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Veröffentlicht am 13.04.2021

Ein wunderschönes Buch, das mich nach den ersten 150 Seiten so richtig packen konnte

Meeresglühen (Romantasy-Trilogie, Bd. 1)
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Ein wunderschönes Buch, das mich nach den ersten 150 Seiten so richtig packen konnte. Die Autorin hat eine besondere und fantastische Welt hier erschaffen, die mich begeistert hat. Auch die Protagonisten ...

Ein wunderschönes Buch, das mich nach den ersten 150 Seiten so richtig packen konnte. Die Autorin hat eine besondere und fantastische Welt hier erschaffen, die mich begeistert hat. Auch die Protagonisten haben mein Herz für sich eingenommen.

Die Geschichte startete schon direkt mit einem Kennenlernen von Schauplatz und der Protagonistin Ella. Cornwall fasziniert mich einfach immer wieder. Das raue Meer, das stürmische Wetter und malerische Dörfchen habe ich regelrecht vor mir gesehen und mich schon direkt pudelwohl gefühlt. Die ersten 150 Seiten waren ein langsames Herantasten voller Fragen und Geheimnisse.

Ella war eine starke Protagonistin, mit der ich mich super identifizieren konnte. Sie hat definitiv ein Helfersyndrom, was schon mit ihrem riskanten Rettungseinsatz während einer Sturmflut gezeigt wurde. Neben ihrer starken Seite konnte Ella aber auch Gefühle und Trauer zeigen, hat sich selbst aber nicht darin verloren. Ich fand sie unglaublich bewundernswert, wie sie mit ganz neuen Situationen souverän umgegangen ist.
Aris war wirklich lange Zeit ein sehr mysteriöser und dadurch spannender Charakter. Seine Rettung aus dem Meer hat zig Fragen aufgeworfen, deren Antworten alles andere als leicht zu erraten oder einfach waren. Ich habe unzählige Theorien aufgestellt, was es mit ihm auf sich haben könnte und kam schlussendlich doch nicht auf die richtige Lösung. Er ist ein wundervoller Protagonist, dank seiner herzlichen, offenen und einfach netten Art ein Goodboy, wie ich es gerne lese. Ich habe mich vollkommen in ihn verliebt.

Ella und Aris zusammen haben ein perfektes Team gebildet. Die Liebesgeschichte liess sich schon ganz am Anfang ganz deutlich erahnen und hat mich auch schon von Beginn an gepackt. Da war Spannung, Anziehung und ganz viel Verbotenes zwischen den beiden, was einfach eine grossartige Mischung ergeben hat.
Ein ganz besonderer Nebencharakter hat es mir auch angetan. Als Dreierteam haben die Protagonisten toll zusammengearbeitet und sich gemeinsam einer gefährlichen Mission gestellt. Mehr kann ich leider nicht verraten, weil ich auf keinen Fall die überraschenden Wendungen spoilern möchte.

Die Handlung hat sich nach 150 Seiten komplett gewandelt. Bis dahin blieb die Spannung noch relativ flach und es ist nicht ganz so viel passiert. Danach allerdings war ich regelrecht gefesselt von den ganzen überraschenden Wendungen der Geschichte. Diese neue Richtung habe ich geliebt! Ich wollte unbedingt mehr über die Welt und deren Bewohner erfahren, genau wie die vielen Fragen endlich klären. Die Handlung hat sich gegen Ende richtig gesteigert und ich konnte mich kaum von den Seiten lösen. Besonders auch dank Annas lebendigem und lockerem Schreibstil war das Leseerlebnis wunderschön und einzigartig.

Das Buch hat von mir tolle 4.5 Sterne verdient, weil nach einem normalen Einstieg sich die Geschichte immer weiter steigern konnte. Die einzigartige Welt war faszinierend und wurde fantastisch beschrieben. Besonders das Ende war sehr gemein und ich kann die Fortsetzungen kaum erwarten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.04.2021

Starke Protagonisten als unschlagbares Team

Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt
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Ein Brittainy C. Cherry Buch, das wieder unglaublich gut und emotional geschrieben war. Dennoch wird es nicht mein liebstes, weil das Thema mich nicht komplett einnehmen konnte. Es war kein aussergewöhnliches ...

