Bietet einen fesselnden Einblick
Freds Abenteuer können eigenständig gelesen werden und so wurde dieses Buch, obwohl chronologisch vor den anderen erschienen, zu unserem dritten Leseabenteuer in die Vergangenheit.
Noch immer freue ich ...
Freds Abenteuer können eigenständig gelesen werden und so wurde dieses Buch, obwohl chronologisch vor den anderen erschienen, zu unserem dritten Leseabenteuer in die Vergangenheit.
Noch immer freue ich mich unglaublich darüber, dass wir auf diese Serie gestoßen sind. Denn dank ihr entwickelten meine Kinder ein ehrliches und großes Interesse an den Geschichten der Vergangenheit.
Der Aufbau war seither immer ähnlich. Fred, der junge Held dieser Bücher, reist mit seinem Opa Alfred an geschichtsträchtige Orte und erfährt durch ihn die ersten Informationen. Doch im Laufe des Urlaubs gerät Fred dann in eine Situation, die ihn direkt in die jeweilige Zeit versetzt. Nun erlebt er hautnah wie es damals war und nimmt den Leser mit in ein spannendes Abenteuer.
Auf das Buch über Wikinger war ich besonders neugierig. Sie üben bekanntlich eine große Faszination auf jung und alt aus. Gleichzeitig wird ihr Leben aber auch meist sehr düster und grausam beschrieben. Doch ihre Geschichte ist zudem enorm komplex, erstreckt sich über einen großen Zeitraum, verschiedene Volksstämme und mehrere Länder. Wie all das kindgerecht umgesetzt in ein einziges Abenteuer passen soll, war mir schleierhaft. Doch erfreulicherweise wird Freds Geschichte tatsächlich sehr durchdacht präsentiert. Sie bietet einen faszinierenden Einblick in die Kultur- und Sagenwelt der Nordmänner, zeigt neben Bestattungsritualen auch deren Lebensweise, eine grobe Vorstellung ihrer Hierarchien und räumt selbst mit einigen Vorurteilen auf. Besonderen Anteil haben hierbei auch die zahlreichen Infoblöcke, die Inhalte der Handlung aufgreifen und enorm vertiefen, das anschließende Glossar und die Hilfen für die Aussprache. Schön fand ich, dass auch in wenigen Worten weitere Besonderheiten der Nordmänner, wie z.B. deren Ausbreitung bis Konstantinopel oder die Entdeckung Amerikas angedeutet und einige bedeutende und bekannte Personen genannt und selbst Funde dieser Zeit vorgestellt und in Skizzen festgehalten wurden. Sogar an Ausflugsziele und Buchempfehlungen wurde gedacht.
Vor übermäßiger Grausamkeit im Abenteuer werden wir aber verschont. Stattdessen lernen wir hier durch Freds Augen eine der faszinierendsten Personen dieser Zeit in ihren Jugendjahren kennen.
Fazit: ‚Fred‘ ist einfach bemerkenswert, sehr lehrreich und zugleich faszinierend. Es ist perfekt auf die Bedürfnisse von Kindern abgestimmt, löscht den Wissensdurst und ermöglicht einen Blick hinter den Vorhang der Zeit.