Cover-Bild Cassardim 3: Jenseits der Tanzenden Nebel
Band 3 der Reihe "Cassardim"
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17,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 464
  • Ersterscheinung: 25.11.2021
  • ISBN: 9783522507226
Julia Dippel

Cassardim 3: Jenseits der Tanzenden Nebel

Fantasy-Liebesroman für alle Fans von Izara

Der dritte und finale Band der Trilogie von Fantasy-Queen Julia Dippel

Der Kaiser ist tot, doch Amaias Status als Goldene Erbin ist nach wie vor umstritten. Sie steht zwischen der Tradition und einer Revolution – größer, als Cassardim sie je gesehen hat. Noár ist bemüht, sie aus der Schusslinie zu halten, aber Amaia verfolgt eigene Pläne. Sie muss das wachsende Chaos aufhalten, das von ihrem frisch vermählten Ehemann Besitz ergreift. Um ihn, Cassardim und die Menschenwelt zu retten, versammelt sie auf eigene Faust die Erben aller Reiche um sich und begibt sich mit ihnen auf die gefährliche Suche nach einem neuen Juwel der Macht. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, an dessen Ende sie nicht nur ihre große Liebe verlieren könnte …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.02.2025

Ein fesselndes Finale mit unerwartetem Ende!

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Nach Band 1 der Cassardim Reihe war mir klar: Hinter den hässlichsten Fantasy-Covers der Welt versteckt sich eine so lesenswerte und interessante Geschichte, dass ich mich richtig ärgere, dass ich die ...

Nach Band 1 der Cassardim Reihe war mir klar: Hinter den hässlichsten Fantasy-Covers der Welt versteckt sich eine so lesenswerte und interessante Geschichte, dass ich mich richtig ärgere, dass ich die Reihe so lange auf meinem SuB habe versauern lassen! Auch mit Band 2 hatte ich großen Spaß, hier zeigte sich für mich allerdings auch, dass die Reihe nicht wie erhofft, aus den kleinen Schwächen herauswachsen würde, die sich bereits im ersten Band zeigten. In Band 3 geht die Geschichte um Amaia und Noár nun in einem gewohnt mitreißenden und unterhaltsamen Finale zu Ende, den Sprung zur Favorite-Reihe verpasst Julia Dippel aber auch hier knapp!

Zuerst wie immer ein paar kurze Worte zum Cover. Wie in meiner kurzen Einleitung bestimmt schon (subtil) durchgeschimmert ist: ich finde die Cover der Cassardim Reihe wirklich grauenhaft! Auch wenn Band 3 lange nicht so schlimm aussieht wie der erste Band, der mit der braun-beigen Farbe, dem leichenhaftblassen Gesicht der Hauptfigur und der seltsamen Arschgeweih-Titelverzierung wirklich eine Katastrophe ist, ist auch Band 3 weit davon entfernt, ein Augenschmaus zu sein. Das liegt vor allem an den beiden Models, die wohl Amaia und Noár darstellen sollen. Ich stehe Gesichtern auf Buchcover ja sowieso immer sehr kritisch gegenüber, aber hier wurde zusätzlich noch sehr unpassend gewählt. Dafür sind mit der hellbraunen Hintergrundfarbe, der goldenen Brücke und den Lichtpunkten wenigstens die anderen Parameter des Covers besser gewählt. Zum Glück habe ich mich also auch diesmal nicht abschrecken lassen und abermals trotzdem 400 Seiten in "Cassardim" verbracht.

Erster Satz: "Unsere Schwerter schlugen so hart gegeneinander, dass Funken sprühten."

