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Veröffentlicht am 20.11.2021

Ein NA Highlight

Dance into my World
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Dance into my world war eine riesige Überraschung für mich. Ich hätte niemals erwartet, dass mich das Buch so sehr begeistert und mitreissen konnte. Es war eine Geschichte fürs Herz, in der ich mich total ...

Dance into my world war eine riesige Überraschung für mich. Ich hätte niemals erwartet, dass mich das Buch so sehr begeistert und mitreissen konnte. Es war eine Geschichte fürs Herz, in der ich mich total wohl gefühlt habe. Auch an Spannung hat es aber nicht gemangelt.

Die Atmosphäre der Geschichte war einfach unglaublich. New York als Handlungsort war nichts Neues, doch der Stimmung hier hat es einen grossen Beitrag geliefert. Ich habe das Leben von Jade sehr gerne begleitet und konnte mir das Umfeld total gut vorstellen. Ganz besonders toll war natürlich die Tanzschule, die dem Buch auch etwas ganz besonderes geschenkt hat. Tanzen kann mich begeistern, weshalb ich diesen Aspekt auch wahnsinnig gerne mochte. Das hat die Protagonisten verbunden und eine wundervolle Gemeinschaft geschaffen.

Die Protagonistin Jade war grossartig. Es brauchte wirklich lange, bis man Jades Hintergründe erfahren hat, weil sie sehr verschlossen war. Trotzdem konnte sie Gefühle zeigen, sodass sie nicht gefühllos wirkte. Sie hatte nur nicht den richtigen Umgang mit der Vergangenheit gefunden und musste wieder Vertrauen zu anderen Menschen aufbauen. Dieser Prozess war ein grosser Spannungsfaktor, weil ich unbedingt wissen wollte, was damals vorgefallen ist.
Ganz besonders toll fand ich Austin. Ich habe mich von Anfang an in ihn verliebt, weil er ein witziger, lockerer, hartnäckiger und liebevoller Protagonist war. Es war ein lustiges Spiel zwischen den beiden am Anfang, als Jade Austin die ganze Zeit abblitzen liess und er trotzdem nicht aufgegeben hat. Er war hartnäckig aber nicht aufdringlich, da er es sehr humorvoll verpackt hat. Diesen Humor hat er auch mit dem Fortschreiten der Beziehung nicht verloren. Seine Aktionen waren total süss und aufmerksam, sodass er zurecht Jades Herz gewonnen hat.
Die Beziehung der beiden war dank der unterschiedlichen aber sehr sympathischen Protagonisten total authentisch und wunderschön zu begleiten. Es gab eine grosse Entwicklung, die auch lange gebraucht hat, weil beide ihre Vergangenheit mitgetragen haben. Durch die Zeit, die sie sich genommen haben, war die Beziehung glaubwürdig und ich konnte total mit den beiden mitfühlen. Die Gefühle sind bei mir angekommen, was das Wichtigste in einer Liebesgeschichte für mich ist.

Die Spannung war während des gesamten Buches vorhanden. Ich war total gefesselt und richtig schnell durch die Seiten gekommen. Es wurde nie langweilig und selbst die belangloseren Szenen hatten immer einen gewissen Spannungsgrad, dass man gerne in dem Buch weiterlesen wollte. Mit der Zeit haben sich die Ereignisse auch zugespitzt und es ist noch fesselnder geworden. Ich mochte das Drama um die Vergangenheit von Jade und Austin wahnsinnig gerne. Es war sogar so, dass die beiden Geschichten gewisse Parallelen aufwiesen und so beide voneinander lernen konnten. Allein Jades übertriebene Reaktion auf Austin infolge eines Gerüchts war etwas übertrieben und konnte von mir nicht ganz nachvollzogen werden.