Ein Brittainy C. Cherry Buch, das wieder unglaublich gut und emotional geschrieben war. Dennoch wird es nicht mein liebstes, weil das Thema mich nicht komplett einnehmen konnte. Es war kein aussergewöhnliches Highlight und dennoch ein faszinierendes Leseerlebnis.

Der Schreibstil von Brittainy C. Cherry ist einfach wunderschön. Man fliegt regelrecht durch die Seiten, weil es eine lockere Geschichte ist, die dennoch schwierige Themen behandelt. Ich geniesse es immer wieder, in ihre Bücher einzutauchen und neue Protagonisten kennenzulernen. Ebenfalls hat sie ein Talent für die emotionale Umsetzung. Es gab noch kein Buch von ihr, das mich nicht zum Weinen gebracht hat. Auch hier gab es ganz besonders eine Szene, die sehr traurig war.

Die Protagonisten sind sehr verschieden und geprägt von Vorurteilen gegenüber dem anderen. Dass und wie sie trotzdem zueinander gefunden haben, war ein schöner Weg, der mich fasziniert hat. Grace kommt zurück in ihre Heimatstadt nach der Trennung von ihrem Mann. Sie liebt ihn noch immer und hat grosse Probleme mit dieser Trennung. Für sie heisst es, diesen Verlust zu überwinden und mit ihm abzuschliessen. Was ich besonders gerne an ihrem Charakter mochte, war der unglaubliche Wille dieser Frau. Ich hätte sie nicht so eingeschätzt, doch sie konnte sich gegen ihre konservative und wirklich gemeine Mutter und gegen den gesamten Druck der Gemeinde durchsetzen. Sie wusste, für war sie steht und was ihr im Leben wirklich wichtig ist. Ebenfalls hat sie gekämpft wie eine Löwin und ist eine starke, bewundernswerte Frau.

Jackson war da schon etwas ein typischer Protagonist eines BCC Buches. Er ist ein gebrochener Mann, der durch negative Erfahrungen in seiner Kindheit und Gegenwart zu einem verschlossenen Menschen geworden ist. Er gibt sich kalt, gefühllos und schläft mit jeder Frau, die ihm begegnet. Erst als er auf Grace trifft, verändert sich seine Sicht auf die Welt. Sie ist sein Anker und gleichzeitig helfen sich beide gegenseitig, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Jackson ist mir ebenfalls sehr ans Herz gewachsen. Er hat eine tolle Seite an sich, die ihn unglaublich sympathisch macht. Gemeinsam waren beide auch ein tolles Team und die Liebesgeschichte wirklich faszinierend und einnehmend.

Die Themen, die in diesem Buch angesprochen wurden, waren ganz verschieden. Ohne zu viel verraten zu wollen, waren Tod und Verlust wieder ein Teil davon. Zudem gab es auch noch eine andere Thematik, zu der ich zuvor allerdings bereits gespoilert worden war. Weil ich dies anderen ersparen möchte, sage ich nichts dazu. Was ich aber sagen kann, ist, dass ich einfach mehr davon erwartet hätte. Ich habe mich darauf gefreut und war schlussendlich etwas enttäuscht, weil es nur ein sehr kleiner Teil der Geschichte ausgemacht hat.

Abschliessend sieht mein Fazit positiv aus. 4.5 Sterne für eine wunderschöne und unterhaltsame Geschichte, die es für mich aber nicht zum Highlight geschafft hat. Dazu hätte etwas Spannung und mehr Einzigartigkeit gefehlt. Dennoch empfehle ich dieses Buch allen New Adult Lesern, die gerne emotionale Geschichten mit starken Protagonisten lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2021

Eine nicht mehr so ganz überzeugende Fortsetzung

Shadowscent - Die Krone des Lichts
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Ein schöner Reihenabschluss, der mich aber leider am Ende wirklich enttäuscht hat. Sehr komplexe und komplizierte Fantasygeschichte, die es dem Leser nicht einfach gemacht hat. Dennoch gab es auch sehr ...

Ein schöner Reihenabschluss, der mich aber leider am Ende wirklich enttäuscht hat. Sehr komplexe und komplizierte Fantasygeschichte, die es dem Leser nicht einfach gemacht hat. Dennoch gab es auch sehr unterhaltsame Stellen, die mich fesseln konnten.

