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- Verlag: Uni-Press Graz
- Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Literatur: Geschichte und Kritik
- Genre: keine Angabe / keine Angabe
- Seitenzahl: 274
- Ersterscheinung: 07.11.2025
- ISBN: 9783903484375
Robert Walser
Kulturkritik als Mimesis
Der Schweizer Robert Walser (1878–1956) gilt als einer der bedeutendsten und rätselhaftesten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Er inspirierte Franz Kafka, der seine Texte liebte; Robert Musil, Kurt Tucholsky, Hermann Hesse und Walter Benjamin schrieben über ihn ebenso wie Elfriede Jelinek. Seine Werke sind in mehr als dreißig Sprachen übersetzt; derzeit erscheinen zwei umfassende Editionsprojekte: die Berner Ausgabe (25 Bände) sowie die Kritische Ausgabe sämtlicher Drucke und Manuskripte (44 Bände). Als diese Dissertation 1993 eingereicht wurde, war Robert Walser hingegen – trotz wachsender akademischer Aufmerksamkeit – immer noch ein Geheimtipp. Seine Dieneridee, die Rolle des Commis, des kleinen Angestellten und das »Hirtenbübelige« verführten frühe Rezeptionen oft zu einer Verharmlosung oder Geringschätzung seiner kulturkritischen Perspektiven.
Das Buch versucht zu zeigen, wie Walser durch seine Weise der ›Anschmiegung‹ an gesellschaftliche Prozesse, in einer Art »Mikrophysik der Macht« (Foucault) Machtphänomene sichtbar macht, Strategien des Widerstands entwickelt und als »geschmeidiger Unbeugsamer« (Walser) einzigartige Literatur hervorbrachte.
Das Buch versucht zu zeigen, wie Walser durch seine Weise der ›Anschmiegung‹ an gesellschaftliche Prozesse, in einer Art »Mikrophysik der Macht« (Foucault) Machtphänomene sichtbar macht, Strategien des Widerstands entwickelt und als »geschmeidiger Unbeugsamer« (Walser) einzigartige Literatur hervorbrachte.
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