Cover-Bild Erzählungen Band 2
39,80
inkl. MwSt
  • Verlag: Boer Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 440
  • Ersterscheinung: 07.01.2026
  • ISBN: 9783966625470
Thomas Mann

Erzählungen Band 2

Der Tod in Venedig: Gustav von Aschenbach, ein berühmter Schriftsteller von etwas über 50 Jahren und schon länger verwitwet, hat sein Leben ganz auf Leistung gestellt. Eine sommerliche Erholungsreise führt ihn nach Venedig. Dort beobachtet er am Strand täglich einen schönen Knaben, der mit seiner eleganten Mutter und seinen Schwestern samt Gouvernante im selben Hotel, dem Bäderhotel, wohnt. In ihn verliebt sich der Alternde. Er bewahrt zwar stets eine scheue Distanz zu dem Knaben, der späte Gefühlsrausch jedoch, dem sich der sonst so „selbstgestrenge“ von Aschenbach nun willenlos hingibt, macht aus ihm letztlich einen würdelosen Greis.
Tonio Kröger: Tonio, der Titelheld, trägt unverkennbar autobiographische Züge. Tonio ist der Sohn des Getreidegroßhändlers Konsul Kröger und dessen schöner, südländischer Frau. Tonio Kröger lebt in einer alten, giebeligen Stadt an der Ostsee. Sein Mitschüler Hans Hansen ist in jeder Hinsicht das Gegenteil Tonio Krögers, nicht nur im Erscheinungsbild, auch in der Wesensart. Unter den anderen Schülern fühlt sich Tonio fremd, die Lehrer lehnen ihn insgeheim ab. Hans Hansen jedoch achtet an Tonio eine gewisse Überlegenheit, die Fähigkeit, schwierige Dinge in Worte zu fassen. Tonio beneidet Hans Hansen ein wenig wegen dessen Unkompliziertheit, die ihm soviel Sympathie bei anderen einträgt. Sein Freundschaftswerben wird von Hans Hansen zwar geduldet, doch mehr erreicht Tonio bei ihm nicht. Beide bleiben einander letztlich fremd, und Tonio leidet. Der sechzehnjährige Tonio hat sich in die blonde, blauäugige Inge Holm verliebt. Tonio verlässt seine Heimatstadt und zieht nach München, wo sich sein Verstand weiter schärft und er die Welt zu durchschauen und ihre Trivialität zu verspotten beginnt. In dieser Zeit reift seine Künstlerschaft, erste ungewöhnliche Werke entstehen und sein Name wird in der literarischen Öffentlichkeit zu einer Formel, die Vortrefflichkeit bezeichnet.
Der kleine Herr Friedemann: Die Novelle erzählt die Lebensgeschichte von Johannes Friedemann, der als Kleinkind vom Wickeltisch fiel und seitdem an einer körperlichen Mißbildung leidet. Seine Familie gehört zwar zu den ersten Kreisen der mittelgroßen Handelsstadt, ist aber seit dem frühen und plötzlichen Tod des Vaters, eines niederländischen Konsuls, nicht mehr vermögend. Nach dem Tod seiner Mutter wird er vollends zum Epikureer. Dankbar für die wenigen Freuden, die ihm zugänglich sind, weiß er auch die unerfüllten Wünsche und Sehnsüchte zu genießen, denn er sagt sich, daß mit deren »Erfüllung das Beste vorbei sein« werde. Da er erkennt, daß zur Genußfähigkeit Bildung gehört, ja daß Bildung immer Genußfähigkeit ist. Desghalb widmet er sich neben seinem Beruf verstärkt der Musik und Literatur und entwickelt eine große Leidenschaft für das Theater.

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