Cover-Bild Das Land, von dem wir träumen
Band 1 der Reihe "Die Südtirol Saga"
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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Knaur Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 01.04.2022
  • ISBN: 9783426527832
Anna Thaler

Das Land, von dem wir träumen

Roman

Der 1. Weltkrieg hat auch der Familie des Südtiroler Bauern Ludwig Bruggmoser tiefe Wunden geschlagen, denn zwei der vier Söhne sind gefallen. Dazu kommt, dass Ludwig der neuen Regierung zuliebe den Familiennamen in »Ponte« ändert, was vor allem seine Tochter Franziska gegen ihn aufbringt, die einen gefährlichen Weg beschritten hat: Weil Franziska kein Italienisch spricht und deshalb nicht als Lehrerin arbeiten darf, gründet sie eine verbotene Katakombenschule und gibt Deutschunterricht. 

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.04.2022

Südtirol und die Bauernfamilie Bruggmoser nach dem 1. Weltkrieg im politischen Kreuzfeuer

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Sehr interessant finde ich die Ausführungen über geheime Schulen. Gamper hatte zur Gründung von Katakomben Schulen aufgerufen. Leider ist auf den Namensgebung des Römerturms und seiner Geschichte in diesem ...

Sehr interessant finde ich die Ausführungen über geheime Schulen. Gamper hatte zur Gründung von Katakomben Schulen aufgerufen. Leider ist auf den Namensgebung des Römerturms und seiner Geschichte in diesem Zusammenhang nicht weiter eingegangen worden. »Eine geheime Schule. Das machen sie in vielen Gemeinden in ganz Südtirol. Damit wir den Kindern unsere Sprache beibringen, ihnen unsere Kultur und die Werte unserer Heimat vermitteln können. Die Südtiroler wollen nur, dass ihre Traditionen nicht aussterben und die Kinder die Sprache ihrer Eltern lernen. Vernünftig lernen, nicht nur sprechen.«
Solche Waal Stiege habe ich bei Wanderungen um Meran herum auch 2019 finden können.
Dass die Carabinieri bei der Behandlung von Südtiroler Rebellen nicht zimperlich ist, wird klar herausgestellt. Dass damit auch Misstrauen zwischen den Menschen untereinander wächst, die Ungleichheit zwischen denen, die die Macht innehaben, und denen, auf deren Kosten die Macht missbraucht wird, wird ebenso eindrucksvoll geschildert.
Wie schwer jahrhundertalte Traditionen geändert werden könnten, erkennt man am Schicksal von Franziska und dem Knecht aus Bayern – erfrischend beschrieben.

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Veröffentlicht am 31.03.2022

Zeitreise nach Südtirol

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Der 1. Weltkrieg hat auch der Familie des Südtiroler Bauern Ludwig Bruggmoser tiefe Wunden geschlagen, denn zwei der vier Söhne sind gefallen. Als Ludwig den Vorgaben der neuen italienischen Regierung ...

Der 1. Weltkrieg hat auch der Familie des Südtiroler Bauern Ludwig Bruggmoser tiefe Wunden geschlagen, denn zwei der vier Söhne sind gefallen. Als Ludwig den Vorgaben der neuen italienischen Regierung gemäß allzu bereitwillig den Namen der Familie in »Ponte« ändert, bringt er nicht nur seine Tochter Franziska gegen sich auf.
Ludwig ahnt nicht, dass Franziska einen gefährlichen Weg beschritten hat: Weil sie kein Italienisch spricht und deshalb nicht als Lehrerin arbeiten darf, gründet sie eine verbotene Katakombenschule, wo sie Deutschunterricht gibt. Unterstützung erhält sie dabei überraschend vom Knecht ihres Vaters, Wilhelm Leidinger. Doch auch Wilhelm verbirgt ein Geheimnis – und die Verhältnisse in Südtirol spitzen sich unaufhaltsam zu ...
Die Autorin Anna Thaler hat selbst ihr Herz an die wunderschöne Natur Südtirols verloren und lässt die Leser*innen in ihrer historischen Familiensaga die rauen Berge ebenso erleben wie romantische Dörfchen und die bewegende Geschichte der Alpen-Region. (Klappentext)

Dieses Buch versetzt den Leser nach Südtirol zur Zeit nach dem ersten Weltkrieg. Der Schreibstil ist gut lesbar, verständlich und leicht. Ich tauchte sehr schnell in die Handlung ein. Die verschiedenen Charaktere, ob sympathisch oder nicht, sind sehr gut beschrieben und auch real vorstellbar. Allen voran Franziska. Ich schloss sie sehr schnell in mein Herz und ich war auch an ihrer Seite und erlebte vieles hautnah mit. Die Handlung ist sehr gut in die Zeit gesetzt und auch nachvollziehbar. Alles klingt sehr authentisch und gut recherchiert. Die Spannung ist von Anfang an gegeben und die Seiten flogen nur so dahin. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die verschiedenen Emotionen kamen gut und spürbar an. Manchmal hat mich das Buch auch ein wenig nachdenklich gemacht. Ein sehr schönes Buch und ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

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Veröffentlicht am 25.03.2022

Historisch und politisch spannend

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1925 in Südtirol: Franziska hat sich darauf vorbereitet, Lehrerin zu werden, bekommt jedoch plötzlich die Nachricht, dass sie nicht auf Deutsch unterrichten darf. Italienisch spricht sie nicht. Kurz entschlossen ...

