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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.02.2019

Auf ins Paris der 20er

Träume & Hoffnung
7 0

INHALT:
Paris, 1923: Nach 3000 Jahren scheint Maéls Suche nun endlich ihr Ende zu finden. In der Stadt der Liebe will er aufspüren, was ihn bisher erfolglos durch die Welt irren lies. Doch noch ist ihm ...

INHALT:
Paris, 1923: Nach 3000 Jahren scheint Maéls Suche nun endlich ihr Ende zu finden. In der Stadt der Liebe will er aufspüren, was ihn bisher erfolglos durch die Welt irren lies. Doch noch ist ihm nicht klar, dass er dafür die Hilfe eines ganz besonderen Mädchens benötigt…

EIGENE MEINUNG:
Grundsätzlich bin ich kein großer Fan von Kurzgeschichten, aber bei „Träume und Hoffnung“ handelt es sich um ein Prequel zu Kira Lichts „Gold und Schatten“. Es soll einen kurzen Blick auf eine der Hauptfiguren der Geschichte gewähren und sicher auch neugierig machen!
Gleich zu Beginn möchte ich dabei sagen, dass ich mir im Nachhinein wünsche den Klappentext von „Gold und Schatten“ nicht gelesen zu haben, weil er doch schon einiges verrät, was im Laufe der Geschichte sicher ein schöner Aha-Effekt gewesen wäre. Wer also gerne ganz neutral in eine Erzählung startet sollte sich von Klappentext und Prequel sicher fern halten.
Außerdem gilt es für mich zu erwähnen, dass die kurze Vorgeschichte durchaus auch während oder auch erst nach dem eigentlichen Buch bzw. der angedachten Dilogie lesbar ist. Es ist meiner Meinung nach nicht nötig um die Geschichte zu verstehen. So ist es auch nur wenige Seiten lang, dafür aber kostenlos!

Aber nun erst einmal zum Cover, denn dieses hat mich erst zu „Gold und Schatten“ und somit zur Vorgeschichte gelockt! Dabei finde ich die Farbgebung sehr schlicht, aber doch edel. Mit dem hellen bzw. dunklen Bereich ist es absolut passend zum Titel! Die feinen goldenen Sprenkel deuten für mich schon etwas Magisches an und ich mag es, dass es im Grunde den Hintergrund des Hauptcovers darstellt! Die junge Frau darauf spielt in „Träume und Hoffnung“ noch keine Rolle und muss somit erst noch ins Spiel kommen! :)

Wie schon erwähnt ist das Prequel kurz, wirklich sehr kurz. Wer Kurgeschichten mit um die 100 Seiten gewohnt ist darf hier nicht enttäuscht sein. Es ist wirklich nur ein kleiner Vorgeschmack, ein Hineinschnuppern in einen Hauptcharakter. Dabei hat es mir sehr gut gefallen, dass wir uns im Jahr 1923 und dann auch noch in Paris befinden. Es wird erwähnt, dass wir uns in der Nachkriegszeit aufhalten und welche Stimmung (mit Hoffnungen und Träumen) herrscht. Für mich hat es die Autorin geschafft mich auf den wenigen Seiten sofort bildlich und gefühlstechnisch in diese Epoche zu versetzen! Die Hauptgeschichte spielt dann im gegenwärtigen Paris – nach diesen schönen Momenten hoffe ich auf Rückblicke! ;)
Jetzt erleben wir Maél in zwei Situationen die für mich beide sehr eindringlich und auch spannend waren. Man darf allerdings keine großen Erkenntnisse erwarten – in meinem Kopf häufen sich jetzt nur so die Fragen und ich freue mich darauf mit „Gold und Schatten“ hinter all die angedeuteten Geheimnisse zu kommen! :) Maél selbst als Person war mir auf die wenigen Momente gleich sympathisch. Wir erleben seine Gedanken und Handlungen und dieser Einblick ist der Autorin durch eine flüssige und leichte Schreibweise sehr gut gelungen. Auch einige andere Charaktere haben kurze Auftritte und machen Lust auf mehr… Im Anschluss gibt es noch eine Leseprobe zu „Gold und Schatten“.