Leider, leider war Band eins schon über ein Jahr her, sodass ich mich nur schwer an den Inhalt, die Personen und das Ende von Band eins erinnern konnte. Ich hatte die grosse Hoffnung, dass meine Erinnerung während des Lesens zurückkommen wird. Diese wurden leider nicht so ganz erfüllt. Natürlich sind immer mehr Momente angeschnitten worden, die ich danach wieder im Kopf hatte, allerdings wurde es mir als Leser zu Beginn wirklich schwer gemacht. Ich hätte mir so gerne nochmal eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse gewünscht, die den Einstieg einfach erleichtert hätten.

Für diese Vergesslichkeit kann die Autorin aber nichts, weswegen dies auch nicht der ultimative Kritikpunkt war. In Kombination mit dieser wirklich komplexen Fantasywelt war das alles aber wirklich sehr viel. Es ist eine sehr eindrückliche Welt mit ihren eigenen Regeln. Was ich wahnsinnig toll fand, war die Karte. Ich habe mir in Band eins sehnlichst eine Karte der Welt gewünscht und war positiv überrascht, dass dieser Wunsch erfüllt wurde. Sie war wundervoll gestaltet und hat es mir leicht gemacht, den Wegen der Protagonisten folgen zu können.

Die Protagnisten mochte ich grösstenteils ganz gerne, haben durch einige sehr unsinnige Aktionen aber an Sympathie verloren. Rakel war eine Protagonistin, die sehr echt und real war. Ihre Trauer, Skepsis und ihr Mut habe ich ihr abgekauft und mochte ich sehr gerne. Sie hat echte Gefühle gezeigt, die durchaus nachvollziehbar war.
Auch Ash mochte ich gerne, ich konnte mich aber nicht mehr so ganz an seine und Rakels Verbindung erinnern, was vermutlich dazu geführt hat, dass ich die Liebe zwischen den beiden nicht zu 100% fühlen konnte. Es hat mich eher kalt gelassen, was sehr schade war. Gerade Ash hat sich aber durch eine gewisse Situation ins Aus geschossen. Ich konnte nur den Kopf über so viel Dummheit schütteln und frage mich noch immer, wie Rakel ihm dies einfach so verzeihen konnte.
Bei einer gewissen Person nämlich Luz war ich mir nie so recht sicher, wer das ist und was er oder sie möchte. Ich war so verwirrt, dass ich nicht mal wusste, ob dies ein Mann oder eine Frau war. Als Protagonist war ich unglaublich genervt, weil ich die Handlungsweise nicht nachvollziehen konnte.

Die Handlung hat sich leider zwischendurch sehr gezogen. Es gab ein paar sehr spannende Szenen, die ich gerne verfolgt habe, doch insgesamt war es viel Gerede darum herum und wenig eigentliche Handlung. Dies war eher langweilig aber nicht so nervig, dass ich darüber nachgedacht habe, das Buch abzubrechen.

Was für mich mein Hauptkritikpunkt war, war das Ende bzw. die finale Schlacht gegen die Bösen. Ich kann es gar nicht leiden, wenn viel Drama aufgebaut wird und dann schliesslich alles viel zu leicht zu Ende geht. Dies war hier leider so. Es war so schnell und unspektakulär vorbei, dass ich ganz enttäuscht zurückgelassen wurde. Es gab Personen, die einfach so gestorben sind und eigentlich epische Opferungen, die keinerlei Konsequenz mit sich brachten. Besser gesagt wurden diese Konsequenzen einfach nicht erklärt, sodass für mich einige Fragezeichen offengeblieben sind.

Eine insgesamt enttäuschendes Finale, von dem ich einfach mehr erwartet hätte. Dennoch hat mich die Reihe gut unterhalten. Mittelmässige 3 Sterne besonders wegen der letzten Seiten, die mich einfach enttäuscht haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2021

Die Londoner Schattenjäger begeistern einfach

Clockwork Prince
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Eine schöne Fortsetzung, die mich allerdings wieder nicht zu 100% packen konnte. Es war spannend und teilweise sehr überraschend. Ganz besonders noch immer wegen des fantastischen Schauplatzes, der der ...