Schon der erste Satz setzt den Ton für ein kämpferisches Finale fest. Der dritte und letzte Band ist wieder deutlich temporeicher erzählt als Band 2 und auch im Spannungsbogen zielstrebiger. Das ist darauf zurückzuführen, dass hier wieder ein klarer roter Faden vorlag und es einiges zu tun gab: das Juwel finden, einen Krieg verhindern, die Barrieren erneuern, Noár vor dem Chaos retten und Amaias Anspruch auf den Kaiserthron festigen. Dennoch habe ich für Band 3 seltsamerweise am längsten Zeit zum Lesen gebraucht. Das lag vermutlich daran, dass mich bereits nach dem ersten Drittel eine ungute Vorahnung überfallen hat, was das Ende der Geschichte angeht. Das hat mich stark ausgebremst, da ich irgendwie fast nicht mehr am Ende angelangen wollte. Ob ich am Ende recht behalten habe oder nicht, möchte ich an der Stelle gar nicht spoilern, aber nur mal soviel: Die Autorin traut sich in ihrem Ende etwas und beschreitet einen Weg, den nur wenige AutorInnen gehen und das hat mir definitiv imponiert.

"Um den Mann zu retten, den ich liebte, würde ich alles tun, was nötig war. Alles sein, was nötig war - auch Kaiserin. Und wenn ich dafür Himmel und Hölle in Bewegung setzten musste!"

Allerdings sind auf den Weg dorthin wieder einige Konflikte sehr konstruiert. Teile der Handlung wie zum Beispiel der Ausflug in die Menschenwelt oder Noárs Befreiung haben mir gut gefallen, viele andere Szenen wirken hingegen beinahe wie Füllmaterial, was die Geschichte definitiv nicht notwendig hat. Denn mit dem wahnsinnigen Kaiser Fidrin, der sich im Chaos versteckt, der Suche nach dem Juwel, der Frage nach den Barrieren und den Kriegsparteien hätte es genügend Themen gegeben, die noch weiterer Erklärung und Ergänzung bedurft hätten. So blieb vieles sehr vage und man erhält nur eine grobe Idee davon, was tatsächlich auf dem Spiel steht. Angesichts der Tatsache, dass das Worldbuilding so komplex und vielversprechend war und noch so viele Anknüpfungspunkte bot, war ich ein wenig enttäuscht, wie oberflächlich am Ende die tatsächliche Ausgestaltung und Auflösung der Grundkonflikte blieb.

"Erst hier in der Menschenwelt hatte ich wirklich und wahrhaftig begriffen, wie atemberaubend und wunderschön das Totenreich war. Und erst als ich für einen kurzen Moment geglaubt hatte, nie wieder zurückkommen zu können, war mir bewusst geworden, dass dieses Land, in dem ich geboren wurde, das ich vergessen und wiedergefunden hatte, tatsächlich mein Zuhause war. Ein Land so voller Wunder, dass selbst ein cassardisches Leben nicht ausreichte, um es zu erkunden."


Dennoch hatte ich beim Lesen wieder den üblichen Spaß. Das liegt zum einen an der tollen Sogwirkung, die sich aus dem humorvoll-zupackenden Erzählstil der Autorin, dem interessanten Worldbuilding und der düster-magischen Atmosphäre der Geschichte ergibt. Zum anderen weiß die Autorin wirklich, wie sie uns über die dünne Handlung vertrösten kann und hält uns mit Kuscheleinheiten mit riesigen Raubkatzen, einem zuckersüßen tierischen Sidekick (der Okoklin Flummel - ein flauschiger Hummel-Hamster-Verschnitt, der Fiepsend in ihren Haaren wohnt und Amaia mutig vor allem Übel verteidigt!!!), überraschenden Allianzen und passionierten Liebeserklärungen zwischen unserem jungen Paar bei Laune.

"Als sie ihr Werk beendet hatte und ich in den Spiegel schaute, fehlten mir die Worte. Wann war aus dem arglosen Menschenwelt-Mädchen, das Andenken in einem Koffer sammelte und Recherchen in ein Notizbuch kritzelte, eine streitbare Fast-Kaiserin mit so fürchterlich ernsten Augen und der Mission geworden, die Welt zu retten?"

