Cover-Bild Erinnern nicht vergessen
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ars vivendi
  • Themenbereich: Geschichte und Archäologie - Geschichte
  • Genre: Sachbücher / Geschichte
  • Seitenzahl: 160
  • Ersterscheinung: 30.04.2025
  • ISBN: 9783747206683
Doris Katheder, Astrid Betz, Anja Prölß-Kammerer, Sabrina Weyh

Erinnern nicht vergessen

Nürnberger Gedenkorte

Erinnerungskultur sichtbar machen – Gedenkorte in Nürnberg entdecken

Geschichte »vor der eigenen Haustür«: Nürnberg-Spaziergänge durch Zeit und Raum

Ob Synagogendenkmal, das Denkmal für die Sinti und Roma oder das Mahnmal für die Opfer der NSU-Gewalttaten: Dieses Buch macht die Vielfalt der Erinnerungskultur greifbar. 

Angesichts immer weniger Zeitzeuginnen und Zeitzeugen als moralische Wegweiser gewinnen Orte als Sichtbarmachung der nationalsozialistischen Verfolgung und Ermordung von Menschen mehr denn je an Bedeutung.
»Erinnern nicht vergessen« nimmt die Leserinnen und Leser mit auf einen Spaziergang durch Nürnberg und seine jüngere Geschichte.

Das Buch will sensibilisieren für das Gedenken an verschiedene Opfergruppen – darunter auch LGBTIQ+, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter – sowie für zeitgenössische Verbrechen wie die NSU-Morde.

Geschichte erleben, wo sie geschah: Spaziergänge zu Gedenkorten mitten in Nürnberg – von der NS-Zeit bis zur Gegenwart.

Gegen das Vergessen: Sichtbare Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus und heutiger rechter Gewalt – mit aktuellem Bezug.

Vielfältige Perspektiven: Gedenken an Sinti und Roma, jüdische Opfer, LGBTIQ+, Zwangsarbeiter:innen und NSU-Betroffene – durchdacht und vielstimmig.

Mit Stimmen der Angehörigen: Bewegende Kurzinterviews geben Opfern und ihren Familien ein Gesicht.

Reich bebildert und fundiert: Informativ, berührend, ideal für Leser:innen mit Interesse an lokaler Geschichte, Erinnerungskultur und Demokratiebildung.

Für Einheimische und Besuchende: Der perfekte Begleiter für historische Stadtgänge – nicht nur für Nürnberger:innen.

Gerade jetzt wichtig: In Zeiten des gesellschaftlichen Rechtsrucks ist Erinnerungsarbeit nötiger denn je.

 

 

 

 

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.08.2025

»Woran sich eine Gesellschaft erinnert, prägt ihre Identität, denn: Die Vergangenheit ist der Resonanzraum für unsere Gegenwart.«

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»Woran sich eine Gesellschaft erinnert, prägt ihre Identität, denn: Die Vergangenheit ist der Resonanzraum für unsere Gegenwart.«

Nürnberg ist nicht nur Kaiserstadt und ein in vielerlei Hinsicht geschichtsträchtiger ...

»Woran sich eine Gesellschaft erinnert, prägt ihre Identität, denn: Die Vergangenheit ist der Resonanzraum für unsere Gegenwart.«

Nürnberg ist nicht nur Kaiserstadt und ein in vielerlei Hinsicht geschichtsträchtiger Ort, sondern auch eine Stadt, die sich bewusst mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzt und diese in das heutige Stadtleben integriert.
Besonders zur Zeit des Nationalsozialismus fiel Nürnberg eine bedeutende Rolle zu. Dort fanden auf dem eigens dafür angelegten Reichsparteitagsgelände riesige Reichsparteitage statt, die Nürnberger Gesetze wurden am 15. September 1935 verabschiedet und ab Ende 1945 begannen die Nürnberger Prozesse gegen die Hauptkriegsverbrecher.
Auch zahlreiche Razzien und Deportationen nicht nur von jüdischen Menschen, sondern auch von Homosexuellen, sog. „Asozialen“, Zeugen Jehovas, etc. ereigneten sich.
Darüberhinaus streckte sich der Greifarm des Gedankenguts in die jüngere Vergangenheit – allein in Nürnberg wurden drei türkische Männer vom NSU ermordet.

Dieses Buch widmet sich vielen Schicksalen, die sich in Nürnberg ereigneten und denen mit diesem Buch, aber auch durch Gedenkorte, gedacht wird.
Die jeweiligen Kapitel widmen sich verschiedenen Gedenkorten hinsichtlich ihrer Geschichte hin zu der Bedeutung als Mahnmal und Reflexion für unsere Zeit und unser eigenes Handeln.
Ergänzt werden sie teilweise durch Kurzinterviews und einigen Schilderungen von persönlichen Schicksalen von Opfern oder Widerstandskämpferinnen, was das Buch bereichert, da sie eindrücklich auf die Leserinnen wirken und die unzähligen grausamen Morde unschuldiger Menschen schonungslos vor Augen führen.
Ich wusste weder etwas von dem Goldenen Saal unter der Zeppelintribüne auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände, eines KZ-Außenlagers oder dem ehemaligen „Lagerfriedhof“.

In Zeiten, in denen Erinnerungskulturen von nicht wenigen in Frage gestellt werden, ist die Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit umso wichtiger.

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