Cover-Bild Das vierte Protokoll
14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Spionage
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 512
  • Ersterscheinung: 15.01.2013
  • ISBN: 9783492302135
Frederick Forsyth

Das vierte Protokoll

Thriller
Rolf Soellner (Übersetzer), Hedda Soellner (Übersetzer)

Bei einem Einbruch im vornehmen Londoner West End wird nicht nur ein wertvolles Diamantendiadem gestohlen, sondern auch geheimes NATO-Material, das weit kostbarer ist. Eine undichte Stelle im Verteidigungsministerium? Was bedeutet das Codewort »Aurora«? Und wer ist »Chelsea«? Als Topagent John Preston sich ans Werk macht, scheint sich in einem dramatischen Höhepunkt das Geheimnis zu enthüllen. In Moskau hecken derweil ein ehemaliger britischer Meisterspion und der mächtigste Mann im Kreml hinter dem Rücken des KGB einen teuflischen Plan aus …

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Unverzichtbar für den Weltfrieden

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Mit diesem Roman beschäftige ich mich erneut mit einem Spionagethriller von Frederick Forsyth. Wieder fällt auf, wie aktuell der Roman ist, besonders im Hinblick auf die aktuelle Situation zwischen Russland ...

Mit diesem Roman beschäftige ich mich erneut mit einem Spionagethriller von Frederick Forsyth. Wieder fällt auf, wie aktuell der Roman ist, besonders im Hinblick auf die aktuelle Situation zwischen Russland und der Ukraine sowie den amerikanischen Präsidenten.

Die Handlung des Romans ist in der Zeit zwischen der Mitte und dem Ende der 1980er Jahre angesiedelt, während Margeret Thatcher in Großbritannien im Amt ist. Der Kalte Krieg ist nach wie vor aktiv. Während Thatcher eine vorzeitige dritte Amtszeit anstrebt, versucht Russland, innerhalb der Labour-Partei eine radikale Linke zu fördern und die Wähler im Kontext des Atomausstiegs und des Klimaschutzes zu beeinflussen, um deren Stimmen zu gewinnen.

Dafür soll in Großbrittanien sogar ein kleine Atombombe gezündet werden, um den Wählern die Folgen aufzuzeigen und ihnen für die bevorstehende Wahl einen Schubs zu geben.

Frederick Forsyth gilt als ein Experte für komplexe Intrigen. Seine Handlungen sind so geschickt konstruiert, dass der Ausgang des Romans oft erst kurz vor dem Finale klar wird. Zudem finden sich sowohl große, übergeordnete Intrigen als auch private Konflikte zwischen den Charakteren.

Für zahlreiche Leser könnte der Schreibstil dieses Autors gewöhnungsbedürftig sein. Frederick Forsyth verwendet kaum konkrete Handlungen oder Dialoge. Stattdessen nimmt er die Rolle eines Erklärers ein und überschaut das Geschehen aus einer hohen Perspektive. Man könnte dies mit einer weiten Kameraführung im Film vergleichen, bei der alles aus der Ferne in einer Totalen betrachtet wird. Detaillierte Einblicke gibt es nur, wenn es wirklich erforderlich ist.

Dieser Schreibstil ist äußerst aufschlussreich und vermittelt den Lesern ein umfassendes Verständnis der gesamten Situation. Frederick Forsyth gewährt auf fesselnde Weise Einblicke in die Abläufe der Geheimdienste, die Befehlshierarchien und die Denkweisen bedeutender Politiker. Dabei beschränkt er sich nicht nur auf die Akteure Großbritannien und die Sowjetunion, sondern beleuchtet auch die Aktivitäten der Stasi in der DDR, des Bundesnachrichtendienstes der BRD, des israelischen Mossad und weiterer Organisationen. Seine umfassende Expertise in diesen Bereichen hat Forsyth bereits in früheren Romanen eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

„Das vierte Protokoll“ von Frederick Forsyth ist allein aus dem Grund lesenswert, dass es tiefgehende Einblicke in die Vergangenheit bietet und damit das Verständnis für die gegenwärtigen Geschehnisse fördert. Wer sich mit der Spionage im Kalten Krieg beschäftigt, erhält wertvolle Erkenntnisse, die helfen, die aktuelle Dynamik zwischen Trump und Putin besser nachzuvollziehen.

Zu guter Letzt möchte ich auf einige der bekanntesten Werke dieses britischen Autors hinweisen, um euch eine bessere Einordnung zu ermöglichen. Meiner Meinung nach ist sein bekanntester Thriller „Der Schakal„, der bereits mehrfach als Film umgesetzt wurde. In einer der erfolgreichen Verfilmungen übernahm der britische Schauspieler Edward Fox die Hauptrolle, während in einem späteren Remake Bruce Willis zu sehen war.

Der Thriller „Die Akte Odessa„, der mit Jon Voight in der Hauptrolle besetzt ist, gehört zu den fast ebenso bekannten und erfolgreichen Verfilmungen.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2026