Cover-Bild Humanismus und Antikerezeption im 18. Jahrhundert / Der Humanismus und seine Künste im 18. Jahrhundert

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  • Verlag: Universitätsverlag Winter GmbH Heidelberg
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 260
  • Ersterscheinung: 31.10.2020
  • ISBN: 9783825355661

Humanismus und Antikerezeption im 18. Jahrhundert / Der Humanismus und seine Künste im 18. Jahrhundert

Mark-Georg Dehrmann (Herausgeber), Martin Vöhler (Herausgeber)

Gegenüber den älteren Humanismen zeichnet sich der europäische Humanismus im 18. Jahrhundert durch eine starke Erweiterung der Materialbasis aus. Die unmittelbare, dingliche und nicht textgebundene Kenntnis der Antike wird nachhaltig befördert. Zahlreiche Ausgrabungen wie in Herkulaneum und Pompeji eröffnen neue Zugangsmöglichkeiten. Die Antike gewinnt ein hohes Maß an Anschaulichkeit in den neuen Sammlungen sowie in der zeitgenössischen Malerei, Plastik und Architektur. Ein Blick auf die damals neu erschlossenen Funde und Befunde bildet den Ausgangspunkt der Tagung und führt zu den Fragen, wozu das neue Material gebraucht, in welcher Weise es verarbeitet und wie es reflektiert wurde. Die in Plastik und Relief, auf Vasen, Gipsen und Kameen massenhaft und in großer Qualität verbreiteten Bilder verändern den Diskurs über den Menschen, seine Kreativität, Größe und Hybris (Pygmalion, Prometheus). Die auf einprägsame, idealisierende Bilder konzentrierte, erstmals breiten Schichten zugänglich gemachte Antike wird zur Ergänzung und Konkurrenz der differenzierten literarischen Überlieferung. Worauf zielen die Idealisierungen antiker Humanität in der Epoche von Aufklärung und Revolution?
Den Idealisierungen werden im Rahmen der Tagung exemplarische Entidealisierungen gegenübergestellt, die sich, ebenfalls im Rekurs auf antike Kunst und Literatur, in den zeitgenössischen Theorien und Kunstwerken abzuzeichnen beginnen. In der Auseinandersetzung mit der geschichtlichen Gegenwart kommt es hier nicht nur zur Kritik verklärender Idealbilder und Projektionen. Versuche der konkreten Neukonstellation und Umfiguration der antiken Überlieferung, wie sie im Spannungsfeld von Antike und Moderne erfolgen, gehen einher mit einer Vertiefung des Bemühens um menschliche Selbsterkenntnis. Welche Erkenntnisleistung kommt den verschiedenen Künsten und Künstlern zu? Wo liegen die Grenzen des humanistischen Menschenbildes und seiner künstlerischen Formationen? Was wird ausgeschlossen und verdrängt?

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