Cover-Bild Sokrates
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29,90
inkl. MwSt
  • Verlag: C.H.Beck
  • Themenbereich: Philosophie und Religion - Philosophie
  • Genre: Sachbücher / Religion & Philosophie
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 20.03.2026
  • ISBN: 9783406844089
Agnes Callard

Sokrates

Wie man durch ein philosophisches Leben die Angst vor fast allem verliert
Antje Korsmeier (Übersetzer)

"Ein Juwel von einem Buch, ernsthaft und klug, aber dennoch witzig und verspielt." Financial Times

Es gibt eine Frage, der Sie ausweichen. Sogar jetzt, während Sie diesen Satz lesen. Sie scheinen vor irgendetwas Angst zu haben. Sie sagen sich, dass Sie gerade keine Zeit haben. Sie sind in erster Linie damit beschäftigt, die nächsten 15 Minuten über die Bühne zu bringen. Ihr Leben ist voll. Es gibt darin keinen Platz für die Frage: "Warum mache ich all das überhaupt?"

Vor 2500 Jahren kam ein Mann auf den Gedanken, dass die Konfrontation mit den fundamentalen und scheinbar unbeantwortbaren Fragen des Lebens nicht das Schlimmste, sondern das Beste war, das ihm je passiert ist. Er glaubte, dass ein Leben, welches sich diesen Fragen offen stellt und in Gesprächen mit anderen auf den Grund geht, nicht bloß etwas für selbsternannte Intellektuelle ist sondern für alle. Agnes Callard lässt Sokrates für unsere Zeit wiederauferstehen, sie entstaubt seine größten Ideen und zeigt uns, wie wir nach seinem Beispiel ein gutes Leben führen können, das nicht in Furcht vor den großen Fragen des Lebens erstarrt.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Alrik in einem Regal.
  • Alrik hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.04.2026

Wenn Sokrates plötzlich am Küchentisch sitzt

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Man schlägt das Buch auf und plötzlich sitzt Sokrates mit am Küchentisch. Kein staubiger Philosoph aus dem Schulbuch, sondern ein Typ, der nervt, nachbohrt und unangenehme Fragen stellt, während der Kaffee ...

Man schlägt das Buch auf und plötzlich sitzt Sokrates mit am Küchentisch. Kein staubiger Philosoph aus dem Schulbuch, sondern ein Typ, der nervt, nachbohrt und unangenehme Fragen stellt, während der Kaffee langsam kalt wird. Genau dieses Gefühl zieht sich durch jede Seite.

Agnes Callard holt die großen Fragen mitten ins echte Leben. Warum mache ich das alles. Warum hetze ich durch den Tag. Warum fühlt sich beschäftigt sein manchmal wie ein Versteck an. Beim Lesen ertappt man sich dauernd selbst und grinst gleichzeitig darüber, wie elegant man gerade auseinandergenommen wird.

Der Ton ist klug, aber nicht trocken. Verspielt, ohne albern zu werden. Manche Gedanken brauchen einen Moment, dann klicken sie plötzlich und man merkt, wie tief das Ganze eigentlich geht. Keine leichte Kost, aber genau die Art Buch, die man weglegt und sofort wieder aufschlägt, weil der Kopf noch weiter diskutieren will.

Besonders stark ist, wie Sokrates nicht als Lehrer, sondern als Gesprächspartner erscheint. Keine fertigen Antworten, kein erhobener Zeigefinger. Stattdessen dieses ständige Stochern in den eigenen Gewohnheiten. Leicht unbequem, aber auch überraschend befreiend.

Am Ende bleibt kein fertiges Lebensrezept, sondern ein leiser Druck im Kopf. Mehr fragen, weniger ausweichen. Und irgendwo zwischen den Seiten wächst die Lust, sich selbst ein bisschen ehrlicher zu begegnen. Genau das macht das Buch so besonders.

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