Cover-Bild Berührungen: Zum Verhältnis von Philosophie und Kunst
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inkl. MwSt
  • Verlag: Wiener Gesellschaft f. interkulturelle Philosophie
  • Themenbereich: Philosophie und Religion - Philosophie
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 168
  • Ersterscheinung: 15.08.2016
  • ISBN: 9783901989346
Arno Böhler, Susanne Valerie Granzer, Adam Loughnane, Graham Parkes, Georg Stenger, Christoph Hubatschke, Sandra Noeth, Bettina Bäumer, R. Sriram, Anjali Sriram, Anke Graneß, Wolfdietrich Schmied-Kowarzik

Berührungen: Zum Verhältnis von Philosophie und Kunst

polylog 35
Michael Shorny (Illustrator), Kay Walkowiak (Illustrator)

Interkulturelles Philosophieren setzt sich nicht nur mit den Inhalten philosophischer Ansätze auseinander, sondern auch mit den Formen des Philosophierens. Die als eurozentrisch kritisierte Dominanz des geschriebenen Wortes ist im Kontext von Fragen des »Beginns« und der Definition von Philosophie vielfach thematisiert worden. Dies wurde insbesondere in Debatten zu Oralität, Schriftlichkeit und Philosophie im afrikanischen Kontext deutlich. Damit ist aber nur ein Feld der Debatte erwähnt; eines der zentralen Anliegen interkulturellen Philosophierens und damit auch unserer Zeitschrift ist eineNeuorientierung in der Praxis des Philosophierens. Diese umfasst Fragen der Methoden und der Gestalten des Philosophierens in einer globalen Perspektive. Inwiefern sind Kunst, Tanz, Stimme oder Bild Ausdruckformen philosophischer Reflexion? Wurden oder werden diese aus dem Verständnis von Philosophie ausgegrenzt? Freilich ist diese Fragestellung weder neu in der Geschichte der Philosophie noch spezifisch für interkulturelle oder nicht-westliche Perspektiven – die Fragen der Formen und der Grenzen des Philosophierens hat in der europäischen Philosophie auch immer eine Rolle gespielt, so beispielsweise in der Romantik. Themen wie Methoden und Formen des Philosophierens sind in verschiedenen Nummern von »Polylog – Zeitschrift für Interkulturelles Philosophieren« diskutiert und reflektiert worden, so in der der Nr. 27 »Auf der Suche nach Methoden interkulturellen Philosophierens« oder in der Nr. 22 zum Thema »Sinneskulturen«. Wir freuen uns daher, dass wir diese Debatte mit dem Schwerpunkt auf dem Verhältnis von Philosophie und Kunst oder kunst-basiertem Philosophieren fortsetzen und vertiefen können.
Georg Stenger hat diese Nummer gemeinsam mit den Gastherausgeber(inn)en Susanne Valerie Granzer und Arno Böhler zusammengestellt. Die Herausgebenden haben dabei auch vielfältige Formen der Thematisierung der Berührungen im Verhältnis von Philosophie und Kunst gefunden wie beispielsweise E-Mail-Gespräche und Interviews.
Im Forum findet sich ein im Vergleich zum Schwerpunktteil eher traditionell ausgerichteter Beitrag, nämlich programmatische Thesen zum
interkulturellen Selbstverständnis der Philosophie von Wolfdietrich Schmied-Kowarzik. Der Autor knüpft an ein Verständnis von Philosophie
als emanzipatorischem Akt der Reflexion von politischen oder religiösen Abhängigkeiten an und verbindet dies mit einer Klärung des Status kulturell unterschiedlicher philosophischer Denkansätze. Als Perspektive formuliert er ein universales philosophisches Anliegen der Verständigung »für das Projekt sittlichen Menschseins«, das eben nur interkulturell begründet werden kann.
Im Medienteil sind wieder viele sehr unterschiedliche Buchtipps und Rezensionen zu lesen.
Des Weiteren ist darauf hinzuweisen, dass nun im Internet der zweite Teil der polylog Nr. 34 zu finden ist, es handelt sich um die Fortsetzung der Veröffentlichung der Tagung von polylog. Forum im IWK Wien zum Thema transitional justice unter dem Titel Versöhnung und/oder Gerechtigkeit. Die Artikel sind von unserer Website www.polylog.net herunterzuladen. Im Internet sind auch alle Rezensionen und Buchtipps sowie ein Artikel der aktuellen Ausgabe verfügbar.
Vielen Dank an Arno Böhler, Susanne Valerie Granzer und Georg Stenger für die Zusammenstellung des philosophisch und künstlerisch wunderschönen Thementeils!
Wir wünschen viel Spaß und neue Erkenntnisse bei der Lektüre dieser Ausgabe.
Für die Redaktion,
Nausikaa Schirilla

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