Insgesamt hat mich Dance into my world so sehr begeistert wie schon lange kein Buch mehr. Es war von Anfang bis Ende spannend, emotional und zum Wohlfühlen. Ich habe das Thema und die Protagonisten geliebt, sodass es definitiv 5 Sterne und sogar den Titel Highlight von mir erhält. Eine riesige Empfehlung für alle New Adult Liebhaber und ich kann Olivias Geschichte kaum mehr abwarten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.10.2021

Eine tolle Geschichte mit vielen Emotionen und einer beeindruckenden Protagonistin

Right Here (Stay With Me)
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Right here war das erste Buch, das ich von Anne Pätzold gelesen habe und kann sagen, dass es definitiv nicht das letzte sein wird. Es war eine tolle Geschichte mit vielen Emotionen und einer beeindruckenden ...

Right here war das erste Buch, das ich von Anne Pätzold gelesen habe und kann sagen, dass es definitiv nicht das letzte sein wird. Es war eine tolle Geschichte mit vielen Emotionen und einer beeindruckenden Protagonistin, die sich innerhalb dieses Buches selbst finden musste.
Als erstes muss ich sagen, dass ich mich schon lange auf das neue Werk von Anne Pätzold gefreut habe. Die Autorin wird sehr gelobt und obwohl ich noch kein Buch von ihr selbst gelesen habe, war ich wahnsinnig neugierig auf diese Geschichte. Nicht nur der Klappentext sondern auch das Cover und die Gestaltung sprechen mich total an. Es ist ein absoluter Hingucker. Right here ist total aussergewöhnlich, was mir immer ganz wichtig bei Geschichten ist. Aufgefallen ist mir dabei, dass der Fokus nicht primär auf der Liebesgeschichte, sondern auf der Entwicklung der Protagonistin lag. Auch das grosse Drama fand nicht zwischen Jules und Lucy statt, weil es eher Lucys Gefühle betrifft.

Gleich zu Beginn der Geschichte wurde ein Element erwähnt, das ich absolut liebe. Ich fahre total gerne Schlittschuh und liebe Geschichten von Menschen, die genau diesen Sport professionell ausführen. Es ist unglaublich faszinierend und zieht mich total in den Bann. Genau so ist es mir auch hier schon auf den ersten Seiten ergangen. Es ist immer noch spannender, wenn ich das Thema der Geschichte genauso faszinierend finde, wie die Protagonisten im Buch. So habe ich mich sehr wohl auf den Seiten gefühlt und meine Begeisterung wurde angeregt. Was ich zudem sehr schön fand, war die Tatsache, dass der Sport auch detailliert beschrieben wurde. So konnte ich mir die Bewegungsabläufe gut vorstellen und habe den einen oder anderen Sprung auch im Internet recherchiert.

Die Protagonisten mochte ich wirklich gerne. Lucy war eine sehr vielseitige Protagonistin, die aber noch Vieles lernen musste. Sie war mir direkt sehr sympathisch, sodass ich sie ins Herz schliessen konnte. Ihre Träume und Zukunftsvorstellungen haben sie aber eingeschränkt. Ihr Problem war einfach, dass sie zu sehr auf andere und nicht auf sich selber gehört hat. Diese Entwicklung stand ganz vorne und wurde in den Fokus gerückt. Aber auch ihr Umgang mit schwierigen Situationen hat sie ausgezeichnet. Sie war dennoch von Anfang an sehr erwachsen und hat ihre Probleme in den Hintergrund gestellt, um voll und ganz für Jules da zu sein. Sie hat ihm keine Vorwürfe gemacht oder noch zusätzlich belastet, was unglaublich reif ist. Die beiden haben einfach super funktioniert und das ist bei mir als Leser auch angekommen.
Die hilfsbereite und freundliche Art von Jules war total schön zu sehen. Doch auch seine unbeholfene Art machte mich sehr neugierig. Ich habe das Gefühl, dass Jules ein totaler Goodboy ist und ich liebe diese Art von Bookboyfriend. Ins Herz geschlossen habe ich ihn auf jeden Fall schon nach den wenigen Seiten. Sein kleiner Bruder Mika war das Goldstück der Geschichte. Ich fand ihn so süss und eine Bereicherung, da er immer wieder ernste Situationen aufgelockert hat.
Die weiteren zwischenmenschlichen Beziehungen und deren Entwicklung waren genau so schön zu begleiten. Da waren zum einen Hannah und Eiza und deren Freundschaft zu Lucy, die unglaublich intensiv wurde. Es war so schön zu sehen, wie sie gegenseitiges Vertrauen aufbauen konnten und Verständnis hatten.


