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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.01.2026

Starke Kulisse, verhaltene Gefühle

Dark Venice. Deep Water (Dark Venice 1)
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Mit dem Auftakt dieser Dilogie entführt Antonia Wesseling in "Dark Venice - Deep Water" ihre Leser:innen in die düsteren Gassen Venedigs, wo Geheimnisse, moralische Grauzonen und eine intensive Anziehungskraft ...

Mit dem Auftakt dieser Dilogie entführt Antonia Wesseling in "Dark Venice - Deep Water" ihre Leser:innen in die düsteren Gassen Venedigs, wo Geheimnisse, moralische Grauzonen und eine intensive Anziehungskraft zwischen Merle und Matteo aufeinandertreffen. Im Mittelpunkt steht also eine Protagonistin, die sich plötzlich in einem ziemlich verzwickten Netz aus dunklen Wahrheiten wiederfindet, während der mürrische WG-Mitbewohner ihr das Leben nicht leicht machen will.

Der Schreibstil von Antonia ist dabei, wie ich es aus ihren anderen Büchern gewohnt bin, sehr bildhaft. Venedig wird nicht als klassische Postkartenkulisse dargestellt, sondern zeigt sich von einer geheimnisvollen, teils bedrückenden Seite, wenngleich man ein bisschen wenig von der Stadt mitbekommt, da die Settings doch oftmals Indoor sind. Das Buch liest sich insgesamt gesehen flüssig und modern, auch wenn die Dialoge stellenweise etwas konstruiert und nicht immer ganz natürlich auf mich wirkten.

Die Geschichte selbst setzt stark auf Spannung, emotionale Intensität und eine dunkle Dynamik zwischen den Figuren. Für meinen Geschmack wurde dieses „Dark“-Element jedoch teilweise zu sehr betont, ohne dass alle Handlungen vollständig nachvollziehbar ausgearbeitet waren. Das Familiengeheimnis war dann doch teilweise ein bisschen im Hintergrund. Einige Entscheidungen der Protagonistin konnte ich zwar verstehen, aber die Gefühle zwischen ihr und Matteo konnte ich nicht immer spüren. Ich hab den Wandel zwischen der Abweisung zur Romantik nicht wirklich nachvollziehen können, weswegen mir das Hineinversetzen etwas schwer fiel.

Was der erste Band der "Dark Venice"-Reihe dennoch schafft, ist Neugier. Trotz meiner Kritikpunkte hat das Buch einen Sog entwickelt, der vor allem durch die vielen offenen Fragen entsteht. Man merkt deutlich, dass es sich um einen Reihenauftakt handelt, der mehr andeutet, als er letztlich auflöst, man kann also direkt mit dem 2. Band weitermachen!

Insgesamt ist "Dark Venice - Deep Water" ein solider Auftakt mit starker und ungewöhnlicher Kulisse und intensiv düsterer Grundstimmung, der mich gut unterhalten, aber nicht vollkommen überzeugt hat. Für Fans des Genres, des Enemies-to-Lovers-Tropes und von Antonia Wesseling, ist das Buch definitiv einen Blick wert, auch wenn für mich persönlich noch etwas mehr Tiefe gefehlt hat, um restlos zu begeistern. Von mir gibt es also 3,5 Sterne 🌟

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Veröffentlicht am 08.08.2024

Herrlicher Wohlfühlroman à la Lilly Lucas

This could be love
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Der Tennisstar Louisa landet nach einem Karriere-Rückschlag bei ihrer Tante auf Hawaii und sieht sich direkt dem in den Tag hinein lebenden Surfer Vince gegenüber. Nun muss sie Training und Privatleben ...

Der Tennisstar Louisa landet nach einem Karriere-Rückschlag bei ihrer Tante auf Hawaii und sieht sich direkt dem in den Tag hinein lebenden Surfer Vince gegenüber. Nun muss sie Training und Privatleben unter einen Hut bringen, was sich doch als schwieriger als gedacht herausstellt.

Der Schreibstil von Lilly Lucas ist - wie man es von ihr bereits gewohnt ist - auch in ihrem neuen Reihenauftakt super angenehm und schnell zu lesen. Der Wortlaut ist herrlich realistisch und die Dialoge erscheinen so, als wären sie direkt aus dem Alltag gegriffen. Man fühl sich beim Lesen so, als wäre man auf Hawaii und würde mit Louisa und Vince beim Lagerfeuer auf der Terrasse sitzen und die kühle Meeresbrise genießen.

