Cover-Bild Nachhaltigkeitsbewertung in der Rinderhaltung –

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inkl. MwSt
  • Verlag: VVB Laufersweiler Verlag
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 162
  • Ersterscheinung: 10.11.2018
  • ISBN: 9783835967342
Anna Rauen

Nachhaltigkeitsbewertung in der Rinderhaltung –

Entwicklung eines indikatorenbasierten Systems zur Bewertung der Fütterung
Nachhaltigkeitsbewertung in der Rinderhaltung –
Entwicklung eines indikatorenbasierten Systems zur Bewertung der Fütterung
Das Verständnis des Begriffs „Nachhaltigkeit“ ist vielfältig. Dies birgt das Risiko des Zersetzens des zugehörigen Leitgedankens. Die Verbindung einer ökonomischen, einer ökologischen und einer sozialen Dimension ist jedoch allgemein anerkannt und erfordert eine Bewertung hinsichtlich all dieser Belange.
Die Landwirtschaft wird aufgrund der Nutzung der natürlichen Produktionsgrundlagen in erster Linie hinsichtlich ihrer ökologischen Auswirkungen in den Fokus genommen. Aufgrund dieses Sachverhalts steigen die rechtlichen Anforderungen an die Landwirtschaft hinsichtlich des Nährstoffmanagements sowohl auf europäischer Ebene (2001/81/EG; 2016/2284/EU) als auch auf nationaler Ebene − in Deutschland in Form eines novellierten Düngerechts. Es ist somit notwendig, Maßzahlen zu definieren, die eine objektive Aussage zum Zustand der Bewirtschaftung hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit auf landwirtschaftlichen Betrieben zulässt.
Das Modell REPRO definiert durch die Einbindung in das DLG-Nachhaltigkeitszertifikat neben der Bewertung des ökologischen Zustands der natürlichen Ressourcen auch Indikatoren aus dem ökonomischen und sozialen Bereich. Um die Bewertung rinderhaltender Betriebe gewährleisten zu können, wurde das vorliegende Modul entwickelt. Das REPRO Tiermodul bildet die Themenkomplexe Ressourcen, Emissionen und Tiergerechtheit vereinfacht ab, ohne dabei die komplexen Wechselwirkungen innerhalb des landwirtschaftlichen Betriebs zu vernachlässigen. Dabei dient der landwirtschaftliche Betrieb als Systemgrenze. Zur Festlegung eines Bewertungsschemas wird die „gute fachliche Praxis“ zu Grunde gelegt.
Auf Grundlage der betriebsindividuellen Nährstoffaufnahmen erfolgt die Bestimmung der Ausscheidungen, die eine Hilfsgröße hinsichtlich der Berechnung gasförmiger N-Emissionen darstellen. Die enterische CH4-Emission wurde über Kenngrößen der Fütterung abgeleitet. Gleichzeitig erfolgte die Feststellung der tierischen Leistung. Anschließend fand die Erprobung auf 14 Rinderhaltenden Betrieben in Deutschland statt. Die erfassten und errechneten Nährstoffaufnahmen und -ausscheidungen bestätigen experimentell erhobene Literaturdaten. Für den Bereich der Fütterung wurden die Indikatoren N-Effizienz, P-Effizienz und CH4-Emission definiert und mit der Größe produzierten essbaren Proteins ins Verhältnis gesetzt. Durch den Abgleich mit den leistungsbezogenen Standardwerten zur Nährstoffaufnahme konnte diese Maßzahl bewertet werden. Sie bietet dem Betriebsleiter die Möglichkeit zur Kontrolle des Ressourceneinsatzes und gegebenenfalls Optimierung der Fütterung.
Die Beschreibung aussagekräftiger Indikatoren und Zielwerte stellt ein praktikables Werkzeug zum Erreichen einer Ressourcen schonenderen Landwirtschaft dar. Weiter können die erhobenen Daten zur Schwachstellenanalyse eingesetzt werden und somit als Beratungsinstrument dienen. Die langfristigen Auswirkungen der Anwendung eines solchen Modells auf die landwirtschaftliche Praxis und das Verbesserungspotential für den Schutz der natürlichen Ressourcen sind zu berücksichtigen, insbesondere wenn ein verpflichtender Nachweis einer nachhaltigen Bewirtschaftung erfolgen soll.

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