hat. Ich mochte Alina, obwohl sie immer mal wieder typisch jugendlich-naive Anwandlungen hat, sehr. Sie scheut sich nicht auszusprechen, was sie denkt, und begegnet den Menschen aufgrund früherer Erfahrungen erstmal mit Misstrauen. Sie ist es gewohnt, dass sie unscheinbar ist und sich niemand für sie interessiert - selbst ihr bester Freund Mal scheint eher an anderen Frauen interessiert zu sein. Ich konnte ihre Gefühle gut nachvollziehen; bspw. die Unsicherheit und Angst, sowohl wegen dem Nicht-wahrhaben-wollen ihrer Fähigkeiten, als auch wegen der ungewohnten Aufmerksamkeit, die ihr zuteil wurde; oder die Zerrissenheit, nicht zu wissen, wem sie vertrauen kann und ob das, was man ihr erzählt der Wahrheit entspricht. Ich mochte die Entwicklung, die sie im Verlauf der Geschichte durchlebt, auch wenn sie noch viel zu lernen hat und ich hoffe, dass dies in den folgenden Bänden noch ausgebaut wird.

Mal mochte ich ebenfalls sehr; ich hätte gerne noch mehr über ihn erfahren, da er manchmal undurchschaubar für mich war, aber ich mochte seine Furchtlosigkeit und Entschlossenheit und hoffe auch hier auf die nächsten Bände. Der Dunkle ist ein großes Mysterium für mich und ich hoffe sehr, dass die Autorin den Weg, den sie am Anfang mit ihm gegangen ist, weitergehen wird.

Ich mochte die Welt, welche hier erschaffen wurde, und fand die Geschichte wahnsinnig fesselnd. Auch in ruhigeren Momenten blieb eine unterschwellige Nervosität und Bedrohung bestehen, wodurch es kaum eine Szene gab, die ich nicht spannend fand. Und sehr gefallen hat mir auch, dass man wie Alina nicht so richtig weiß, was man von den Figuren halten soll und wer es gut mit einem meint. Auch wenn ich mehr über Mal erfahren will, fand ich gut, dass die Liebesgeschichte hier im Hintergrund steht und sich auch nur langsam entwickelt. Das Hauptthema ist die Rettung von Ravka und die Entwicklung von Alinas Kräften.


Fazit:
Ein sehr spannender Auftakt einer Fantasy-Reihe mit einem tollen Worldbuilding und einer großen Liebe, die sich im Hintergrund hält. Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird und vergebe empfehlenswerte 4 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.07.2021

Leider sehr enttäuschend

Moby-Dick; oder: Der Wal
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Moby Dick ist ein Klassiker und da die Geschichte für mich sehr interessant klang, habe ich mir vor mehreren Jahren das Buch in der Übersetzung von Friedhelm Rathjen gekauft. Inzwischen habe ich das Buch ...

Moby Dick ist ein Klassiker und da die Geschichte für mich sehr interessant klang, habe ich mir vor mehreren Jahren das Buch in der Übersetzung von Friedhelm Rathjen gekauft. Inzwischen habe ich das Buch - beim dritten Versuch - endlich beendet und muss leider sagen, dass ich sehr enttäuscht bin.

Das Buch ist eine Mischung aus Roman und Sachbuch. Während die Geschichte nur sehr langsam voran schreitet, gibt es immer wieder informative Kapitel zu einzelnen Aspekten des Walfangs, zum Wal an sich oder zu anderen Dingen, die dem Autor wichtig erschienen. Während es durchaus immer wieder sehr wissenswerte Informationen gab, die meine Aufmerksamkeit fesseln konnten, gab es leider auch sehr oft Kapitel, die ich nicht nur als uninteressant, sondern als vollkommen unwichtig empfand. Und auch die Geschichte um Ismael, Ahab und den Wal hatte Phasen, in denen es spannende Action, bildhafte Beschreibungen oder tiefgründige Gespräche gab, und Phasen, die sich wie Kaugummi zogen oder sich immer und immer wiederholten. Die Figuren blieben sehr blass und selbst Ahab und Ismael bekamen kaum Profil. Das Finale schließlich, die Jagd auf Moby Dick, war knapp auf nicht einmal 50 Seiten (von insgesamt über 800) beschrieben und das dramatische Ende hinterließ mich - nach so langer Zeit, die man in der Geschichte verbrachte - sehr enttäuscht und unbefriedigt.

