Band 2
Touch of Ruin, der zweite Teil der
Hades-und-Persephone-Tragödie, beeindruckt durch eine
deutlich emotionalere und tiefgangigere Handlung als sein
Vorganger. Scarlett St. Clair wagt sich in diesem Band ...
Touch of Ruin, der zweite Teil der
Hades-und-Persephone-Tragödie, beeindruckt durch eine
deutlich emotionalere und tiefgangigere Handlung als sein
Vorganger. Scarlett St. Clair wagt sich in diesem Band an
Themen, die über dle Liebesgeschichte zwischen Hades
und Persephone hinausgehen, und verleiht der Geschichte
dadurch mehr Vielschichtigkeit und Reife.
Ein Highlight ist zweifellos die Entwicklung von Persephone
als Charakter. Ihr personliches Wachstum, ihre individuellen
Interessen und die Konflikte, mit denen sie sich konfrontiert
sieht, machen sie greifbarer und authentischer. Es ist
spannend zu sehen, wie sie sich von der Rolle der
Abhängigen hin zu einer eigenständigen, starken
Protagonistin entwickelt. Dieses Element hat mir besonders
gut gefallen und verleiht dem Buch eine neue Dimension.
Ein weniger gelungener Aspekt war der Miscommunication
Trope, der hier zum Einsatz kommt. Diese Art von Konflikt
wirkte teilweise unnotig und hätte durch klarere
Kommunikation zwischen den Charakteren umgangen
werden können. Es fühlte sich manchmal so an, als ware
dieses Element eingeführt worden, um Drama zu erzeugen,
das eigentlich nicht nötig gewesen wäre.
Interessant war die zunehmende Erweiterung der
mythologischen Welt. Neben den bereits bekannten
Gottheiten Hermes und Hecate, die beide weiterhin für
einige der besten Szenen sorgen - vor allem Hecate ist ein
absoluter Favorit von mir - wurde Apollo eingefuhrt. Seine
Rolle als "Bosewicht" brachte eine gewisse Leichtigkeit und
Humor in die ansonsten oft ernste Handlung.
Wie im ersten Band erleben wir die Geschichte
ausschließlich aus Persephones Perspektive. Obwohl dies
tiefere Einblicke in ihre Gefühle und Gedanken ermöglicht,
wurde ich mir wunschen, auch Hades' Sichtweise direkt
mitzuerleben. Zum Glück gibt es Berichte über eine Reihe,
die alle Teile aus seiner Perspektive erzahlt - das ware eine
wunderbare Ergänzung und Erweiterung der Geschichte.
Fazit: Touch of Ruin ist eine gelungene Fortsetzung, die
durch tiefere Charakterentwicklung und mythologische
Erweiterung überzeugt. Kleinere Schwächen wie der
Miscommunication Trope werden durch die starken
emotionalen Momente und Persephones Entwicklung
wettgemacht. Ein Muss für Fans der Relhe und der
griechischen Mythologie!