Der grosse Konflikt innerhalb des Buches war überraschenderweise nicht die Liebesgeschichte, sondern eher das Verhältnis von Lucy zu ihren Mitmenschen, besonders das zu ihren Eltern. Schon von Anfang an war auch eine ganz merkwürdige Stimmung zwischen Lucy und ihren Eltern zu spüren. Es war geschickt eingearbeitet, dass der Leser indirekt die ungünstigen Gefühle bemerken konnte, auch wenn nicht direkt das Problem dahinter angesprochen wurde. Die Lage kippte mit dieser Begegnung schlagartig und es wurde eine sehr bedrückte Stimmung geschaffen. Anscheinend gibt es da viele unausgesprochenen Dinge zwischen ihnen, die weiterhin für Konflikte sorgen konnten. Die gleichgültige Art, wie sie mit Lucy nach ihrem Unfall gesprochen haben, hat mich wahnsinnig traurig gemacht. Ich hoffte wirklich sehr, dass sich ihre Beziehung weiterentwickeln kann und wurde dahingehend nicht enttäuscht. Es gab einen grossen Wandel, der mit viel Reife verbunden war und den ich gerne begleitet habe. Dennoch hatte ich auch meine Probleme gerade mit der Auflösung dieses Zerwürfnisses. Es war wirklich schwierig einzuschätzen, was da in der Vergangenheit so schiefgelaufen ist. Ich habe eine super Beziehung zu meinen Eltern, weshalb es mir wirklich schwerfiel, dies nachzuvollziehen. Das wäre auch etwas ein kleiner Kritikpunkt, weil ich in dem Punkt nicht ganz abgeholt wurde. Es war so traurig zu sehen, wie sehr Eltern und ihr Kind auseinanderdriften können, um eine Beziehung in vielen Jahren so zu zerstören. Ich konnte Lucy nicht so ganz nachvollziehen, als sie immer wieder vor ihren Eltern stand und kein Wort sagen konnte. Irgendwie war das für mich surreal.

Die Liebesgeschichte war sehr besonders und ein weiterer aussergewöhnlicher Punkt. Direkt startete das Buch mit einer magischen Begegnung. Der magische Moment zwischen Lucy auf dem Eis und dem mysteriösen Fremden ist nicht zu kurz gekommen. Ich mag solche Momente sehr gerne, weil sie bei mir immer ein gutes Gefühl auslösen. Ich mochte aber auch die Dynamik der Liebesgeschichte gerne. Allgemein bin ich kein grosser Fan des typischen Badboys, auch wenn es gerne etwas dramatisch in der Beziehung zu und her gehen kann. Hier hat die Geschichte das aber überhaupt nicht gebraucht. Im Gegenteil: Sie lebte richtig von der Harmonie zwischen Jules und Lucy. Ich fand es grossartig, wie die beiden sich gegenseitigen Halt gegeben haben und immer unterstützt haben. Ich mochte die Beziehung der beiden sehr gerne und dennoch muss ich zugeben, dass ich nicht die ganz grossen Gefühle gespürt habe. Ich habe leider die Befürchtung, dass das auch ein bisschen an dem fehlenden Sex lag und es deswegen diesen Sprung nach vorne, also die Entwicklung der Beziehung auf ein neues Level gefehlt hat. Ich war wirklich verwundert, als Jules keinen Sex wollte und fand seine Begründung irgendwie merkwürdig. An Lucys Stellte hätte ich mich wohl noch mehr abgelehnt gefühlt, wenn er mir da gesagt hätte, dass er keine körperliche Anziehung spürt bzw. kein Bedürfnis für Sex hat. Irgendwie ist das merkwürdig bei mir angekommen. Das ist auch mein grösster Kritikpunkt an der Geschichte, dass mir nämlich das Feuer zwischen den beiden gerade in der zweiten Hälfte immer mehr gefehlt hat.
Insgesamt hat mich der Schreibstil von Anne Pätzold schon direkt total überzeugt. Mir fiel es unglaublich leicht, in die Geschichte zu finden und habe mich direkt wohl gefühlt. Ich fand die einzelnen Szenen detailliert beschrieben, sodass ich sie mir gut vorstellen konnte. Dennoch hat sie sich nicht in unwichtigen Details verrannt. Gegen Ende wurde es dann so spannend, dass ich viele Seiten an einem einzigen Tag gelesen habe. Es wurde immer fesselnder und spannender mit dem Zuspitzen der Ereignisse rund um Lucy.

