Band 343
der Reihe "Jüdische Miniaturen / Herausgegeben von Hermann Simon"
8,90
€
inkl. MwSt
- Verlag: Hentrich und Hentrich Verlag Berlin
- Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
- Genre: Sachbücher / Geschichte
- Seitenzahl: 80
- Ersterscheinung: 03.2026
- ISBN: 9783955657420
Die Samsonschule
Ein jüdisches Internat in Wolfenbüttel (1786–1928)
„Die Geschichte der Samson’schen Freischule ist im Kleinen die jüdische Kulturgeschichte“. Treffend fasst die Charakterisierung eines ehemaligen Schülers das fast 150-jährige Wirken der traditionsreichen Internatsschule in Wolfenbüttel zusammen. Gegründet 1786 von Philipp Samson als Talmud-Tora-Schule für mittellose Familienmitglieder, wurde die Samsonschule nach dessen Tod 1805 zu einer jüdisch-reformierten Elementarschule modernisiert, die ihre Schüler im Gedanken der Emanzipation für den Bürgerstand erzog.
Zunächst auf akademische Bildungswege für Schüler wie z. B. Leopold Zunz ausgerichtet, entwickelte sich die Samsonschule den Bedürfnissen entsprechend bald zu einer höheren Bürgerschule mit Vorbereitung auf Ausbildungsberufe, nach 1871 dann dem Zeitgeist folgend zu einer staatlich anerkannten Realschule, deren Abschluss auch zur Verkürzung der Militärzeit berechtigte. 1928 musste die bis zuletzt religiös geführte Samsonschule aufgrund sinkender Nachfrage ihre Tore schließen. Das Schulgebäude am Neuen Weg zeugt noch heute vom einstigen jüdischen Leben in der Lessing-Stadt und beherbergt seit 2025 eine Ausstellung zu dessen Geschichte.
Zunächst auf akademische Bildungswege für Schüler wie z. B. Leopold Zunz ausgerichtet, entwickelte sich die Samsonschule den Bedürfnissen entsprechend bald zu einer höheren Bürgerschule mit Vorbereitung auf Ausbildungsberufe, nach 1871 dann dem Zeitgeist folgend zu einer staatlich anerkannten Realschule, deren Abschluss auch zur Verkürzung der Militärzeit berechtigte. 1928 musste die bis zuletzt religiös geführte Samsonschule aufgrund sinkender Nachfrage ihre Tore schließen. Das Schulgebäude am Neuen Weg zeugt noch heute vom einstigen jüdischen Leben in der Lessing-Stadt und beherbergt seit 2025 eine Ausstellung zu dessen Geschichte.
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