FAZIT:
Im Prequel „Träume und Hoffnung“ erhält man einen kurzen Einblick in den Schreibstil, die Geschichte und einige Charaktere der Hauptgeschichte. Diese beginnt mit „Gold und Schatten“ und ist als Dilogie geplant. Ich mochte die Spannung, den Hauch an Magie, die Andeutungen, Geheimnisse und Maél. Ich freue mich auf das Abenteuer in Paris… :)

Veröffentlicht am 06.03.2019

Paris die Stadt der Götter!

Gold und Schatten
2 0

》INHALT:
Seit ihrem 16. Geburtstag scheint Livias Leben Kopf zu stehen. Nicht nur der gemeinsame Umzug mit ihren Eltern nach Paris wirft ihr bisheriges Leben über den Haufen, sondern es scheint auch so ...

》INHALT:
Seit ihrem 16. Geburtstag scheint Livias Leben Kopf zu stehen. Nicht nur der gemeinsame Umzug mit ihren Eltern nach Paris wirft ihr bisheriges Leben über den Haufen, sondern es scheint auch so als würden Bäume und Pflanzen plötzlich versuchen mit ihr zu kommunizieren. Livia zweifelt ernsthaft an ihrem Verstand. Alles gipfelt darin, dass sie bei einem Ausflug in die düsteren Katakomben unter den Straßen von Paris auf Maél trifft und sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Ihre und seine Geheimnisse scheinen sich miteinander zu vermischen und ihr Aufeinandertreffen keinesfalls Zufall zu sein…


》EIGENE MEINUNG:
Als erstes hat mich das Cover zu diesem ersten Band einer Dilogie gelockt! Ich finde die Farbgebung sehr schlicht und doch edel. Mit dem hellen bzw. dunklen Bereich ist es absolut passend zum Titel! Die feinen goldenen Sprenkel deuten für mich schon etwas Magisches an und ich mag es, dass man nicht mehr vom Gesicht der jungen Frau sieht und es kein typisches Prinzessinnen-Ballkleid-Cover ist! Der ursprüngliche Klappentext zum Buch hat meiner Meinung nach zu viel über den Inhalt der Geschichte verraten und darum freue ich mich, dass er abgeändert wurde. Ich selbst habe Gartenbau studiert und war besonders gespannt auf die „sprechenden“ Pflanzen!

Vor Beginn von „Gold und Schatten“ habe ich das kostenlose Prequel „Träume und Hoffnung“ gelesen. Darin reist man auf wenigen Seiten in das Paris der 20er Jahre und gewinnt einen ersten Einblick in die Geschichte (siehe Rezension).

Der Einstieg in das Buch ging bei mir wahnsinnig schnell. Kira Lichts Schreibstil hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Er ist flüssig, leicht zu lesen und schön mit Humor gespickt. In den Dialogen wurde für mich teilweise etwas damit überzogen und es war damit nicht mehr 100 % realistisch, aber Spaß gemacht hat es trotzdem! Geschrieben wird aus Livias Sicht. Ein weitaus größeres Problem hatte ich mit den Kapitellängen. Der Text ist so wenig gegliedert, dass es schwer ist Punkte zum Pausieren oder Verschnaufen zu finden. Dies ändert zwar grundsätzlich nichts an der Geschichte und ist wohl einfach eine Eigenheit der Autorin, hat für mich das Lesevergnügen aber beeinträchtigt. Man fängt so nicht so leicht an für wenige Minuten im Buch zu lesen, wenn man weiß, dass teilweise über eine halbe Stunde bis zum nächsten Absatz vergeht. Kira Licht hat innerhalb der Leserunde aber ganz toll auf diese Anmerkung reagiert und für den zweiten Band der Dilogie Veränderungen angekündigt! :)