Von mir erhält Right here tolle 4.5 Sterne. Ein wunderschönes und emotionales Buch, das die Protagonistin und ihre Entwicklung stark in den Vordergrund stellte. Alle persönlichen Probleme rückten allerdings die Liebesgeschichte in den Hintergrund, die meiner Meinung nach mehr Feuer hätte vertragen können.

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  • Handlung
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  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 13.09.2021

Ein Highlight, Pageturner

Der Schwur der Göttin, Band 1: Beyond Eternity
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Lange habe ich auf ein Buch gewartet, dass die römische Mythologie so spannend in die Geschichte einbaut. Beyond Eternity konnte mich total überraschen und so sehr packen, dass ich nicht aufhören wollte ...


Lange habe ich auf ein Buch gewartet, dass die römische Mythologie so spannend in die Geschichte einbaut. Beyond Eternity konnte mich total überraschen und so sehr packen, dass ich nicht aufhören wollte zu lesen. Besonders die Protagonisten konnten mich dabei zudem überzeugen.

Die römische Mythologie wurde hier wirklich sehr passend eingebaut. Sie hatte mehrere verschiedene Aspekte und gab dem Buch das gewisse Etwas. Denn nicht nur die Götter mit ihren individuellen Geschichten machten einen Teil aus, sondern auch andere Erzählungen waren darin verwoben. Ich fand, dass alles gut erklärt wurde und man logische Schlüsse ziehen konnte. Dennoch muss ich anmerken, dass ich diese mythologischen Aspekte schon gut aus der Schule kannte und mit der Geschichte von Aeneas und Dido bereits vertraut war. Ich würde aber behaupten, dass es auch Neulingen in diesem Bereich nicht viel schwerer fallen dürfte, alles zu verstehen.

Die Protagonistin Nayla mochte ich unglaublich gerne. Sie war eine typische Protagonistin, die ich immer wieder sehr gerne verfolge. Ihre starke, mutige und auch rebellische Art war eine tolle Bereicherung der Geschichte. Sie konnte Dinge hinterfragen und hat nicht immer alles so hingenommen, wie es ihr gesagt wurde. Gerade ihre liebevolle Art im Umgang mit Tieren und ihre Naturverbundenheit sind zwei Eigenarten, die sie aussergewöhnlich machten. Ebenfalls war ihr Umgang mit neuen Erkenntnissen sehr authentisch gestaltet. Sie hat lange gezweifelt und dennoch nicht alle kategorisch abgelehnt. Es wirkte insgesamt sehr realistisch.
Wen ich auch unglaublich gerne mochte waren Philemon und Cyrian. Die beiden strahlten von Beginn an etwas sehr mysteriöses aus, das man als Leser gerne auflösen wollte. Die beiden waren sehr typisch wie weiss und schwarz und dennoch auf ihre Art ganz unterschiedlich und hatten ihre eigene Persönlichkeit. Die Gefühle, die bereits im Klappentext zwischen Nayla und Cyrian angedeutet wurden, konnte ich auf jeden Fall fühlen. Die Liebesgeschichte war sehr authentisch aufgebaut und glaubhaft erzählt. Ich bin unglaublich gespannt, wie es zwischen den beiden im zweiten Band angesichts der schockierenden Enthüllungen weitergehen wird.