Auch in Sachen Figuren konnte Band 3 bei mir mehr punkten als der Mittelteil. Denn im Vergleich zu den Vorgängerbänden, wir Amaia nun endlich selbst aktiv, ergreift von sich aus die Initiative, schmiedet Pläne und treibt ihr Schicksal und damit den Plot aktiv voran. Zwar gab es immer noch einige Momente, in denen sie in ihre Damsel-in-Distress-Neigung zurückverfällt, aber im Vergleich zum Beginn ihrer Geschichte ist sie extrem weit gekommen und zu einer würdigen Anführerin geworden. Von Noár hätte ich mir erwartet, dass er sich mehr von seiner Rolle als Schattenprinz lösen und auch nach außen seinen eigenen Weg gehen kann. Stattdessen geht seine Selbstermächtigung zwischen der Liebesgeschichte und seinem Kampf mit dem Chaos in ihm etwas unter. Dafür rücken aber nochmal unerwartete Nebenfiguren in den Fokus wie Ilion, Rhome oder Moe, die in diesem schnelllebigen Finale sonst untergegangen wären.

"Kein Zögern", rief Keeza mir zu und legte sich die Faust aufs Herz.
"Keine Furcht", stimmte Pash ein.
"Keine Reue", krächzte Rhome.
Und ich antwortete: "Bis in den Tod."


Insgesamt kann Julia Dippel ihre Reihe also mit einem runden, mitreißenden, wenn auch etwas unerwartet endendem Finale abschließen. Meine Hoffnungen für die Reihe, die ich seit Band 1 hatte - mehr Raum für die Nebenfiguren, eine emanzipierte Amaia, eine klarere Spezifikation des Hauptkonflikts und kein ungenutztes Potenzial im Worldbuilding - konnte sie allerdings bis zum Ende nicht erfüllen. So bleibt die dreibändige "Cassardim"-Reihe zwar als spannende YA-Geschichte mit prickelndem Romantasy-Anteil, originellem Schauplatz und temporeichem Erzählstil in Erinnerung, wurde aber nicht wie erhofft zum Highlight!

"Auf die Schatten gekrönt von Licht", flüsterte ich. Er lächelte, dieses schönste aller Lächeln. "Auf das Licht getragen von den Schatten", antwortete er."


Fazit

Die „Cassardim“-Reihe endet in "Jenseits der tanzenden Nebel" mit einem fesselnden Finale, das trotz kleiner Schwächen mit Spannung, Atmosphäre und starken Charakteren überzeugt. Dennoch bleibt das Gefühl, dass nicht alle erzählerischen Möglichkeiten voll ausgeschöpft wurden.

Veröffentlicht am 03.01.2024

Abschluss der Trilogie

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Das Buch, " Cassardim- Jenseits der Tanzenden Nebel", von der Autorin Julia Dippel, ist der dritte Teil der Reihe. Die Geschichte um den Chaosbefall in Cassardim ,sowie die Rechtmäßigkeit der Kaiserin ...

Das Buch, " Cassardim- Jenseits der Tanzenden Nebel", von der Autorin Julia Dippel, ist der dritte Teil der Reihe. Die Geschichte um den Chaosbefall in Cassardim ,sowie die Rechtmäßigkeit der Kaiserin geht weiter. Amaia und Noár schweben weiter in Gefahr und versuchen mit Unterstützung der anderen Völker die Barriere zu erhalten. Können die Bewohner Cassardim´s das Gleichgewicht wieder herstellen und das Chaos bezwingen?

Das Buch schließt am zweiten Band der Reihe an. Es ist in Kapiteln unterteilt und in der Ich-Perspektive aus Amaia´s Sichtweise geschrieben.


Mein Fazit:

Das Buch liest sich leicht und flüssig. Der Schreibstil steht den anderen Bändern in nichts nach. Neue interessante Charaktere wie zum Beispiel Warden kommen mit ins Spiel. Die Umgebung und Charaktere sind sehr umfangreich und bildlich beschrieben. Den Handlungsaufbau fand ich sehr spannend. Das Ende fand ich sehr emotional. Auf der einen Seite gibt es ein Happy End, welches jedoch sehr erschütternd ist.

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Veröffentlicht am 11.02.2022

Episches Finale – mein Wermutstropfen ist das Ende

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》INHALT:

Amaia und Noár sind endlich zusammen, endlich vermählt. Aber ihre Probleme sind präsenter denn je: Der Kaiser ist tot, Amaia wird lange nicht von allen Fürsten als Goldene Erbin anerkannt und ...

