Cover-Bild Neue Rundschau 2025/1
Band 2025 der Reihe "Neue Rundschau"
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17,00
inkl. MwSt
  • Verlag: S. FISCHER
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 120
  • Ersterscheinung: 16.04.2025
  • ISBN: 9783108091408

Neue Rundschau 2025/1

Thomas Manns 150. Geburtstag
Lektor*innen des S. Fischer Verlags (Herausgeber)

Begegnungen mit Thomas Mann: Das Jubiläumsheft der Neuen Rundschau 

Auch das erste Heft der Neuen Rundschau steht 2025 ganz im Zeichen des 150. Geburtstages von Thomas Mann. Der Nobelpreisträger von 1929 soll dabei aber nicht einfach zum wiederholten Mal gefeiert, sondern vor allem gelesen werden. Wie wichtig ist Thomas Mann heute noch für uns? Was hat er zu sagen zu all den aktuellen Angriffen auf die Demokratie? Was ist in postironischen, humorlosen Zeiten von seiner Ironie zu halten? Und wie wird er international wahrgenommen? Mit Beiträgen von  Alexander Honold, Eckhart Nickel, Guillaume Perilhou, Karina Sainz Borgo, Tonio Schachinger, Tomas Venclova u.a.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2025

»Ich mochte Thomas Mann eigentlich gar nicht.«

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»Ich mochte Thomas Mann eigentlich gar nicht.«

Mit diesen Satz beginnt sogleich der erste Beitrag, der sich für eine Spurensuche nach Brasilien begibt und sich dabei insbesondere mit der Mutter Thomas ...

»Ich mochte Thomas Mann eigentlich gar nicht.«

Mit diesen Satz beginnt sogleich der erste Beitrag, der sich für eine Spurensuche nach Brasilien begibt und sich dabei insbesondere mit der Mutter Thomas Manns – Julia da Silva-Bruhns – beschäftigt.
Nachfolgend geht’s über die „Buddenbrooks“ und die politischen Seiten jeglicher Familiengeschichten, um Werke wie „Doktor Faustus“ sowie „Der Erwählte“ und anschließend über Nidden bis Amerika. Aber auch die eigene Wiedererkennbarkeit in der Erzählung „Tonio Kröger“ findet Erwähnung, da sie auch diejenigen, die selbst nie Außenseiter waren, sich als solche fühlen lassen, auch wenn dies paradox zu sein scheint.
Der Verlust des gewohnten Zuhauses, den Thomas Mann mit vielen anderen Menschen verbindet, ganz egal inwiefern sich dieser unfreiwillige Verlust ausprägen mag, bestimmt jeden dieser Aufsätze.
Die Autor*innen machen deutlich, inwiefern Manns Exilerfahrungen sein Leben und sein literarisches Schaffen, sei es hinsichtlich des Inhalts oder sogar sprachlicher Einflüsse, geprägt haben.

Drei Texte, von Annette Kolb, Hedwig Fischer und Agnes E. Meyer, die bereits in der Neuen Rundschau zu Thomas Manns 70. Geburtstag gedruckt wurden, erscheinen hier nochmal, erinnern an den wohl bedeutendsten deutschen Schriftsteller des letzten Jahrhunderts und runden die Sammlung thematisch ab.

So ist die Neue Rundschau zum 150. Geburtstag eine würdige, sehr lesenswerte, jedoch eher zum Nachdenken anregende Ausgabe, die, mit Ausnahme, dass die Werke Thomas Manns und das Interesse daran immer noch Bestand haben, weniger Anlass zum Feiern bietet.

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