Eine schöne Fortsetzung, die mich allerdings wieder nicht zu 100% packen konnte. Es war spannend und teilweise sehr überraschend. Ganz besonders noch immer wegen des fantastischen Schauplatzes, der der ganzen Reihe eine unglaublich schöne Atmosphäre verleiht.
Ich liebe einfach die Protagonisten bzw. die grosse und bunt gemischte Schattenjägerfamilie des Londoner Instituts. Sei es die Leiterin Charlotte, die sich gegen sexistische Angriffe von Männern gegenüber ihrer Position als Frau vehement wehrt, das mutige Dienstmädchen Sophie oder die Lightwood Brüder, hinter denen noch so viel mehr steckt als zuerst vermutet. Ganz speziell ist die Liebesgeschichte, die ausnahmsweise eine sehr gute Dreiecksbeziehung beinhaltet. Man spürt die Emotionen als Leser hautnah und ist zerrissen zwischen dem herzensguten Jem und dem tiefgründigen Will. Ich selbst bin nicht zu 100% überzeugt vom einen oder anderen und kann mich gar nicht entscheiden, auf welche Seite ich mich schlagen möchte. Beide Protagonisten sind wundervoll und passen perfekt zu Tessa. Ein wirklich schwieriger Konflikt, von dem ich zum Glück weiss, wie er ausgehen wird, weil ich die Bücher bereits gelesen habe und dies ein Reread ist.

Die Handlung gefällt mir ebenfalls sehr gut. Sie hat einen roten Faden, ein Ziel, auf das die ganze Trilogie zusteuert, die dem ganzen eine Richtung gibt. Für mich ist dies sehr angenehm zu lesen, weil die Handlung nicht planlos vor sich hin plätschert und zu keinem Schluss kommt. Ebenfalls gab es ganz viele überraschende Momente, mit denen man niemals gerechnet hätte und die viel Spannung mit sich brachten. Diese Momente habe ich teilweise komplett vergessen und wurde deshalb schockiert. Es gab eine Steigerung innerhalb des Buches und ich kann sagen, dass mir die Geschichte an sich deshalb noch besser gefallen hat als Band eins.

Verbunden mit dem tollen Setting konnte mich die Schattenjägerwelt wieder begeistern. Das System ist komplex aber nicht kompliziert, gleichzeitig aber so ausgedehnt, dass man eine tolle Urbanfantasywelt hat, die viel Fantasy mit sich bringt. Neben dem Kampf gegen Mortmain und seine Klockwerk Armee wurden auch andere Themen thematisiert, die im 19. Jahrhundert einfach anders waren. So der Kampf von Charlotte gegen die männlich dominierte Welt und die Verteidigung ihrer Position. Auch war es einfach anders, weil Gebräuche und Sitten damals viel steifer und höflicher waren als heute. Dies wirkte teilweise befremdlich, passt aber zum historischen Setting.

Insgesamt erhält das Buch von mit tolle 4.5 Sterne, weil es noch ein bisschen besser als Band eins war und mich aber dennoch nicht vollkommen packen konnte. An dieser Stelle aber nochmal der Hinweis, dass ich die Bücher bereits vor zwei Jahren gelesen habe und sich deshalb diese Meinung etwas verändert hat. Es war beim ersten Mal vermutlich nochmal spannender als jetzt.

  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 30.03.2021

Unglaublich emotional und wunderschön

Between Your Words
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Eine wunderschöne Geschichte, die mich zu Tränen gerührt hat. Dieses Buch war einfach wunderschön und für sich perfekt. Ich habe es geliebt und konnte gestern nicht mehr aufhören zu lesen. Für mich ist ...

Eine wunderschöne Geschichte, die mich zu Tränen gerührt hat. Dieses Buch war einfach wunderschön und für sich perfekt. Ich habe es geliebt und konnte gestern nicht mehr aufhören zu lesen. Für mich ist dies ganz klar ein 5 Sterne Buch und wird in die Kategorie Highlight eingeordnet. Es ist zudem das beste Emma Scott Buch, das ich bisher gelesen habe.

Die ersten 150 Seiten waren einfach schon so unglaublich emotional, dass ich die meiste Zeit nur weinen konnte. Liegt vielleicht auch daran, dass ich traurige Musik nebenbei gehört habe, doch mir ist die Geschichte von Thea unglaublich nahe gegangen. Die Vorstellung, das gleich zu erleben, machte mich wirklich fertig.