Die Story bringt die perfekte Mischung aus Leichtigkeit und Tiefgang mit sich, während man bei dieser traumhaften Kulisse einfach nur ins Schwärmen kommen kann (natürlich auf für Vince). Ich konnte die Entscheidungen der beiden Protagonisten durchwegs nachvollziehen und habe mit ihnen mitgefühlt, insbesondere gegen Ende des Buches. Vor allem Louisas Zwiespalt zwischen Karriere und Privatleben habe ich absolut verstehen können, während mir das gesamte Profitennis-Thema, obwohl ich kein riesiger Fan des Sports bin, echt gut gefallen hat. Während ich zwischenzeitlich nicht gewusst habe, wohin mich die Geschichte des Buches führen wird, weil einiges recht aussichtslos erschienen ist, hat sich schlussendlich doch alles gefügt und das Happy End der beiden war überaus schön und dennoch realistisch. Lediglich ein paar mehr Seiten hätte ich mir am Schluss gewünscht, um das Glück von Louisa und Vince ausführlicher beschrieben zu lesen.

Meiner Meinung nach hat es die Autorin wieder absolut geschafft, einen Wohlfühlort zu erschaffen, an den ich liebend gerne wiederkehren möchte. Ich freue mich schon darauf, die Geschichten der Charaktere zu lesen, die wir teils bereits kennengelernt haben.

Wer einen angenehmen und gleichzeitig einnehmenden Beach Read sucht, wird hier definitiv fündig. Das Buch hat die 5 Sterne absolut verdient und gesellt sich somit zu der Reihe der perfekten Wohlfühlromane à la Lilly Lucas.

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Veröffentlicht am 10.05.2024

Wohlfühlbuch mit Humor und Tiefe zugleich!

Zeilenflüstern (Sweet Lemon Agency, Band 1)
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Geradeheraus, ohne viel zu quasseln: Das Buch war einfach wundervoll! Die Geschichte von Klara und Noel hat mich in ihren Bann gezogen und bezaubert. Auf eine authentische und realistische Art und Weise, ...

Geradeheraus, ohne viel zu quasseln: Das Buch war einfach wundervoll! Die Geschichte von Klara und Noel hat mich in ihren Bann gezogen und bezaubert. Auf eine authentische und realistische Art und Weise, wie es nur echt guten New-Adult Romanen vorbehalten ist. Die Gefühle der Beiden waren durchgehend greifbar und deren Anziehung spannungsgeladen, während dennoch die gesamte Beziehung insbesondere gegen Ende des Buches so herrlich gesund und erwachsen verlief. Auch wenn ich nicht immer eins zu eins dieselben Entscheidungen wie die Protagonisten getroffen hätte, waren diese trotzdem voll und ganz authentisch und zu den Charakteren passend.

Die grundsätzliche Thematik rund um das Sprechen von Hörbüchern ist mal etwas Neues, was man so noch nie gelesen hat. Als großer Hörbuch-Fan kann ich die Protagonistin Klara hinsichtlich einigen Dingen absolut verstehen. Eine schöne Stimme kann es einem echt antun! Das Konzept der Kapitelüberschriften, die dann auch im Text vorkommen, hat mir persönlich sehr gut gefallen und das Buch hinsichtlich eines weiteren Aspektes außergewöhnlich gemacht. Und natürlich kommt Kyras Humor auch in diesem Buch nicht zu kurz.

Hervorheben möchte ich außerdem, dass in dieser Geschichte die Lebensrealität einer Koda auf wundervolle und einfühlsame Weise beleuchtet und dieser Thematik Raum gegeben wird. Diese Einblicke haben mir besonders gut gefallen und sensibilisieren auf unaufdringliche Art für das Thema Gehörlosigkeit. Da ich momentan selbst Gebärdensprache erlerne, hat mir sehr gut gefallen, dass sie in dieser Geschichte eine Rolle spielt.

Ich kann meine positiven Gefühle für diese Geschichte schlichtweg nicht gänzlich in Worte fassen und empfehle daher, dem Buch eine Chance zu geben, um mit Klara und Noel auf eine gefühlvolle Reise zueinander, aber auch zu sich selbst zu gehen. Ich freue mich dermaßen auf die restlichen Bände der Reihe und kann es kaum erwarten, weiterzulesen.

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Veröffentlicht am 10.03.2024

Perfekte Kombination von Witz und Tiefgang!

Infinity Falling - Change My Mind
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Die beiden Artist-Manager Ruben und Holly kommen sich berufsbedingt immer näher, dabei können sie sich eigentlich so gar nicht ausstehen. Dennoch sprühen die Funken zwischen ihnen, als die beiden Konkurrenten ...

Die beiden Artist-Manager Ruben und Holly kommen sich berufsbedingt immer näher, dabei können sie sich eigentlich so gar nicht ausstehen. Dennoch sprühen die Funken zwischen ihnen, als die beiden Konkurrenten immer öfter aneinandergeraten. Leider stehen ihrer Liebe einige unausgesprochene Dinge im Weg. Können sie trotzdem zueinanderfinden?

Gleich mal vorweg: Ich habe dieses Buch geliebt! Es vereint einen einzigartigen, schlagfertigen Humor mit wahnsinnigem Tiefgang und sensiblen Themen, sodass die perfekte Mischung entsteht.
Die impulsive und emotionsgeladene Geschichte der beiden Protagonisten war auf die beste Weise witzig und berührend zugleich. Nicht selten musste ich schmunzeln, weil die beiden sich in die Haare gekriegt haben, während die Leidenschaft fast greifbar war.

