Stark, bewegend und voller Spannung – eine gelungene Fortsetzung am Rosenhag
Nach dem ersten Band war ich sehr gespannt, wie es mit den Frauen vom Rosenhag weitergeht – und ich wurde nicht enttäuscht. Corina Bomann gelingt es, nahtlos an die Ereignisse anzuknüpfen und gleichzeitig ...
Nach dem ersten Band war ich sehr gespannt, wie es mit den Frauen vom Rosenhag weitergeht – und ich wurde nicht enttäuscht. Corina Bomann gelingt es, nahtlos an die Ereignisse anzuknüpfen und gleichzeitig neue Konflikte einzuführen, die die Figuren noch mehr herausfordern.
Besonders beeindruckt hat mich wieder, wie lebendig die Autorin ihre Charaktere zeichnet. Marlene und Liv sind für mich zwei unglaublich starke Frauen, die trotz aller Widerstände für ihre Überzeugungen und für die Menschen, die sie lieben, einstehen. Schon im ersten Teil habe ich ihre Verbundenheit geschätzt, im zweiten wird sie für mich noch tiefer spürbar.
Die Spannung steigert sich kontinuierlich: Stens Rückkehr als Bedrohung, Marlenes Enttäuschung über Oskar, Lisbeths Intrigen – all das hat mich beim Lesen mitfiebern lassen. Gleichzeitig berühren die persönlichen Schicksale, etwa Sigruns Geschichte oder Cäcilias schwerer Weg. Dadurch bleibt der Roman nicht nur dramatisch, sondern auch sehr menschlich.
Auch atmosphärisch hat mich das Buch wieder abgeholt: Der Rosenhag ist nicht nur ein Ort, sondern ein Symbol für Hoffnung, Zusammenhalt und Neubeginn. Besonders das Ende hat mir gefallen – mit dem Blick ins Jahr 1920 schließt die Geschichte nicht nur ab, sondern öffnet auch eine Tür für eine neue Zukunft.
Fazit: Eine packende, emotionale und zugleich hoffnungsvolle Fortsetzung, die den ersten Band in nichts nachsteht. Wer historische Familiengeschichten mit starken Frauenfiguren liebt, wird auch hier wieder begeistert sein.