》INHALT:

Amaia und Noár sind endlich zusammen, endlich vermählt. Aber ihre Probleme sind präsenter denn je: Der Kaiser ist tot, Amaia wird lange nicht von allen Fürsten als Goldene Erbin anerkannt und das Land nähert sich somit einem Krieg. Das dadurch stetig wachsende Chaos bedroht dabei nicht nur Cassardim, sondern auch Amais große Liebe und frisch gebackenen Ehemann. Um ihn, Cassardim und auch die Menschenwelt zu retten bedarf es einer Revolution wie das Land sie nie zuvor gesehen hat und ein neues Juwel der Macht. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt…



》EIGENE MEINUNG:

Auch der Abschlussband der Cassardim-Reihe kann mich beim Cover leider wieder nicht wirklich von sich überzeugen. Ich bin kein Fan der Gesichter, auch wenn sich der Rest der Gestaltung schön an die beiden Vorgängerbände anlehnt.

Zu Beginn des Buches finden wir eine Karte, die gewohnt schönen Kapitelüberschriften bereichern die Geschichte und am Ende gibt es ein ausführliches Glossar sowie ein zweiseitiges Bild von Julia Dippel.

Ein kurzer Rückblick ermöglicht es dem Leser sich die Geschehnisse des letzten Bandes und vor allem den wohl eh schwer zu vergessenden, letzten Satz des Vorgängers wieder in Erinnerung zu rufen. Nach diesem nahtlosen Einstieg war ich erstaunlich schnell wieder in der Geschichte gefangen und hier geht es gefühlt auch Schlag auf Schlag los.

Die kleine Gruppe um Amaia ist aus so vielen liebenswerten, aber auch nach wie vor geheimnisvollen Personen zusammen gesetzt, dass man sich einerseits sofort wieder wohl fühlt, andererseits mit Amaia noch so einiges zu enträtseln hat. Zu Beginn habe ich mich tatsächlich mit ihr selbst am Schwersten getan, weil sie gerade gegenüber Lazar nicht gerade ihre beste Seite gezeigt hat.

Die Geschichte selbst ist dann gespickt mit Emotionen, feinem Humor, Gefühlen und einer Menge an verschiedener Abenteuer, Entscheidungen, Konsequenzen. Mir haben gerade die Szenen sehr gut gefallen, in denen alte und geliebte Charaktere wieder eine größere Rolle zugedacht bekommen haben. Ich mochte das Teamwork, den Witz, die Hoffnung darin. Dazu haben wir endlich auch die letzten, bisher unbekannten Regionen in Cassardim entdecken dürfen und schon der Titel weist darauf hin, wo ein weiterer Handlungsort liegt. Hier hätte ich gerne noch mehr erfahren und mehr Zeit verbracht.

Dem Buch fehlt es an einem sicher nicht: An Wendungen und Dramatik! Jedoch immer wieder unterbrochen von ruhigen Szenen, die ans Herz gehen und durchatmen lassen. Man kann in dieser Geschichte auch nicht wirklich von „einem“ Höhepunkt oder Showdown reden, weil sich die Spannung kontinuierlich steigert und die Autorin sich für das Ende ihrer Geschichte unheimlich viel Zeit nimmt. Alle losen Fäden werden verflochten. Es gibt nicht den einen Endkampf – es ist ein andauerndes, sich entwickelndes und stetig steigerndes Finale über viele Seiten, auf denen es auch Verluste zu beklagen gibt.

Das „wirkliche“ Ende ist dann wohl das Thema des Tages… Ich folge der Autorin auf Instagram und hatte dadurch schon viele Storys gesehen, die das Ende als „anders“, „herzzerreißend“, „perfekt“ beschrieben haben und mich dadurch tatsächlich etwas vor dem Buch gefürchtet. Und ja, jetzt kann ich sagen es ist all das und ich hätte mir ein anderes gewünscht. Julia Dippel hat dieses gewählt und es passt ohne Zweifel. Mir hat es leider kein zufriedenes Lächeln aufs Gesicht sondern den Wunsch nach einem Spin-off in den Kopf gezaubert… Es ist weder schlimm, noch „schlecht“, aber nicht das richtige für mich. Die Charaktere hätten für mich ebenfalls etwas anderes verdient gehabt, trotz Epik und es sollte einen nicht davon abhalten die Reihe für sich zu entdecken.