Als Charakter lernt man im Buch zuerst Livia kennen. Sie war mir schnell sympathisch – scheint ein normaler Teenager mit eben solchen Gedanken und dem passenden Verhalten zu sein. Als die ersten „seltsamen“ Ereignisse eintreten hat mir imponiert, dass sie nicht einfach naiv weiter gemacht hat, sondern schon versucht hat das Ganze zu hinterfragen. Sie ist mutig und kein hilfloses Häschen. Die Beschäftigung mit sich selbst ging ab der Begegnung mit Maél für mich aber leider immer weiter bergab – hier hätte ich mir als Leser mehr gewünscht, da gerade die Fragen um Livia selbst so auch nach Band 1 noch im Raum stehen. Anmerken muss ich hier jedoch, dass die Geschichte wohl über den Verlag auf zwei Bücher verteilt wurde. Ich kann mir schon vorstellen, dass es das Erlebnis eines Buches beeinflusst ob man im Laufe eines Buches fortlaufend Auflösungen erfährt oder man nach dem 1. Teil darauf warten muss.
Einen ganz großen Pluspunkt bekommt die Geschichte für mich durch zwei Schulfreundinnen von Livia! Die beiden sind charakterlich sehr unterschiedlich, aber ganz lieb! Sie werden nach und nach in Livias Geheimnisse eingeweiht und ich habe es sehr genossen, dass Livia so – nicht wie in anderen Büchern – nicht allein auf Maél angewiesen und fokussiert ist. Es bildet sich so eine kleine Gruppe um Livia die zusammen hält und gemeinsam vorwärts kommen will!
Ein weiterer Hauptcharakter ist natürlich Maél selbst und ich muss sagen, dass sein Ansehen bei mir im Laufe der Geschichte leider etwas gelitten hat. Am Anfang ist er der typische gutaussehende, geheimnisvolle, tolle Typ den man schon mal anschmachten kann, aber auch schon aus anderen Geschichten zur Genüge kennt. Bad Boy würde ich ihn jetzt nicht nennen. Dann lernen wir ihn näher kennen und er ist immer noch toll, obwohl ich mit seiner Beschäftigung als „Cataphile“ (Leute die sich für verschiedene Zwecke eher illegal in den Katakomben von Paris aufhalten) eher wenig anfangen konnte. Dann jedoch beginnen – natürlich sinnvollerweise für den Fortgang der Geschichte – die ersten seltsamen Verhaltensweisen auszufallen. Soweit so gut! Aber ich mag keine übertriebene Geheimniskrämerei. Da kann man mich auch im Nachhinein eher schlecht mit einer guten Begründung wieder für sich einnehmen. Außerdem fand ich, dass Livia durch seine Pläne etwas benutzt wurde und dadurch ins Hintertreffen geriet.
Darum herum gibt es viele Nebencharaktere die die Geschichte bereichern aber bisher keine extrem großen Rollen gespielt haben. Es fühlt sich hier wie der Aufbau der Erzählung, das Entstehen von Teams, das Einführen von Personen für Teil 2 an und ich bin gespannt was noch kommt. Wichtiger waren bisher einige „mystische“ Gestalten zu denen ich aus Spoilergründen aber nicht viel mehr sagen will. Ich finde sie waren schön gestaltet, wenn auch bisher nicht extrem tiefgründig. Außerdem muss ein kleines Wesen erwähnt werden, das in unserer Leserunde für viel Entzücken gesorgt hat! ;)

Zur Geschichte an sich ist für mich zu sagen, dass sie sehr stark begonnen hat und sich dann leider etwas abgeschwächt hat. Es gab viele tolle und fantasievolle Ideen, Stellen zum Miträtseln und eine spannende Grundidee! Diese will ich – für alle die sich komplett überraschen lassen wollen – nicht zu genau ansprechen, aber es geht in Richtung Mythologie. ;)
Es war immer etwas los, aber es gibt gerade zur Mitte hin auch kleinere Längen und das Ende ging mir leider viel zu schnell. Ich konnte teilweise der Handlung nicht mehr so bildlich folgen wie zuvor und hätte mir etwas mehr Tiefgang gewünscht. Es wurden viele Fragen aufgeworfen und leider nur wenige beantwortet. „Mein“ Wunschthema – das Sprechen mit den Pflanzen – ist mir viel zu kurz gekommen. Zum Schluss erwartet den Leser ein Cliffhanger. Band 2 soll im Herbst 2019 erscheinen.


》FAZIT:
Eine fantasievolle Geschichte mit einer sehr schönen Grundidee und einer sympathischen Hauptprotagonistin! Mit Livia, ihren Freundinnen und natürlich Evangeline habe ich mich sehr wohl gefühlt. In Band 1 dieser Dilogie wurden mir allerdings auch zu viele Fragen unbeantwortet gelassen und das Ende ging mir zu schnell.

