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- Verlag: Becker, F W
- Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft
- Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
- Seitenzahl: 102
- Ersterscheinung: 01.2018
- ISBN: 9783943973327
Heiter bis wolkig
Ursula Fringes, 1944 in Neudek (Kreis Karlsbad, dem heutigen Karlovy Vary / Tschechien) geboren, ist in Herne / Westfalen aufgewachsen und bei den Ursulinen in Werl als Internatsschülerin zur Schule gegangen.
Nach einer Zeit als Grundschullehrerin war sie ausgebildete Erzählerin in der Europäischen Märchengesellschaft (EMG).
Im Bürgerfunk der Westmünsterland-Welle hat sie mehrere Jahre als Redakteurin die Sendung „Radio Unerhört“ moderiert.
Die Erinnerungen Heiter bis Wolkig sind in einer Schreibwerkstatt entstanden, die unter der Leitung von Bettina Jungblut im Mehrgenerationenhaus in Bad Sassendorf angeboten wird.
Das Titelbild hat ihr Bruder Georg im Alter von fünfzehn Jahren gemalt.
VORWÖRTLICHES
Fragt mich jemand, warum willst du das eigentlich aufschreiben, dann weiß ich eigentlich nicht, warum ich das eigentlich will. Die Kinder haben die „Erstausgabe“, einen Schnellhefter mit Geschichten und Fotos, ins Regal gestellt.
Für später ...
Kommentare von Bekannten, denen ich hin und wieder etwas schicke, reichen von „Gefällt mir“ bis „Ich bin gierig nach mehr“.
Ich möchte von Menschen schreiben, die mich eine Strecke Wegs bis zum Erwachsen-Werden begleitet haben. Von Menschen, die ich liebe, vielleicht sogar jetzt mehr als zu ihren Lebzeiten.
Da ist Großmutter Aurelia. Sie ist meine Großmutter mütterlicher-seits. Kurz nach meiner Geburt ist sie gestorben. Schade, dass ich sie nicht mehr kennengelernt habe.
Da ist Großvater Adam. Er ist mein Großvater mütterlicherseits. Er hat mir immer die richtigen Bücher geschickt.
Da sind meine Verwandten aus Regensburg: Tante Traude und Onkel Othmar. Mit Tante Traude habe ich bis zu ihrem Tod jeden Sonntag die unterhaltsamsten Telefongespräche geführt. Ein Ritual, an das ich mich nur zu gerne erinnere.
Da ist Oma Elisabeth aus Herne, meine Großmutter väterlicherseits. Ihre täglichen Bemühungen, mich zu einem gottgefälligen Wesen zu erziehen, scheiterten nach hoffnungsvollen Anfangserfolgen. Gründlich.
Da ist Opa Hans aus Herne. Mit ihm habe ich an Abenden, wenn wir nicht unter Aufsicht von Oma und Tante Else waren, die Schubladen nach Hering in Tomatensoße durchsucht.
Da ist Tante Else, die Schwester meines Vaters. Sie hat mit mir nie geschimpft. Sie hat mich einfach nur geliebt, so wie ich war.
Und das tat gut.
Da ist Papa, der zweite Mann meiner Mutter. Die beidseitige Sympathie hielt, mit kurzen Phasen entwicklungspsychologisch bedingter Entfremdungen, ein Leben lang.
Da ist Tante Dölfi, Papas Schwester. Sie gab mir meinen ersten Zeichenunterricht. Darüber hinaus förderte sie durch unseren abendlichen Hörspiel-Konsum meinen Sinn für Dramatik.
Da ist Tante Volmert. Sie ist die Mutter von Tante Dölfi und von Papa. Ihr verdanke ich manche Lebensweisheit und manches Gedicht.
Da ist Tante Martha. Sie ist Mamas Tante und meine Großtante. Sie war erfrischend komisch und ihre Briefe, die sie mir schrieb, waren es auch.
Da ist Hilde, Mamas beste Freundin. Sie hat mir erzählt, was Mama mir nie erzählt hat ...
Da ist „Werl“ mit allen, die dort mit mir zusammen waren. Menschen, an die ich mit Liebe denke!
Da ist meine Mama, die mir mit viel Geschick Neues aus uralten Sachen nähte.
Meine Mama, die trotz ihres nicht immer leichten Lebens ihren Humor behalten hat.
Meine Mama, deren kritischen Bemerkungen ich es verdanke, dass ich mich auch heute noch einigermaßen realistisch sehe.