1925 in Südtirol: Franziska hat sich darauf vorbereitet, Lehrerin zu werden, bekommt jedoch plötzlich die Nachricht, dass sie nicht auf Deutsch unterrichten darf. Italienisch spricht sie nicht. Kurz entschlossen gründet sie heimlich ihre eigene Schule. Gleichzeitig hilft sie auf dem Hof ihrer Familie. Der Knecht Wilhelm ist ebenfalls politisch engagiert, wie sie im Laufe des Buches herausfindet.

Besonders gefallen haben mir die Beschreibungen des historischen und politischen Hintergrundes. Sei es der sprachliche Konflikt zwischen Deutsch und Italienisch, die beginnende Ausgrenzung der Juden, die politische Haltung von Franziskas Familie, die sich auch auf ihr Geschäft auswirkt … diese Themen sind sehr gut dargestellt und haben die Kulisse geprägt. Es fühlte sich an, als ob man direkt in Ort und Zeit eintaucht. Nur die Schule ging für meinen Geschmack etwas unter. Hier hätte die Autorin noch mehr draus machen können.

Franziska und Wilhelm haben mir als Charaktere ebenfalls gefallen, auch wenn sie manchmal etwas blass wirkten und mir die Tiefe fehlte. Dennoch fand ich die Gedanken der beiden nachvollziehbar. Vor allem wie Franziska ihr Leben in die Hand nimmt, sich auch in die Finanzen der Familie einbringt und ihre eigenen Ideen für den Hof umsetzt, hat mir sehr gut gefallen. Die Beziehung zwischen den beiden lief seicht am Rande der Haupthandlung.

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Veröffentlicht am 24.03.2022

Das Land von dem wir träumen

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Der etwas andere Roman indem es auch um die politischen Verhältnisse nach dem Ersten Weltkrieg ins Südtirol geht, wovon ich bis jetzt nur wenig gelesen habe. In dieser Zeit lebt Franzsika eine Lehrerin ...

Der etwas andere Roman indem es auch um die politischen Verhältnisse nach dem Ersten Weltkrieg ins Südtirol geht, wovon ich bis jetzt nur wenig gelesen habe. In dieser Zeit lebt Franzsika eine Lehrerin der es versagt ist als Lehrerin dort zu arbeiten, geschweige denn den Unterrecht in deutsch abzuhalten. Sogar ihr Vater sympathisiert mit der neuen itälianischen Regierung und ändert seinen Namen sogar von Bruggmoser in Ponte. Franziska kommt die Idee die Kinder des Dorfes heimlich in deutsch zu unterrichten, was sehr gefährlich ist. Das bringt ihr sogar einen Haftaufenthalt ein. Auch auf dem Hof der Eltern läuft es nicht rund, denn der Bruder Franziskas, Leopold der den Hof erben soll, ist ein Säufer.
Fazit
Es ist der erste Teil einer Familien-Saga geprägt von der politischen Lage Südtirols, wo sich alle der neuen Regierung anpassen müssen. Interessante Einblicke wie die Menschen damals mit den neuen Gesetzen und der neuen italianischen Zugehörigkeiten zurechtkommen mußten.
In dieser Epoche ist die aufmüpfige Franziksa mittendrin, die sich gegen die Gesetze stellt durch das verbotene Unterrichten in deutsch. Aber auch die Liebe kommt hier nicht zu kurz und Franziska gibt ihre Einstellung zu allem niemals auf.

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Veröffentlicht am 22.03.2022

Scuola Romana

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"Manchmal genügte eine Kleinigkeit, und das Leben zerbrach in tausend Scherben." Mit diesem tiefsinnigen Satz versetzt die Autorin ihre LeserInnen in die Zeit nach dem ersten Weltkrieg. Südtirol wird italienisch ...

"Manchmal genügte eine Kleinigkeit, und das Leben zerbrach in tausend Scherben." Mit diesem tiefsinnigen Satz versetzt die Autorin ihre LeserInnen in die Zeit nach dem ersten Weltkrieg. Südtirol wird italienisch und die bislang geltende deutsche Sprache wird verachtet. Wer deutsch spricht, wird bestraft. Anhand der jungen Franziska, zeigt die Autorin den Kampfgeist der Südtiroler. Egal ob in der großen weiten Welt oder zuhause in einem kleinen Dorf in Südtirol, überall stehen die Probleme im Vordergrund. Mir gefällt die Entwicklung der jungen Franziska sehr gut, so dass ich mich schon auf die Fortsetzung freue.

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