Veröffentlicht am 08.11.2017

Fantasie als Gerüst für einen Liebesroman...

Bird and Sword
2 0

INHALT:
Mit fünf Jahren verlor die kleine Lark nicht nur ihre Mutter durch die Hand des Königs, sondern zugleich ihre Stimme und ihre Magie. Im Land Jeru in dem Lark aufwächst ist auch 13 Jahre später ...

INHALT:
Mit fünf Jahren verlor die kleine Lark nicht nur ihre Mutter durch die Hand des Königs, sondern zugleich ihre Stimme und ihre Magie. Im Land Jeru in dem Lark aufwächst ist auch 13 Jahre später die Magie eine Todsünde, als der junge König Tiras am Hofe von Larks Vater erscheint um diesen an seinen Treuschwur im Krieg zu erinnern. Zur Verdeutlichung seines Befehls nimmt Tiras die stumme Lark als Pfand mit auf sein Schloss. Zunächst fürchtet die junge Frau den Sohn des Mörders ihrer Mutter, doch schon nach kurzer Zeit sieht sie mehr in ihm als der erste Schein zuließ. Auch Tiras ist kein freier Mensch und ohne Lark droht der Krieg alles Bekannte und Geliebte zu vernichten…

EIGENE MEINUNG:
Ich habe dieses Buch im Oktober entdeckt und war zu dem Zeitpunkt in absoluter Herbststimmung! Da kamen die Goldtöne des Covers und die Magie die in der Geschichte zu liegen schien gerade Recht! Das Buch hat mich wie magisch angezogen und die vielen kleinen Details auf dem Umschlag wie das grob gewebte Oberteil, der feine Rock, der Blütenkranz im Haar oder die fein um sie schwebenden Federn machen das Bild zu einem echten Blickfang! Auch wenn die Cover mit wunderschönen Mädchen im Ballkleid etwas überhand nehmen. Besonders hat es mir gefallen, dass der Sinn des Titels und auch eine Situation in der Lark die Federn ebenso umspielen im Buch wieder zu finden waren. Allerdingst ist auch das Originalcover, wenn auch auf ganz andere Art und Weise, einen Blick wert.

Dies war mein erstes Buch von Amy Harmon und der Schreibstil hat mir gerade zu Beginn sehr gut gefallen! Die Geschichte war schnell und flüssig zu lesen und der Einstieg in die Geschichte durch Larks Augen war ergreifend, magisch und doch erschreckend! Ich hatte mich sehr darauf gefreut, mehr über die Charaktere und vor allem die Welt in der Lark lebt zu erfahren. Meine Vorstellung war die von einem abenteuerlichen Fantasieroman, mit viel Magie und etwas Liebe. Leider war es dann eher ein Liebesroman, mit etwas Fantasie ;)

Hinter den Protagonisten steckt durchaus Potential und auch die Grundidee des Buches hat mir sehr gut gefallen. Lark ist ein junges Mädchen welches, durch ihr Verstummen als Kind, andere Wege gefunden hat um zu kommunizieren. Wir folgen der Geschichte dadurch zwar viel durch ihre Augen, lernen sie aber vor allem über ihre Gedanken kennen. Zu Beginn war sie mir sehr sympathisch, je weiter die Geschichte voran schritt, desto naiver erschien sie mir leider, gerade in Bezug auf Tiras. Zwar kann man ihre Vorgeschichte durchaus als Grund heran ziehen, eine etwas taffere und selbstständigere Person wäre mir aber lieber gewesen. In Szenen in denen sie Anzeichen davon zeigt war sie mir sofort näher! Auch Tiras und seine Hintergrundgeschichte haben mir grundsätzlich gut gefallen, leider entwickelte er sich für mich zu wankelmütig bzw. eigenbrötlerisch und sein Verhalten gegenüber Lark hat mir nicht immer gefallen. Überhaupt konnten mich im Buch gerade die Emotionen in Sachen Liebe nicht wirklich packen, manches ging mir zu schnell oder wurde von der Autorin nicht genug ausgearbeitet.

