Ein Buch über Ruanda
Milan wächst als Sohn einer Ruanderin und eines Franzosen in Frankreich auf. Seine Mutter schweigt sich über ihre Vergangenheit in Ruanda aus, so weiß er nichts über das Land und seine Vorfahren.
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Milan wächst als Sohn einer Ruanderin und eines Franzosen in Frankreich auf. Seine Mutter schweigt sich über ihre Vergangenheit in Ruanda aus, so weiß er nichts über das Land und seine Vorfahren.
Als sich seine Eltern scheiden lassen, eröffnet ihm seine Mutter, dass sie dieses Jahr zu zweit ihre Ferien in Ruanda verbringen. Völlig überrascht lernt er seine Großmutter kennen und erfährt, dass der Junge, der mal bei Ihnen war, sein Onkel ist.
Er versucht, mehr über seine Familiengeschichte und die Geschichte des Landes zu erfahren, auch wenn das bedeutet, oft und lange nach Ruanda zu reisen.
Die Familiengeschichte von Milan ist eng verbunden mit der von Ruandas. So erfährt man im Laufe des Buches sehr viel über Ruanda, den Untergang der Monarchie, die Christianisierung durch die Belgier und schließlich die Ermordung unzähliger Tutsis.
Die Geschichte fesselt die Leser:in von Anfang an und lässt sie Milans Vergangenheit und Gegenwart hautnah erleben. Der erste Teil konzentriert sich auf Milans Erlebnisse in Ruanda, während der zweite Teil verschiedene Lebensgeschichten erzählt, die den Leser tiefer in die Geschichte Ruandas eintauchen lassen.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass das Buch etwas mehr emotionale Tiefe hätte vertragen können. Trotzdem ist es sehr interessant und bereichert das Wissen über Ruanda.
Ich kann es nur wärmstens empfehlen.