》FAZIT:

Hier ist es also, das Ende einer wunderbaren, fantasievollen Geschichte mit Liebe, Humor, Freundschaft, Familie, Magie, Abenteuer, Gefahr, Verlusten und vielem mehr. Das Ende ist aufwändig, spannend, emotional und passend – ich hätte mir jedoch ein anderes gewünscht.

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Veröffentlicht am 03.12.2021

Nicht mein Lieblingsteil der Reihe, aber trotzdem mega

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Achtung: Band 3 einer Reihe, nicht unabhängig voneinander lesbar!

Amaia und Noar sind so weit gekommen, sie haben sogar geheiratet, trotz all der Steine, die ihnen in den Weg gelegt wurden, doch die Zeit ...

Achtung: Band 3 einer Reihe, nicht unabhängig voneinander lesbar!

Amaia und Noar sind so weit gekommen, sie haben sogar geheiratet, trotz all der Steine, die ihnen in den Weg gelegt wurden, doch die Zeit des Kampfes ist noch lange nicht vorbei. Noar scheint vom Chaos besessen zu sein – oder hat sich Amaia nur getäuscht? Selbst wenn es so sein sollte, Cassardim versinkt im Chaos und die Fürsten beschäftigen sich lieber damit, einander an die Gurgel zu gehen, als ihren Job zu machen. Aber wie soll Amaia mit Noar und einer Handvoll Freunde auf ihrer Seite das Chaos besiegen und Cassardim retten? Kann sie es überhaupt noch retten?


Ich habe diesem Buch so sehr entgegengefiebert! Ich liebe die Cassardim-Reihe und wusste, dieser letzte Band wird episch! Allerdings hatte ich auch Angst vorm Lesen, weil ich irgendwie im Gefühl hatte, dass es auch heftig werden würde – und ich hatte recht.

Macht euch gefasst auf jede Menge Tränen und ein gebrochenes Herz!

Wie immer ist man sofort „drin“ – auch in Band 3 ist das nicht anders – man ist sofort mitten im Geschehen, wird von den Charaktere in ihren Bann gezogen und kann nicht anders als sofort wieder alles zu fühlen. Man wünscht sich so sehr ein Happy End für Amaia und Noar, man möchte Cassardim, das gleichzeitig wundervoll und schrecklich ist gerettet sehen und direkt von Anfang an alle geliebten Charaktere an die Hand nehmen, damit ihnen nichts Schlimmes passieren kann.

Auch in diesem Band geht es hoch her. Es gibt Intrigen, Kämpfe und jede Menge Enthüllungen. Manches ist gut, anderes ist erschütternd und wieder anderes tragisch. Aber wieder einmal hat es Julia Dippel geschafft, dass man sich allem, was passiert, einfach nicht entziehen kann. Man muss die Charaktere einfach entweder lieben oder leidenschaftlich verabscheuen – je nachdem ob man sie mögen oder hassen soll.

Aufgelockert wird die doch recht getragene Handlung durch witzige Szenen mit Noars Freunden, natürlich auch durch Amaias geliebten Flummel, der wieder einmal heldenhaft agieren darf und auch Nox kann zeigen, was er kann.

Trotzdem, es liegt eine Art erwartungsvolle Melancholie über dem Buch. Liegt das nur daran, dass es der dritte und letzte Band der Reihe ist? Ich weiß es nicht, ich hatte relativ bald einen Verdacht und mit dem auch recht. Worum es dabei ging, verrate ich euch natürlich nicht, sonst würde ich spoilern.