Genauso erging es mir leider auch mit dem World-Building: Ich hätte so gerne so viel mehr von Larks Welt, den Hintergründen und einfach dem Leben dort erfahren! Die Autorin hat dem Buch eine Karte beigefügt auf der so viel zu sehen ist, was ich mir dann leider auch am Ende des Buches noch nicht wirklich vorstellen konnte. Auch die Idee einer Sage über das Entstehen der Magie in dieser Welt war einfach atemberaubend und wurde dann für mich nicht logisch und gut genug weiter verfolgt. Gerade wenn Lark und Tiras die Welt um das Schloss erkundet haben oder der Krieg sie dorthin verschlug hat die Autorin oft mit Zeitsprüngen gearbeitet die mir viel der Vorfreude auf neue Erkenntnisse genommen haben. Auch einige Logikfehler haben mich durchaus gestört.

Highlights waren für mich die stillen Momente zwischen Lark und Tiras, vor allem zu Beginn der Geschichte, die Grundidee der Magie in ihrer Welt und einige Nebencharaktere! Über einen von diesen, Kyell, wird auch der zweite Teil „The Queen and the Cure“ erzählen. Die Oberflächlichkeit des 1. Bandes lassen mich noch zweifeln ob ich mich am 2. Teil versuche.

Gar nicht zustimmen kann ich den Beschreibungen des Buches worauf sich „Bird & Sword“ mit „Game of Thrones“ vergleichen könnte – ein Unterschied von ganzen Welten! Hier finden sich keine ausgefeilten politischen Intrigen, keine interessanten Reisebereichte, keine detailgetreuen Kampfszenen, keine tiefgründigen Charaktere, keine derartigen Beschreibungen der Welt und auch nicht ansatzweise die Dramatik und Komplexität um es zu einem solchen Epos werden zu lassen! Im Grunde hat man als Leser einfach gemerkt wohin die Geschichte zwischen Lark und Tiras gehen sollte und der Fantasieroman darum herum musste sich als Gerüst dafür fügen.

FAZIT:
Für einen Fantasieroman kamen für mich die Fantasie, die Magie und das World-Building wesentlich zu kurz und wurden zum Gerüst einer zu schnellen und wenig berührenden Liebesgeschichte.

Veröffentlicht am 11.07.2017

Robert Langdon 3.0

Das verlorene Symbol
1 0

INHALT:
Professor Dr. Langdon wird nach Washington gebeten um kurzfristig mit einem Vortrag im Kapitol einzuspringen. Für seinen langjährigen Freund und Mentor Peter Solomon macht sich der Symobolologe ...

INHALT:
Professor Dr. Langdon wird nach Washington gebeten um kurzfristig mit einem Vortrag im Kapitol einzuspringen. Für seinen langjährigen Freund und Mentor Peter Solomon macht sich der Symobolologe auf den Weg, nichtwissend, dass in der amerikanischen Hauptstadt ein sorgsam gehütetes Geheimnis verborgen liegt und ein Mann auf ihn wartet, der bereit ist dafür zu töten. Für Robert Langdon beginnt eine Jagd über die berühmten Schauplätze der Hauptstadt und eine Jagd, bei der er schließlich selbst zum Gejagten wird…

EIGENE MEINUNG:
Ich besitze „Das verlorene Symbol“ in der alten Ausgabe mit rotem Titel und rotem Siegel auf schwarzem Grund. Außerdem ist es eine illustrierte Ausgabe und ich muss sagen, dass mir das sehr gut gefallen hat und ich mir auch die anderen Bücher von Dan Brown gerne noch als illustrierte Ausgaben zulegen würde. Vielleicht weiß jemand, ob es die neuen Ausgaben (mit den grauen Stadtcovern) auch als illustrierte Ausgaben gibt?

Unser Hauptprotagonist ist wie in den voran gegangenen Teilen wieder Robert Langdon. Grundsätzlich mag ich seine Figur immer noch total gerne, aber in diesem Band war er für mich irgendwie nicht mehr so präsent wie in den Vorgängerbänden. Auch erschien er mir teilweise nicht mehr ganz so „genial“. Er geriet irgendwie von einer Notsituation in die nächste, wusste öfters selbst keine Lösung und war mir als Protagonist nicht mehr ganz so zugänglich. Es lag für mich alledings nicht daran, dass sich die Bücher in puncto „Schnitzeljagd“ doch ähneln.

