Cover-Bild Tangerinn
Band der Reihe "NONSOLO limoni"
23,00
inkl. MwSt
  • Verlag: nonsolo Verlag
  • Themenbereich: Belletristik
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 288
  • Ersterscheinung: 27.02.2026
  • ISBN: 9783947767335
Emanuela Anechoum

Tangerinn

Christiane Burkhardt (Übersetzer)

Zwischen Heimat und Ferne. Eine Suche nach Zugehörigkeit.

In einer Welt voller Ungewissheiten und falscher Vorbilder ist eine junge Frau zwischen London, ihrem Heimatdorf in Kalabrien und dem imaginierten Marokko ihres geliebten, aber abwesenden Vaters hin- und her gerissen.

Mina ist dreißig und lebt in London ein geordnetes Leben, das kaum Raum für Spontaneität lässt – alles, um endlich dazuzugehören. Eines Abends erhält sie einen Anruf ihrer Mutter: Der Vater ist plötzlich gestorben. Mina kehrt für die Bestattung nach Hause zurück, bleibt aber schließlich für längere Zeit. In ihrem Dorf am Meer hatte ihr Vater eine kleine Bar, die überwiegend von Migranten besucht wird. Ein seltsamer Ort, an dem die Menschen häufig nur kurz auftauchen – wie Geister, um bald wieder zu verschwinden, und der in Mina Erinnerungen an ihren Vater erweckt, diesen schwer zu fassenden Mann mit einer geheimnisvollen Vergangenheit in Marokko.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.02.2026

Die Bar hieß Tangerinn

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Das Buch der italienischen Schriftstellerin Emanuela Anechoum lebt von der Erzählstimme der Protagonistin Mina und ihrer Situation. Sie lebt zur Zeit eigentlich in London, kehrt aber nach dem Tod des Vaters ...

Das Buch der italienischen Schriftstellerin Emanuela Anechoum lebt von der Erzählstimme der Protagonistin Mina und ihrer Situation. Sie lebt zur Zeit eigentlich in London, kehrt aber nach dem Tod des Vaters nach Kalabrien zurück. Ihr Vater Omar stammt aus Marokko, daher ist die Suche nach ihrer Identität ein großes Thema.
Zurück blieben ihre Schwester und die labile Mutter, um die man sich kümmern muss, genau wie um die Migrantenbar Tangerinn ihres Vaters. Dabei war es ihr so wichtig, dem Leben in Kalabrien zu entkommen.
Man kann Minas Situation gut verstehen, obwohl sie keine einfache Hauptfigur ist. Immer wieder geht sie innerlich ins Gespräch mit dem verstorbenen Vater. Erst spät im Buch, im vierten Teil, hat Omar auch einen Auftritt, als ein Freund Mina von früheren gemeinsamen Zeiten erzählt.

Mina muss sich entscheiden: Will sie bleiben oder wieder gehen? Mit dieser richtungsweisenden Entscheidung schließt das Buch.