Das gesamte Buch spielt mit Vorurteilen und Stereotypen und baut sie Schritt für Schritt ab, was meiner Meinung nach genial ist. Es bietet den perfekten Raum und Rahmen für diese Thematik. Hervorzuheben ist auch, dass Sarah hier aktiv gegen die Misskonzeption arbeitet, dass manche Dinge ausschließlich "Frauenthemen" sind. Die Autorin geht so sensibel vor und schreibt am Zahn der Zeit, was das Buch aktueller denn je macht. Gleichzeitig muss man Spice nicht missen und kann sich über einige hitzige Situation freuen.

Schön ist auch, dass das Pärchen aus Band 1 weiterhin eine Rolle spielt und man somit einiges aus deren Leben mitbekommt. Auch gefallen hat mir, dass man wieder an das Filmset zurückkehrt und einen noch tieferen Einblick in die Machenschaften von Hollywood werfen kann. Ich würde demnach empfehlen, die Bücher der Reihe nach zu lesen, wobei es sich trotzdem um in sich abgeschlossene Liebesgeschichten handelt.

Das Buch verdient definitiv 5 Sterne! Das liegt an den bezaubernden Protagonisten, zu denen man unweigerlich eine Verbindung aufbaut, an den spannungsgeladenen und witzigen Wortwechseln der beiden und an der packenden Storyline. Und nicht zuletzt am Schreibstil. Und natürlich auch an den wunderschönen Illustrationen im Buch. Ach, an einfach allem.

Fazit: Noch besser als Band 1 der Infinity-Reihe und für alle, die Fans von Humor, Tiefgang und Leidenschaft in all ihren Arten sind. Ihr werdet die Geschichte von Holly und Ruben lieben.

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Veröffentlicht am 27.11.2023

Leider der schwächste Band der Light-in-the-Dark Reihe

Was wir uns versprechen (Light in the Dark 3)
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Alicia befindet sich in einer toxischen Beziehung mit ihrem Freund Timon, während sie bereits seit längerer Zeit versucht, sich aus dieser zu lösen. Als sie dann ihren Kindheitsfreund Julian wiedertrifft, ...

Alicia befindet sich in einer toxischen Beziehung mit ihrem Freund Timon, während sie bereits seit längerer Zeit versucht, sich aus dieser zu lösen. Als sie dann ihren Kindheitsfreund Julian wiedertrifft, geben sich die beiden ein Versprechen, welches einiges verändern wird.

Nachdem ich die beiden vorigen Bände dieser Reihe, in der schwierige und emotional aufwühlende Themen behandelt werden, sehr gerne gelesen habe, waren meine Erwartungen an dieses Buch recht hoch. Leider konnten sie diesmal jedoch nicht gänzlich erfüllt werden. Bevor ich zu den Kritikpunkten komme, möchte ich zuvor einige positive Aspekte hervorheben, die das Buch nichtsdestoweniger zu einem Lesevergnügen gemacht haben.

Der Schreibstil der Autorin war, wie bereits von den vorhergehenden Bänden gewohnt, einnehmend und überaus authentisch. Das Setting hat mir ebenfalls gut gefallen, da man sich direkt wie Zuhause gefühlt hat. Auch die Charaktere sind gut herausgearbeitet und in ihren eigensinnigen und menschlichen Handlungen dennoch nachvollziehbar. Insbesondere in Julian und seine Herausforderungen, mit denen er zu kämpfen hat, konnte ich mich gut hineinversetzen.

Meine Kritikpunkte betreffen hingegen die Tatsache, dass Julians Leben im Laufe der Geschichte in den Hintergrund rückt. Während der Fokus klar auf der Protagonistin liegt, hätte ich mir gewünscht, dass sein Leben eine zumindest etwas größere Rolle spielt und seine Gefühle und Bedürfnisse mehr beachtet werden. Es hat sich ein bisschen so angefühlt, als würde sich Julian zu viel von Alicia gefallen lassen und nach ihrer Pfeife tanzen.

Zudem haben sich die Ereignisse gegen Ende hin gehäuft, während jedoch keines davon vollständig auserzählt wurde und genug Raum in der Geschichte bekommen hat. So hat man am Ende des Buches den Eindruck, dass nicht alles geklärt wurde, da unter anderem wichtige Aspekte einfach nicht mehr behandelt wurden. Der recht turbulente Schluss ist demnach einfach etwas zu viel.

Nichtsdestoweniger war das Buch ein schöner Abschluss dieser Reihe, wenngleich es meiner Meinung nach der schwächste Band ist. Ich würde diese Reihe, welche sensible Themen auf eindrückliche Weise behandelt und Verständnis für diese schafft, aber auf jeden Fall empfehlen. „Was wir uns versprechen“ bekommt von mir 4 Sterne.

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