Die Bar hieß Tangerinn
Das Buch der italienischen Schriftstellerin Emanuela Anechoum lebt von der Erzählstimme der Protagonistin Mina und ihrer Situation. Sie lebt zur Zeit eigentlich in London, kehrt aber nach dem Tod des Vaters ...
Das Buch der italienischen Schriftstellerin Emanuela Anechoum lebt von der Erzählstimme der Protagonistin Mina und ihrer Situation. Sie lebt zur Zeit eigentlich in London, kehrt aber nach dem Tod des Vaters nach Kalabrien zurück. Ihr Vater Omar stammt aus Marokko, daher ist die Suche nach ihrer Identität ein großes Thema.
Zurück blieben ihre Schwester und die labile Mutter, um die man sich kümmern muss, genau wie um die Migrantenbar Tangerinn ihres Vaters. Dabei war es ihr so wichtig, dem Leben in Kalabrien zu entkommen.
Man kann Minas Situation gut verstehen, obwohl sie keine einfache Hauptfigur ist. Immer wieder geht sie innerlich ins Gespräch mit dem verstorbenen Vater. Erst spät im Buch, im vierten Teil, hat Omar auch einen Auftritt, als ein Freund Mina von früheren gemeinsamen Zeiten erzählt.
Mina muss sich entscheiden: Will sie bleiben oder wieder gehen? Mit dieser richtungsweisenden Entscheidung schließt das Buch.