Franz Rieder: Arte factum - ein außergewöhnlicher Roman
Kiki verliert ihre große Liebe Ulysses, der sehr erfolgreich im internationalen Kunsthandel tätig war. Nach dessen Tod tauchen nach und nach Hinweise auf seine Verwicklung in kriminelle Machenschaften ...
Kiki verliert ihre große Liebe Ulysses, der sehr erfolgreich im internationalen Kunsthandel tätig war. Nach dessen Tod tauchen nach und nach Hinweise auf seine Verwicklung in kriminelle Machenschaften mit der Kunstmafia auf. Mit Hilfe ihrer Freundin Mela, Mitarbeitern der Kunstgalerien in London, Athen, Berlin, Düsseldorf - die wiederum Verbindung zu internationalen Anti-Mafia-Gruppierungen pflegen - geht sie diesen Verwicklungen nach. Dabei stellt sich immer wieder die Frage: Wer war Ulysses wirklich? Und noch wichtiger: Wer war Kiki für Ulysses? War ihre tief empfundene Liebe echt?
Das Geschehen schickt den Leser auf eine spannende Reise rund um unseren Globus. Die Schilderungen der Schauplätze gelingen lebendig und in atmosphärische Dichte.
Besonders gefallen haben mir die charakterliche Darstellung der Hauptfiguren, aber auch Douglas und Jorge aus Venezuela mit ihrem gänzlich anderen kulturellen Hintergrund.
Auch, wenn das Buch an einigen Stellen ein wenig overcrowded erscheinen mag, Protagonisten kommen und gehen - Mythen scheinen auf, nicht nur irdische Kräfte und Welten fordern Raum. Mir haben all diese Dinge - wie auch die Schilderung der Bösewichte in Form bekannter Figuren aus Politik und Wirtschaft - sehr viel Spaß gemacht.
Freu' mich schon auf's nochmalige Lesen.