Die Spannung war der ganz grosse Pluspunkt der Geschichte. Es ist mal wieder faszinierend zu sehen, wie viel Spannung anhand eines grossen Geheimnisses aufgebaut werden kann. So war auch hier die Herkunft von Nayla das grosse Mysterium, das gelöst werden wollte. Dennoch waren manche Dinge sehr offensichtlich für den Leser, wofür Nayla eine halbe Ewigkeit gebraucht hat. Doch auch über den Fakt konnte man hinwegsehen, da es nicht nervig oder unauthentisch wirkte. Die Geschichte hat es geschafft, mich mit kleinen Enthüllungen in ihren Bann zu ziehen. Ich konnte gar nicht aufhören zu lesen, weil ich immer wissen wollte, wie es noch weitergeht. So kam es, dass ich das ganze Buch praktisch an einem Tag an einem Stück gelesen habe. Weil dies nur wenige Werke schaffen, bleibt Beyond Eternity deshalb auch als Highlight in meinem Gedächtnis.

Insgesamt hat das Buch einfach 5 Sterne verdient und ist für mich ein Highlight. Ich liebe diese grosse Spannung, die hier konstant aufrecht erhalten wurde. In Kombination mit grossartigen Protagonisten und einer fantastischen Umsetzung römischer Mythologie ist es ein einzigartiges Werk.

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.09.2021

Ich liebe die Schattenjäger so sehr!

Chain of Iron
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Endlich wieder ein Buch aus dem Schattenjäger-Universum! Genau wie die vorherigen Bücher mochte ich auch Chain of Iron wieder unglaublich gerne. Die Charaktere und die Zeit, in der das Buch spielt, sind ...

Endlich wieder ein Buch aus dem Schattenjäger-Universum! Genau wie die vorherigen Bücher mochte ich auch Chain of Iron wieder unglaublich gerne. Die Charaktere und die Zeit, in der das Buch spielt, sind einfach so einzigartig und unvergleichbar.

Nach dem ziemlich gemeinen Ende von Band eins war ich unglaublich gespannt auf dieses Buch. Gerade die Thematik mit James, Grace und Cordelia fand ich sehr spannend. Diese Gefühle und Manipulation wollte ich unbedingt aufgelöst sehen. Zuerst hatte ich grosse Sorge, weil Chain of Gold schon wieder ein ziemliches Stück her ist und die Geschichte mit vielen Protagonisten und einzelnen Handlungssträngen nicht ganz einfach, sondern sehr komplex ist. Diese Sorge konnte ich aber schnell beiseite legen. Der Einstieg wurde mir nämlich relativ leicht gemacht. Ebenfalls wurden alte Erkenntnisse immer wieder aufgearbeitet und mir so ins Gedächtnis gerufen. Dennoch ist Cassandra Clares Schreibstil in Kombination mit einer historischen Geschichte nicht so ganz locker und einfach zu lesen. Ich habe ein wenig gebraucht, bis ich komplett in der Geschichte war und konnte auch nicht so schnell sehr viel auf einmal lesen.

Die Schattenjäger sind immer wieder ein grosses Highlight. Ich liebe diese Welt und die Protagonisten, die mich schon über eine so lange Zeit begleitet haben, dass ich sie auf keinen Fall loslassen möchte. Die Geschichte der Kinder von Tessa, Will und ihren Freunden überzeugt nicht nur mit der neuen Generation von Schattenjägern, sondern zeigt auch immer wieder Einblicke in das Leben der bekannten Protagonisten. Diese Einblicke und Erinnerungen an die geniale Clockwerk Reihe macht Chain of Iron noch viel schöner.
London der Vergangenheit bietet einfach eine grossartige Grundlage für die Geschichte. Die Beschreibungen von Kleidung und Umgebung waren so detailliert, dass ich mich praktisch dort wiedergefunden habe.

