Hotel Paraíso
Ich bin recht unbedarft an das Buch herangegangen und hatte daher keine großen Erwartungen – umso mehr hat es mich positiv überrascht.
Der schöne Schreibstil hat mich sofort für sich gewonnen. Er liest ...
Ich bin recht unbedarft an das Buch herangegangen und hatte daher keine großen Erwartungen – umso mehr hat es mich positiv überrascht.
Der schöne Schreibstil hat mich sofort für sich gewonnen. Er liest sich flüssig und passt wunderbar zur Geschichte. Trotz kleiner zeitlicher Sprünge verläuft die Handlung stringent und eröffnet einen feinen Einblick in die winterlichen Tage im Hotel Paraíso.
Besonders die ruhige Stimmung hat mir gefallen. In Verbindung mit tiefsinnigen Momenten entstand ein stimmiges Gesamtbild, das mich oft innehalten ließ. Schon lange habe ich nicht mehr so viel in einem Buch markiert.
Die stillen Tage im Hotel und am Strand, gespickt mit kleinen Begegnungen, und als Kontrast die Leere, die das Alleinsein mit sich bringen kann, wirken auch auf die Lesenden beruhigend und nachdenklich stimmend. Das passt hervorragend zur Zeit zwischen den Jahren.
Frieda war mir als Protagonistin sehr sympathisch. Sie ist nahbar und vermittelt die Schwere und Tiefe ihrer Lage überzeugend, ohne dabei ins Negative zu kippen. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen.
Ein leises Buch, das mit viel Tiefe und zahlreichen kleinen Momenten berührt – genau jenen Momenten, die das Leben ausmachen.