Fazit: Insgesamt kann ich sagen, dass mich dieser dritte Band der Reihe emotional durch die Hölle geschickt hat. Es gab wundervolle Szenen mit viel Witz und Romantik, ebenso konnte man mal wieder Staunen über die Wunder Cassardims und auch die Message kommt nicht zu kurz und wird wirklich schön verpackt.
Allerdings – so viel verrate ich euch – nicht alle Charaktere, die man kennengelernt hat, überleben auch den Kampf gegen das Chaos. Ob es aber nur die „bösen“ trifft oder auch „gute“ sterben müssen, verrate ich euch nicht – ich will ja niemanden spoilern.
Ich persönlich hätte mir ein paar Dinge anders gewünscht, auch am Ende, obwohl ich es wirklich gleichzeitig auch richtig toll finde. Ein Teil von mir feiert das Buch für die Message und die Handlung, samt Ende. Ein anderer Teil von mir knuddelt gerade ganz doll mit seiner Schmusedecke und möchte sich Cassardim so wünschen, wie es ihm gefällt.

Von mir bekommt das Buch 4 Sterne – ich persönlich mochte einfach die Vorgänger lieber, aber das heißt nicht, dass ich Band 3 schlecht fand oder etwas in der Art. Es ist einfach meine persönliche Vorliebe. Ich möchte aber trotzdem jedem die Reihe ans Herz legen, weil sie einfach richtig, richtig gut ist.

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Veröffentlicht am 04.12.2021

Zu viel gewollt

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Cassardim war meine erste Reihe von Julia Dippel. Ich hatte keine allzu großen Erwartungen, da ich mit Hypes meist besser fahre, wenn ich meine Hoffnungen so gering wie möglich halte. Umso erstaunter war ...

Cassardim war meine erste Reihe von Julia Dippel. Ich hatte keine allzu großen Erwartungen, da ich mit Hypes meist besser fahre, wenn ich meine Hoffnungen so gering wie möglich halte. Umso erstaunter war ich, als ich Band eins gelesen habe, wie gut ich das Buch tatsächlich fand. Ähnlich verhielt es sich mit Band zwei, ich war gefangen in der Welt, die die Autorin geschaffen hat und konnte das Finale der Reihe kaum noch erwarten.

Doch ich muss sagen, dass ich den Abschluss der Reihe zwar gern gelesen habe, er mir jedoch nicht mehr annähernd so stark erschien wie der Auftakt. Ich habe mich so sehr auf dieses Buch gefreut, dass ich direkt nach seiner Ankunft losgelesen habe und auch schnell wieder im Geschehen drin war. Es geht stürmisch und rasant los, man bekommt nicht viel Zeit zum Nachdenken und das mochte ich auf der einen Seite, auf der anderen fühlte ich mich aber auch etwas überrumpelt.

Noars und Amaias Beziehung ist mittlerweile gefestigt und kommt einem so viel intensiver vor als noch die vorigen Bände, allerdings muss ich sagen, dass sie mir manchmal fast schon zu innig war. Ich hatte ab und an das Gefühl, echt fehl am Platz zu sein und keinen Platz neben der Geschichte zu haben, wenn man versteht, was ich meine. Dennoch gefiel mir der Gedanke daran, was für eine enorme Entwicklung sie miteinander durchgemacht haben und ich wurde beinahe ein wenig stolz.

Auch im letzten Band ist es der Autorin noch gelungen, mich in unerwartete Entwicklungen zu verstricken, Intrigen zu spinnen, Machtspielchen sind an der Tagesordnung und auch an verblüffenden Enthüllungen mangelte es der Geschichte nicht. Ich stecke allerdings in einem Zwiespalt aus „ich bin positiv überwältigt“ und „es war zu viel“. Man konnte zwischen den Ereignissen kaum Luft holen, fand ich, sodass das Buch ein wenig überladen wirkte.

Dann das Ende.. nun ja. So ganz zufrieden bin ich nicht, aber das wird wohl jeder anders sehen. Man kann nicht den Geschmack von allen treffen, das ist ganz klar. Meiner wurde hier auch nicht wirklich bedient, aber sei's drum. Ist dann halt so.

Mein Fazit:
Im großen und ganzen bin ich recht zufrieden mit dem Abschluss, wenngleich er stellenweise etwas zu viel gewollt hat. Dazu kommt das Ende, was mir etwas aufgestoßen ist und das ergibt eine löbliche Bewertung von 3,5 und gerundet 4 von 5 Sternen.