Cover-Bild Jacob beschließt zu lieben
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inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 01.11.2012
  • ISBN: 9783423141802
Catalin Dorian Florescu

Jacob beschließt zu lieben

Roman

Rumänien in den 30er-Jahren: Jakob Obertin, ungehobelt und machtbesessen, herrscht unangefochten über das Dorf Triebswetter. Kummer bereitet ihm einzig sein Sohn Jacob: Er kränkelt und besitzt keinerlei Durchsetzungsvermögen beim Kampf um Einfluss und Eigentum. Dies trägt ihm die brutale Verachtung seines Vaters ein. Mehrfach steht Jacob in seinem Leben vor dem Nichts. Doch immer wieder trifft er Menschen, die ihm helfen, die politischen Wechselfälle und persönlichen Schicksalsschläge zu überstehen und einen neuen Aufbruch zu wagen.

Kraftvoll und zärtlich erzählt Florescu diese Geschichte von Liebe und Freundschaft, Gewalt und Verrat, Armut und Vertreibung und vermittelt ganz nebenbei ein Kapitel europäischer Geschichte.

• Schweizer Buchpreis 2011

• Eichendorff-Preis 2012 für Florescus literarisches Werk 

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.10.2024

Jacobs Geschichte

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Jacobs Geschichte ist eigentlich auch eine Geschichte Europas. Sein Vorfahr kämpfte im 30-jährigen Krieg, dessen Kinder und Enkel kämpften in Lothringen gegen den Hunger und die Armut, wandern ins Banat ...

Jacobs Geschichte ist eigentlich auch eine Geschichte Europas. Sein Vorfahr kämpfte im 30-jährigen Krieg, dessen Kinder und Enkel kämpften in Lothringen gegen den Hunger und die Armut, wandern ins Banat nach Rumänien aus. Dort begann der neue Kampf erst gegen den Hunger und später für mehr Land, für einen sozialen Aufstieg. Dies alles erzählt der Roman in Form einer Familiengeschichte. Der Autor wählt eine teils lakonisch, um nicht zu sagen brutale Sprache, aber auch wirklich blumige und sehr poesievolle Schilderungen. Die Geschichte wird aus mehreren Sichten erzählt - aber immer sind es die Männer der Familie, die im Mittelpunkt stehen. Obwohl die Frauen - hier oft nur als Randfiguren erwähnt - eigentlich die stärkeren Mitglieder sind. Der Autor verwendet viele Gleichnisse. Erschreckend ist, dass die Verhaltensweisen vom Mittelalter bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts kaum Änderungen unterliegen, aber auch kaum die äußeren Zustände. Die Machthaber wechseln, für die einfachen Leute bleibt das Leben gleich schwer. Dies bringt der Autor sehr drastisch und sehr realistisch herüber, ohne die wenigen guten Augenblicke im Leben zu vergessen. Die Geschichten der Zigeunerin, die glücklichen Momente der ersten Liebe - aber auch die großen Verluste. Ein Roman über das Leben, der eigentlich überall spielen kann. Wer nach dem Klappentext eine klassische Liebesgeschichte erwartet hat, wird enttäuscht werden.

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