Der ganz grossartige Teil der Geschichte besteht natürlich aus den unzähligen, sehr verschiedenen und doch allesamt liebenswerten Protagonisten rund um die Hauptcharaktere Cordelia Carstairs und James Herondale. Cordelia ist einfach eine Wucht, weil sie eine unglaublich mutige und starke Hauptperson ist, die vor keiner Herausforderung zurückschreckte. Ich liebe es einfach, wie sie kämpfen konnte und das trotz der Zeit, in der Frauen eigentlich eine andere Rolle hatten, als es heutzutage der Fall ist. Zudem waren hier noch viel mehr Emotionen im Spiel, weil Cordelia mir unglaublich leid getan hat mit ihrer Beziehung zu James. Denn obwohl sie Gefühle für ihn hat und er eigentlich auch für sie, stand zwischen den beiden permanent die manipulative Grace.
James hat natürlich schon im ersten Band mein Herz gestohlen. Als dann die ganze Sache mit Grace war, tat auch er mir wahnsinnig leid, weil er so manipuliert und ausgenutzt wurde. Dennoch fand ich es wahnsinnig schön, wie trotz des Armbandes immer wieder seine echten Gefühle für Cordelia zum Vorschein kamen. Er ist ein sehr witziger und liebenswerter Charakter, hinter dem noch so viel mehr steckte.
Die ganzen Freunde der beiden waren eine tolle Truppe aus lustiger Unterhaltung und freundschaftlicher Unterstützung. Die ganzen Beziehungen untereinander waren spannend zu beobachten und würden hier in der Besprechung den Rahmen sprengen. Dennoch gibt es einige Liebespaare, die mich begeistern konnten und Feindschaften, die mich bewegt haben.

Die Spannung war gerade auf den ersten Seiten noch etwas geringer. Ich hätte mir in den ersten 200 Seiten irgendwie mehr gewünscht, weil auch einfach für so viele Seiten nicht viel passiert ist. Danach ist aber langsam die grosse Bedrohung aufgekommen und die Geschichte konnte Fahrt aufnehmen. Ich mochte die weitere Geschichte wahnsinnig gerne. Sie konnte mich total packen und begeistern. Gerade die letzten 150 Seiten hatten alles, was ich mir vorher gewünscht hätte. Es war wieder spannend, unvorhersehbar und wirklich gemein. Die ganzen Wendungen hätte ich nicht kommen sehen und war wirklich schockiert von manchen Enthüllungen. Besonders das Ende hat mich traurig und wütend zurückgelassen, weil ich Band drei nicht abwarten kann. Es ist so offen und grausam, dass ich einfach nicht schon wieder so lange warten kann. Natürlich freue ich mich aber sehr und werde ganz sicher Band drei ebenfalls lieben.

Insgesamt war es eine wundervolle Fortsetzung, die mich begeistern konnte. Cassandra Clare hat ein grandioses Universum geschaffen, das ich einfach nicht loslassen möchte. Die Protagonisten sind so vielschichtig und unterschiedlich, dass man immer wieder neue Facetten an ihnen entdecken konnte. Ebenfalls war es ein wilder Mix der Emotionen, der grossartige 4.5 Sterne von mir erhält.

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Veröffentlicht am 01.09.2021

Ein grossartiger und unvorhersehbarer zweiter Band

Night of Crowns, Band 2: Kämpf um dein Herz
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Der zweite Band der Night of Crowns Reihe konnte mich wie schon der Vorgänger komplett von sich überzeugen. Dennoch würde ich sagen, dass Band eins noch ein bisschen spannender war. Eines haben aber beide ...

Der zweite Band der Night of Crowns Reihe konnte mich wie schon der Vorgänger komplett von sich überzeugen. Dennoch würde ich sagen, dass Band eins noch ein bisschen spannender war. Eines haben aber beide gemeinsam: Sie sind absolut unvorhersehbar und haben meine Theorien immer wieder über den Haufen geworfen.