Und da ist mein Bruder Georg. Schörschchen – so nannten wir ihn. Die kostbare Zeit, die ich mit ihm verbringen durfte, hat mein Verhältnis zum Leben und zum Tod entscheidend geprägt.
Nach einer Zeit als Grundschullehrerin war sie ausgebildete Erzählerin in der Europäischen Märchengesellschaft (EMG).
Im Bürgerfunk der Westmünsterland-Welle hat sie mehrere Jahre als Redakteurin die Sendung „Radio Unerhört“ moderiert.
Die Erinnerungen Heiter bis Wolkig sind in einer Schreibwerkstatt entstanden, die unter der Leitung von Bettina Jungblut im Mehrgenerationenhaus in Bad Sassendorf angeboten wird.
Das Titelbild hat ihr Bruder Georg im Alter von fünfzehn Jahren gemalt.
VORWÖRTLICHES
Fragt mich jemand, warum willst du das eigentlich aufschreiben, dann weiß ich eigentlich nicht, warum ich das eigentlich will. Die Kinder haben die „Erstausgabe“, einen Schnellhefter mit Geschichten und Fotos, ins Regal gestellt.
Für später ...
Kommentare von Bekannten, denen ich hin und wieder etwas schicke, reichen von „Gefällt mir“ bis „Ich bin gierig nach mehr“.
Ich möchte von Menschen schreiben, die mich eine Strecke Wegs bis zum Erwachsen-Werden begleitet haben. Von Menschen, die ich liebe, vielleicht sogar jetzt mehr als zu ihren Lebzeiten.
Da ist Großmutter Aurelia. Sie ist meine Großmutter mütterlicher-seits. Kurz nach meiner Geburt ist sie gestorben. Schade, dass ich sie nicht mehr kennengelernt habe.
Da ist Großvater Adam. Er ist mein Großvater mütterlicherseits. Er hat mir immer die richtigen Bücher geschickt.
Da sind meine Verwandten aus Regensburg: Tante Traude und Onkel Othmar. Mit Tante Traude habe ich bis zu ihrem Tod jeden Sonntag die unterhaltsamsten Telefongespräche geführt. Ein Ritual, an das ich mich nur zu gerne erinnere.
Da ist Oma Elisabeth aus Herne, meine Großmutter väterlicherseits. Ihre täglichen Bemühungen, mich zu einem gottgefälligen Wesen zu erziehen, scheiterten nach hoffnungsvollen Anfangserfolgen. Gründlich.
Da ist Opa Hans aus Herne. Mit ihm habe ich an Abenden, wenn wir nicht unter Aufsicht von Oma und Tante Else waren, die Schubladen nach Hering in Tomatensoße durchsucht.
Da ist Tante Else, die Schwester meines Vaters. Sie hat mit mir nie geschimpft. Sie hat mich einfach nur geliebt, so wie ich war.
Und das tat gut.
Da ist Papa, der zweite Mann meiner Mutter. Die beidseitige Sympathie hielt, mit kurzen Phasen entwicklungspsychologisch bedingter Entfremdungen, ein Leben lang.
Da ist Tante Dölfi, Papas Schwester. Sie gab mir meinen ersten Zeichenunterricht. Darüber hinaus förderte sie durch unseren abendlichen Hörspiel-Konsum meinen Sinn für Dramatik.
Da ist Tante Volmert. Sie ist die Mutter von Tante Dölfi und von Papa. Ihr verdanke ich manche Lebensweisheit und manches Gedicht.
Da ist Tante Martha. Sie ist Mamas Tante und meine Großtante. Sie war erfrischend komisch und ihre Briefe, die sie mir schrieb, waren es auch.
Da ist Hilde, Mamas beste Freundin. Sie hat mir erzählt, was Mama mir nie erzählt hat ...
Da ist „Werl“ mit allen, die dort mit mir zusammen waren. Menschen, an die ich mit Liebe denke!
Da ist meine Mama, die mir mit viel Geschick Neues aus uralten Sachen nähte.
Meine Mama, die trotz ihres nicht immer leichten Lebens ihren Humor behalten hat.
Meine Mama, deren kritischen Bemerkungen ich es verdanke, dass ich mich auch heute noch einigermaßen realistisch sehe.
Und da ist mein Bruder Georg. Schörschchen – so nannten wir ihn. Die kostbare Zeit, die ich mit ihm verbringen durfte, hat mein Verhältnis zum Leben und zum Tod entscheidend geprägt.
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