Thea weiss nichts von ihrem Schicksal und ist ein solch fröhlicher Mensch, dass ich sie nur bewundern kann. Sie ist eine ganz spezielle Frau. Ihre Fröhlichkeit und Positivität hat man selbst in den dunkelsten Momenten noch hindurchscheinen sehen. Ihre Geschichte ist so schrecklich und traurig, dass ich mir kaum ausmalen wollte, wie es wäre, genau in einer solchen Situation zu stecken.
Auch Jim hat sich einen Platz in meinem Herz gestohlen. Das Stottern macht ihn nur noch sympathischer, weil er dadurch verletzlich und gleichzeitig unglaublich stark wirkt. Er kümmert sich so liebevoll um die Patienten und Thea, dass ich ihn wirklich bewundere. Sein Umgang mit Thea ist wunderschön. Er hat wirklich ein Händchen für Menschen, das merkt man ganz deutlich. Seine Fähigkeiten sind einzigartig. Das Buch ist so spannend geschrieben, dass ich es in einem Rutsch gelesen habe und direkt noch weiterlesen musste. Emma Scott schreibt einfach perfekt, emotional und wunderschön.
Das Buch entwickelte sich wirklich in Richtungen, die ich nicht kommen sehen konnte. Die Sache mit Brett hat mich absolut überrascht und schockiert. Das war ein Spannungsmoment, der gleichzeitig schrecklich und andererseits sehr gut für die Geschichte war. Eine weitere Hassperson ist für mich Theas Schwester Delia. Ihre beschützerische Art kann ich zwar nachvollziehen, für mich ist sie aber übertrieben. Sie überträgt ihre Komplexe auf ihre Schwester und schadet ihr damit mehr, als das sie ihr hilft. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, dass sie Jim so unrecht tut, obwohl er das beste für ihre Schwester ist.

Die neue Behandlungsmethode war auch eine grosse Überraschung, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass da nicht doch noch ein Haken kommt. Es ist toll, dass sich die Geschichte so noch in eine ganz andere Richtung entwickeln konnte als bevor und man endlich die wahre Thea kennenlernen konnte. Eine Thea, die fröhlich ist und sich erinnern kann.

Zuerst war ich vom dritten Teil nicht ganz so begeistert wie am Anfang der Geschichte. Der dritte Teil war meiner Meinung nach schwächer als die beiden zuvor. Denn er war einfach anders. Ich mochte die Zeit in New York nicht so gerne, weil mir diese Touristenattraktionen zu detailliert und lange beschrieben wurden. Ich war eher in den Zwischenmenschlichen Konflikten interessiert, wie beispielsweise das Verhältnis zu Delia. Diese glückliche Zeit war zu lange und da ist einfach nicht so viel passiert. Danach wurde ich aber wieder wirklich geschockt.

Die Handlung war unglaublich spannend. Ich konnte nicht vorhersehen, was alles passieren würde und war deshalb immer wieder überraschend. Trotz einem stärkeren ersten Teil wurde es auch danach definitiv nicht langweilig.

Nach diesem Buch freue ich mich nun noch mehr auf die weiteren Bücher von Emma Scott und ihren emotionalen und packenden Schreibstil. Definitiv 5 Sterne und ein absolutes Highlight für mich.

!Achtung, ab hier kommen Spoiler!

Die Unwirksamkeit der Tabletten hat mich kurzzeitig an einem Happy End zweifeln lassen. Irgendwie wäre auch ein solches Ende cool gewesen, ich mochte es aber schlussendlich genau so, wie es geendet hat, sehr gerne.

Die Rückkehr in einen Zustand des Vergessens hat mich wieder heulen lassen. Ich habe sehr geheult, weil ich es nicht glauben konnte. Die 18 Monate danach waren bestimmt schwer, das hat man am Ende gemerkt. Die Szene mit der Ausstellung von Theas Bildern war einfach perfekt. Ein besseres Ende hätte es nicht geben können. Die ganze Geschichte nochmal rekapituliert und zusammengefasst, all die Highlight und Tiefpunkte der letzten Jahre, das war wieder verdammt emotional. Die Schwangerschaft und das perfekte Leben von Jim und Thea war unglaublich schön. Ich liebe dieses Buch einfach so so sehr.

  • Cover
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