Der Einstieg in die Geschichte war sehr überraschend. Ich habe die ersten 150 Seiten gar nichts verstanden und war komplett verwirrt. Es hat nichts mehr Sinn gemacht, denn die ganze Welt war plötzlich auf den Kopf gestellt. Auch hatte ich zum ersten Mal keine richtige Theorie, wie sich die ganzen Ereignisse auflösen könnten. In meinem Kopf gab es keine schlüssige Erklärung dafür und ich wollte deshalb unbedingt herausfinden, was los ist. Die Auflösung hat mich wirklich überrascht. Ich habe nicht erwartet, was danach alles auf mich zugekommen ist und war begeistert davon. Allgemein ist die Geschichte sehr gut konstruiert und trotz vieler verworrener Ereignisse habe ich keine Logikfehler entdecken können.

Ich liebe es einfach, wie Stella Tack mit den Sympathien gegenüber den Protagonisten gespielt hat. Am Ende von Band eins habe ich Vincent so sehr gehasst, muss jetzt aber sagen, dass ich ihn wieder lieb gewonnen habe. So ging es auch mit anderen Protagonisten, die mal sympathisch und dann wieder nicht waren. Man konnte sich nie ganz sicher sein, was jetzt die Beweggründe hinter deren Verhalten war, was die Geschichte wiederum sehr spannend gemacht hat.
Alice mochte ich definitiv über die kompletten vier Bände richtig gerne. Sie war mutig und hat ihren Kopf durchgesetzt. Ebenfalls war sie in ihren Emotionen sehr authentisch und ich konnte ihre Handlungen nachvollziehen. Ich mochte sie wirklich gerne.
Ganz besonders toll waren auch die weiteren Spieler rund um Alice. Ich mochte sie unglaublich gerne und habe wie bereits erwähnt auch diejenigen aus Team weiss in mein Herz schliessen können. Die Geschichte war nicht fokussiert auf ein Liebespaar, sondern lebte vom Zusammenspiel der einzelnen Spieler, die gegen den Fluch ankämpfen mussten.

Die Spannung wurde wieder sehr hoch gehalten. Weil immer wieder überraschende Wendungen eingebaut wurden, änderte sich die Richtung der Geschichte auch ständig. Somit war es ein grosses Rätselraten, wie das Ende dann wohl aussehen würde. Dennoch muss ich sagen, dass Band eins noch ein Stück spannender war, weil da viele Dinge komplett unklar waren. Auch war dieses Buch nochmal dicker, weshalb auch ein paar Längen eingebaut waren. Aber bei so vielen Seiten ist es auch vollkommen ok, wenn nicht immer Vollgas gegeben wird. Doch dies ist der Grund, weshalb das Buch "nur" 5 Sterne und nicht noch den Titel Highlight von mir erhält.

Der grosse Kampf gegen den Fluch am Ende fand ich toll umgesetzt und richtig spannend. Ich fand die Entwicklungen wirklich gut und konnte mitfiebern. Mit dem Ende bin ich auch wirklich zufrieden, das möchte ich aber im Detail erst im Spoilerteil besprechen.

Insgesamt hat das Buch definitiv 5 Sterne von mir verdient. Night of Crowns ist eine Dilogie, die unglaublich gut geschrieben, spannend und überraschend war. 5 Sterne für dieses Finale und die Reihe insgesamt.

!Achtung, ab hier kommen Spoiler!

Die Lösung, die am Ende getroffen wurde, finde ich ganz ok. Natürlich hätte ich mir mehr für Charles gewünscht, finde aber, dass alles andere auch komisch gewesen wäre. Immerhin ist er 300 Jahre alt, kennt diese neue Welt draussen somit gar nicht, hat keine Verwandten oder Freunde mehr und wäre alleine (abgesehen von den Spielern) wahrscheinlich total verloren. So hat er eine neue Aufgabe erhalten und hält den Fluch bis zu seinem Ende in Schach.

Ein paar kleine Unklarheiten sind am Ende aber auch noch übrig geblieben. So zum Beispiel ob die Spieler jetzt wirklich alle Kräfte verloren haben (der letzte Satz des Buches war da irgendwie eine merkwürdige Andeutung) oder was mit den ganzen anderen Figuren passiert (können die ohne Kräfte denn überhaupt aufgeweckt werden)? Darüber kann ich aber auch grosszügig hinwegsehen.

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