Fazit:
Auch wenn das Buch gelegentlich spannende und interessante Momente hatte, war ich insgesamt sehr enttäuscht von der Geschichte und vergebe daher nur 2,5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.07.2021

Noch besser als Band 1!

Fadeaway
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Nach dem ersten Band freute ich mich sehr auf die Geschichte von Kyra, welche man dort bereits kurz kennenlernen konnte; und ich wurde nicht enttäuscht. Auch hier spielen wieder viele wichtige Themen wie ...

Nach dem ersten Band freute ich mich sehr auf die Geschichte von Kyra, welche man dort bereits kurz kennenlernen konnte; und ich wurde nicht enttäuscht. Auch hier spielen wieder viele wichtige Themen wie Diskriminierung, Gleichberechtigung, Selbstbestimmung u.ä. eine große Rolle.

Das Buch ist wieder abwechselnd aus der Perspektive von Kyra und Milan geschrieben.
Kyra fand ich bereits im ersten Band sehr sympathisch. Sie ist schlagfertig und steht für sich und ihre Meinung ein, ohne dabei abweisend oder unerreichbar zu wirken. Sie ist in dieser Geschichte teilweise sehr mit sich selbst (oder mit Milan) beschäftigt, wodurch ihre Freundschaften mir etwas zu kurz kamen, aber die Gründe hierfür sind nachvollziehbar und Kyra ändert dieses Verhalten, als sie es bemerkt. Auch Milan mochte ich von der ersten Sekunde an; er ist sehr stark eingespannt mit Studium, Job und Sport, aber man spürt beim Lesen seine Leidenschaft und seinen Ehrgeiz, den er für seinen Traum empfindet und dass er trotz allem Stress Freude daran hat. Die beiden geben ein perfektes Gespann ab und ich mochte ihre Dynamik und das Kribbeln zwischen ihnen sogar noch mehr als das im ersten Band zwischen Lia und Noah.

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass mir überhaupt nicht gefallen hat, wie Kyra am Ende die "Auflösung" ihres Geheimnisses geregelt hat. Das fand ich falsch und würde das in der Realität jemand machen, würde er wahrscheinlich viel Ärger dafür bekommen.

Fazit:
Ein weiterer sehr empfehlenswerter Liebesroman mit wichtigem Hintergrund. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen und das, was für Miriams Geschichte angedeutet wurde, lässt mich sehnsüchtig auf den nächsten Band warten. Sehr gute 4,5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 22.07.2021

New Adult in Berlin

Breakaway
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Der erste Teil dieser Reihe hat mir wirklich gut gefallen. Er wird abwechselnd aus den Perspektiven von Lia und Noah erzählt und behandelt ein paar sehr wichtige Themen. Ich finde außerdem schön, dass ...

Der erste Teil dieser Reihe hat mir wirklich gut gefallen. Er wird abwechselnd aus den Perspektiven von Lia und Noah erzählt und behandelt ein paar sehr wichtige Themen. Ich finde außerdem schön, dass die Reihe in Berlin spielt und man so zur Abwechslung mal ein deutsches Setting hat.

Lia und Noah waren mir beide sehr sympathisch. Auch wenn Lia vieles verschweigt und ich mir mehrmals dachte, dass sie es doch bitte endlich erzählen sollte, konnte ich ihre Beweggründe und ihre Angst dennoch verstehen. Noah hat sich sehr schnell einen Platz in meinem Herzen erkämpft, er ist einfach ein lieber, fürsorglicher junger Mann, der mit seinen eigenen Zweifeln zu kämpfen hat und dennoch seine Familie über alles stellt. Die Annäherung zwischen Lia und Noah hat sich für mich sehr natürlich angefühlt und auch die anderen Figuren, wie Familienmitglieder und Freunde, fühlten sich gut ausgearbeitet und authentisch an. Insbesondere Daniel habe ich ins Herz geschlossen. <3 Ich muss jedoch sagen, dass in diesem Buch so viele LGBTQI+ - Charaktere vorkommen, dass es auf mich ein bisschen erzwungen wirkte.

