Etwas zu realitätsfern
Dieser Roman ist locker-leicht zu lesen, wenngleich ich mir aufgrund von Titel, Cover und Pressestimmen doch einen etwas „derberen“ Stil vorgestellt hatte. Nichtsdestotrotz gefiel mir der schonungslose, ...
Dieser Roman ist locker-leicht zu lesen, wenngleich ich mir aufgrund von Titel, Cover und Pressestimmen doch einen etwas „derberen“ Stil vorgestellt hatte. Nichtsdestotrotz gefiel mir der schonungslose, ungeschönte Stil, besonders das Einflechten und die Wirrungen der Gedankengänge – das kam mir aus meinem eigenen Kopf doch recht bekannt vor.
Für meinen Geschmack war es aber vielleicht etwas zu realitätsfern, wie der Protagonist trotz allem, was geschehen ist, an seiner Susanna hängt, ihre Spielchen mitmacht und sie dennoch zurückgewinnen möchte, aber vielleicht sind die Männer von heute ja tatsächlich so anhänglich? Wer weiß ... Irgendwie scheint es sich bei Georg um eine Art gespaltene Persönlichkeit zu handeln – auf der einen Seite ein ziemliches Weichei, wie er seiner Angebeteten hinterher läuft, und zum anderen doch wieder ein nüchterner Realist.
Nun, schlussendlich ein leicht zu lesender Roman, der nüchtern-sachlich beschreibt, zu was für einem Esel einen die „Liebe“ doch machen kann. Auch wenn die immer wieder detailliert beschriebene Sehnsucht nach Susanna mit der Zeit ein wenig nerven kann, so gibt dieses Werk doch Einblick in die Gedankenwelt, die ungeschönte Wirklichkeit und die Triebe eines Mannes, der alles auf eine Karte gesetzt hat, nur leider die falsche ...