Dieses Mal hat Langdon nicht von Beginn an eine Dame an seiner Seite, sondern erst nach einiger Zeit kommen hier mehrere Handlungsfäden zusammen. Ich mochte diese starke und kluge Frau wirklich gerne! Es handelt sich dann auch nicht um eine Liebesgeschichte im herkömmlichen Sinn, was ich durchaus erfrischend fand. Die weiteren Charaktere dieses Bandes fand ich durchwegs gut ausgestaltet! Eine größere Rolle spielt diesmal außerdem das F.B.I. – in Gestalt der kleinen Sato – Chefin des Office of Security. Zu Beginn war mir das Ganze mehr als unangenehm und ich empfand sie für Robert als störend und frech. Die Auflösung war auch hier mehr als überraschend.

Als große Themenbereiche dreht sich dieser Roman um die Freimaurer und somit auch Glauben und Wissenschaft. Dabei vor allem um die Noetischen Wissenschaften, von denen ich vorher noch nie gehört hatte. Die Mischung und gerade das neuentdeckte Gebiet haben mich unheimlich begeistert!

Den Schreistil fand ich, wie schon in den Vorgängerromanen, flüssig und leicht zu lesen. Trotz der großen Anzahl an Seiten und 133 Kapiteln bin ich nur so durch das Buch geflogen. Man erlebt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven (in nicht zu lange Kapiteln und wieder nur ein kurzer Erzählzeitraum) und teilweise werden einem erst nach einiger Zeit Sinn bzw. Zusammenhänge klar. Ich habe es als sehr spannend und interessant zu Lesen empfunden! Teilweise weiß der Leser mit einem Protagonisten auch schon mehr als ein anderer Protagonist am nächsten Ort und ich habe wirklich darauf hin gefiebert, dass sich so manche von diesen endlich treffen mögen! Auch haben wir einige Wechsel/Rückblicke in der Zeit, so dass die Geschichte umfassend erzählt werden kann und einem nach und nach die Augen geöffnet werden können. Die Dialoge sind flott und knackig – die Gedanken, Gefühle und Handlungsweisen konnte ich gut nachvollziehen!

Nach dem die beiden letzten Bände vorrangig in Europa spielte, wo einem viele Schauplätze vielleicht näher sind, fand ich es diesmal toll über Washington/Amerika zu lesen! Dabei ist mir allerdings durchaus entgegen gekommen, dass ich, wie bereits gesagt, die illustrierte Ausgabe des Romans besitze, die Farbfotos von Orten enthält. Außerdem sind einige der beschriebenen Rätsel, Symbole etc. abgedruckt, was vieles verbildlicht und mir das miträtseln erleichtert hat!

Besonders berührend fand ich in diesem Buch die Geschichte um die Familie Salomon – das bleibt einem schon im Gedächtnis! Insgesamt muss ich sagen, dass ich mir gerade nach den schon abgedrehten Filmen der Robert-Langdon-Reihe auch hier eine Verfilmung mehr als gut vorstellen kann! Teilweise sieht man beim Lesen beinahe die einzelnen Szenen vor sich! Für mich ist dieses Buch mehr als ein Thriller (obwohl es durchaus wieder blutig und brutal zugeht) oder ein Roman. Es ist ein Abenteuer, eine Schatzsuche und noch vieles mehr!

Das Ende konnte mich durchaus begeistern, auch wenn mir „mehr Robert Langdon“ noch besser gefallen hätte. Die Auflösung von Allem wurde mir erst kurz vor dem Lesen der entsprechenden Szene bewusst!

Das Buch ist als Geschichte in sich abgeschlossen und es gibt nur wenige Verweise auf die Vorgänger, allerdings sind die ersten Bände so grandios, dass ich trotzdem empfehle sie in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Zwecks der großen Themen wie Glaube, Freimaurer, Wissenschaft würde ich schon sage, dass der Leser ein gewisses Interesse an diesen Dingen haben sollte – sonst werden diese Bücher um ein wesentliches weniger Spaß machen! Vor der eigentlichen Geschichte ist im Buch diesmal auch erwähnt, was an der Erzählung „wahr“ ist.

FAZIT:
Wieder ein äußerst spannender Thriller mit tollen Charakteren, Abenteuer, Schatzsuche, Familiendrama, Freundschaft, Gewalt und äußerst interessanten Themen aus Glaube und Wissenschaft.