Fazit:
Eine schöne Liebesgeschichte mit sympathischen Charakteren, die in Berlin spielt und wichtige Werte vermittelt. Nach der Auflösung am Ende konnte ich es kaum abwarten, den zweiten Teil zu lesen. Empfehlenswerte 4,5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.07.2021

Ein Buch über Selbstfindung

In all seinen Farben
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Diese Geschichte wird aus der Perspektive von Robin erzählt.
Robin ist ein junger, sympathischer, tanzbegeisterter, offen homosexueller Mann. Er verbringt viel Zeit mit seinen beiden besten Freunden und ...

Diese Geschichte wird aus der Perspektive von Robin erzählt.
Robin ist ein junger, sympathischer, tanzbegeisterter, offen homosexueller Mann. Er verbringt viel Zeit mit seinen beiden besten Freunden und noch mehr mit seinen Tanzstunden, da er sich in seinem Abschlussjahr befindet und sich intensiv auf seine Collegepläne vorbereitet. Gelegentlich trifft er sich mit seinem heimlichen Freund, der sich noch nicht geoutet hat und daher nicht offen zu ihm stehen kann.
Ich mochte Robin und vor allem seine innige Beziehung zu seiner coolen, etwas verdrehten Mutter sehr. Robin ist manchmal etwas zu übereifrig und dramatisch, kann aber auch geduldig sein und hat kein Problem damit, Fehlverhalten einzugestehen. Auch seine Freunde mochte ich, wobei mir Nat ein wenig zu übergriffig erschien und ich deshalb nicht mit ihr warm wurde.

Das Thema "Drag Queen" war für mich komplett neu, sodass ich einerseits gespannt war, mehr über dieses Thema zu erfahren, andererseits aber auch unsicher, ob ich mich dafür begeistern kann. Ich war positiv davon überrascht, wie viel Platz diese Thematik in der Geschichte bekommt und wie angenehm es war, über Robins Erlebnisse und Erfahrungen zu lesen. Auch wenn gelegentlich Begriffe vorkamen, mit denen ich nichts anfangen konnte, habe ich mich immer zurecht gefunden, und die Emotionen, die Robin im Verlauf der Geschichte verspürt, wenn er sich selbst findet und ausleben kann, konnte ich ebenfalls spüren.

In diesem Buch findet sich zwar auch eine Liebesgeschichte, diese spielte jedoch eher eine untergeordnete Rolle. Vorrangig ging es um die Zukunft, um Selbstverwirklichung, um Freundschaft und um Selbstliebe.

Leider gab es auch einige Aspekte, die mir nicht so gut gefallen haben. Ein wenig schade finde ich, dass in der Beschreibung schon so viel über die Handlung verraten wird, wodurch die Geschichte erst nach etwa einem Drittel spannend wird.
Auch schade fand ich, dass aufgrund von Robins Leidenschaft zunehmend alles andere in den Hintergrund gelangte; das führte nicht nur dazu, dass Personen, die am Anfang wichtig erschienen, gar nicht mehr vorkamen, sondern ließ viele Figuren auch sehr blass bleiben. Und Robin selbst verstrickte sich in immer mehr (unnötigen) Lügen, was mich teilweise sehr wütend auf ihn machte.

Fazit:
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, und auch, wenn ich weiterhin kein Fan von Drag-Shows bin, habe ich viel über diese Thematik gelernt und kann die Begeisterung dafür nun gut nachvollziehen. Für Interessierte (oder Neugierige) kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen. Gute 3,5 Sterne.

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Gefühl