Cover-Bild Night Driver
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inkl. MwSt
  • Verlag: Brunnen Verlag GmbH
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 144
  • Ersterscheinung: 01.09.2022
  • ISBN: 9783765521331
Chad Bird

Night Driver

Prediger. Ehebrecher. Begnadigter. Meine Geschichte
Svenja Lueg (Übersetzer)

Eine schonungslos ehrliche Lebensgeschichte von einem, der nicht nur in der Theorie Sünder war er begegnete einem Gott, der gerade dann ganz nah ist, wenn er uns am fernsten zu sein scheint:

Vom Juniorprofessor zum Nachtfahrer: Chad Bird war Pastor und wurde als jüngstes Mitglied der Fakultät Professor für Altes Testament. Fünf Jahre später fand er sich in einem Appartement wieder, den Revolver in der Hand, um sich das Leben zu nehmen: Sein Stolz und seine Überheblichkeit hatten seine Ehe zerstört, seine Professur und sein Pastorenamt waren Vergangenheit, seine Freunde hatte er verloren. Mit einem Job als Packer bei Fed-Ex hielt er sich finanziell über Wasser. 15 Jahre lang fuhr er nachts mit dem Truck durch texanische Ölfelder — gezwungen, die Dämonen seiner Vergangenheit zu bekämpfen.
Hilfe, sich der Realität zu stellen und sein Leben und sein Versagen anzunehmen, findet er in den biblischen Klagepsalmen, in denen der Beter Gott offen und ehrlich anklagt. Er merkt plötzlich, wie Jesus am Kreuz diese Psalmen mit ihm gemeinsam betet. Die Fragen, die er Gott entgegenschleudert, sind genau die, die Jesus am Kreuz Gott entgegengeschleudert hat und er begreift, dass Gott gerade dann, wenn er ganz weit weg gewesen zu sein schien, ihm in Wirklichkeit am Nächsten war.

„Mir selbst vergeben. Vielleicht bestand darin sowohl mein Problem als auch die Lösung. All diese Komplexe, die ich hatte, ob Gott mir vergeben hatte; all die Bedingungen, die ich mir als Grundlage für göttliche Begnadigung zurechtgelegt hatte — all das war letzten Endes nebensächlich. Was mich wirklich zurückhielt, war die Tatsache, dass ich mich weigerte, mir selbst zu vergeben.”

„Nur durch Gottes Gnade in Christus fiel eine Abrissbirne vom Himmel, die das Gebäude zerstörte, das ich auf diese Mythen gebaut hatte. Dadurch wurde mir klar, dass die Vergebung, die Gott uns in seinem Sohn schenkt, an keinerlei Bedingungen geknüpft ist. Wir können sie uns nicht „erkaufen”, indem es uns leidtut. Wir können uns keine andauernde Vergebung sichern, indem wir gehorsam leben. Und wir können uns nicht aus Vergebung heraussündigen, nachdem Gott sie uns einmal gewährt hat. Vergebung liegt überhaupt nicht in unserer Hand. Sie liegt in den Händen des Retters, dessen Narben die Geschichte bedingungsloser Liebe erzählen.”

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.12.2022

Ein verlorener Sohn erlebt die Gnade eines Vaters, der bedingungslos liebt

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Chad Bird hat ein Ziel vor Augen. Er möchte Dozent am theologischen Seminar werden. Unerwartet schnell erreicht er alle seine Ziele und ist bald das jüngste Mitglied der Fakultät. Er macht Karriere und ...

Chad Bird hat ein Ziel vor Augen. Er möchte Dozent am theologischen Seminar werden. Unerwartet schnell erreicht er alle seine Ziele und ist bald das jüngste Mitglied der Fakultät. Er macht Karriere und fühlt sich in seiner neuen Welt wohl, so wohl, dass ihm sein Stolz zum Verhängnis wird. Mit einer Affäre stürzt er von seinem hohen Ross. Seine Frau verlässt ihn und er wird in Unehre entlassen. Auf einen Schlag verliert er Familie und Arbeitsstelle.

In diesem Buch beschreibt Chad Bird die nachfolgenden Jahre. Dabei sind seine Erlebnisse eher eine Randnotiz; seine langen Nächte als LKW-Fahrer, eine neue Ehe, die schnell scheitert, seine Versuche sich Gott wieder anzunähern. Im Mittelpunkt dieses Buchs stehen seine Gedanken über die unverschämte Gnade eines himmlischen Vaters, der seinen verlorenen Kindern nachgeht und sie auf den Weg nach Hause begleitet.

Die tiefsinnigen Gedanken des Autors über Stolz, Versagen und Gnade sind unerwartet ehrlich. Er reißt die fromme Maske herunter und spricht offen über Wut, versteckte Motive und Sehnsucht nach Sünde. Die grundlegende Botschaft dieses Buchs, ist, dass unsere eigenen Bemühungen uns nicht retten können. Wir sind allein auf Gottes Gnade angewiesen, vom Anfang bis zum Ende. Ob es darum geht umzukehren, anderen und uns selbst zu vergeben, oder auf dem neuen Weg zu bleiben, aus eigener Kraft können wir das nicht. Der verlorene Sohn ist ein gutes Beispiel für unsere Versuche der Rettung etwas hinzuzufügen, denn er will zwar nach Hause, dabei legt er sich selbst jedoch einen Plan zur Rettung zurecht. Aber, meint der Autor, es ist allein Gott, der rettet und unser Leben neu macht.

„Unser Vater schreibt die Lebensgeschichte mit der Tinte des Kreuzes neu. Er nimmt unsere stümperhaften Narrative voller Ich und füllt sie mit Jesus. „Mein Sohn“, sagt er, „das ist, wer du jetzt bist. Er ist deine Geschichte, deine Identität, dein Alles.“ Man könnte sagen, dass wir die einzige gute Art von Identitätsdiebstahl erlebt haben. Jesus hat unsere alte Identität gestohlen und uns eine neue gegeben. Er ist geworden, wer wir einst waren. Und wir werden, wer er ist.“

Fazit: Dieses Buch ist weniger eine Lebensgeschichte als vielmehr ein Lesebuch über Gnade. Schonungslos offen, deckt es auf wie Stolz und Eigenständigkeit uns zu Fall bringen können, und wie liebevoll der Vater uns aus der Dunkelheit unseres Scheinlebens herausholen will.