Veröffentlicht am 17.01.2017

Fortsetzung der Blue-Secrets-Reihe <3

Blue Secrets – Das Flüstern der Wellen
1 0

INHALT:

Emmas ist in einen wahren Gefühls-Strudel geraten: Ihre Mutter ist die vermeintlich tote Prinzessin Nalia von Poseidon und hat sie somit gefühlt ihr ganzes Leben lang belogen. Zugleich ist sie ...

INHALT:

Emmas ist in einen wahren Gefühls-Strudel geraten: Ihre Mutter ist die vermeintlich tote Prinzessin Nalia von Poseidon und hat sie somit gefühlt ihr ganzes Leben lang belogen. Zugleich ist sie die verlorene Liebe von Galens älterem Bruder, dem König von Triton. Und auch für Emma selbst hat das Ganze Folgen: Sie ist ein Halbblut und, nach dem Gesetz der Unterwasserwelt, dem Tode geweiht. Galen versucht verzweifelt ihr Geheimnis zu bewahren, doch in den Königreichen herrscht Zwietracht und Emma bleibt bald keine andere Möglichkeit als auch ihr eigenes Leben in die Waagschale zu werfen…



EIGENE MEINUNG:

Das Cover dieses Anschlussbandes ist für mich wieder wirklich wunderschön! Es passt sehr gut zum ersten Teil, hebt sich aber mit dem neuen Szenenbild auch ganz klar davon ab. Im Bücherregal sehen die beiden Bände nebeneinander wundervoll aus und lassen zugleich noch Raum für eigene Fantasie! Für mich passen sie super zum Inhalt des jeweiligen Bandes – man erkennt nach dem Lesen genau den Gedanken der dahinter steckt!!!

Zeitlich schließt dieser Band eng an den ersten Teil der Geschichte an. Einige Teile müssen jedoch erst rekonstruiert werden, was das Ganze für den Leser sofort wieder spannend macht und auch Raum gibt um den letzten Teil noch mal in Erinnerung zu rufen! Schön gelöst!

Innerhalb weniger Sätze war ich sofort wieder in der Geschichte gefangen, allerdings waren mir Emmas Zweifel und ihr hin- und hergerissen sein teilweise auch etwas viel. Zu stark schwankende und unsichere Personen mag ich nicht so gerne, gerade wenn sie wie hier, eigentlich sehr starke Persönlichkeiten sind. Gott sei Dank ist der Humor in der Geschichte nicht verloren gegangen! Das ist für mich ein ganz wichtiger Punkt in dieser Buchreihe! Auch an Überraschungen, Wendungen und vielen intensiven Emotionen mangelt es nicht, genauso wenig wie an Inhalt! Diesmal spielt weniger Emmas Alltag an Land, als vielmehr Galens Welt unter Wasser die Hauptrolle. Hier beherrschen Politik, Intrigen und Regeln innerhalb der Gesellschaft der Syrena die Geschichte.

Für mich ist dieser Teil ernster als Band 1, es findet ganz klar eine Weiterentwicklung statt! Emmas und Galens Liebe muss sich im Alltag bewähren und Witz und Romantik lassen dabei etwas nach. Dafür gibt es neue, sehr interessante Charaktere, die das Bild vervollständigen; andere bereits Bekannte lernt man noch besser kennen! In diesem Teil wechseln die Perspektiven aus denen erzählt wird zwischen Galen und Emma.

Rachel entwickelt sich in diesem Band immer mehr zu einem meiner Lieblinge, dafür kann ich mit Emmas Mutter absolut nichts mehr anfangen… Chloe fehlt mir manchmal doch noch…

Das Ende kann einen eigentlich zufrieden und ruhig zurück lassen, bis man zum nächsten Band greifen möchte, aber ein Ereignis hat mich regelrecht geschockt und ich mochte es gar nicht glauben… So recht finde ich für mich auch einfach keine Erklärung warum dies nötig war…



FAZIT:

Spannende Fortsetzung der Blue-Secrets-Reihe, allerdings weniger romantisch und witzig. Dafür mit Spannung, Dramatik und interessanten neuen Charakteren!

(4,5 Sterne)