Cover-Bild Die Zukunft der Landwirtschaft als dialogisches Verfahren
Band 25 der Reihe "Rostocker Beiträge zur Regional- und Strukturforschung"
15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Gesellschaft zur Förderung des Hanseatic Institute for Entrepreneurship and Regional Development an der Universität Rostock e.V.
  • Themenbereich: Gesellschaft und Sozialwissenschaften
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 186
  • Ersterscheinung: 01.07.2015
  • ISBN: 9783945910009
Gerald Braun, Lutz Laschewski, Wolfgang Sucharowski, Widar Wendt

Die Zukunft der Landwirtschaft als dialogisches Verfahren

Lutz Laschewski (Herausgeber), Widar Wendt (Herausgeber)

Es wird wieder viel über Landwirtschaft gesprochen. Auch hat sich die Art verändert, wie in der Gesellschaft darüber gesprochen wird. Waren bis in die achtziger Jahre hinein die Folgen des agrarstrukturellen Wandels für die ländlichen Räume das bestimmende Thema, so wird spätestens mit der BSE-Krise und der im Anschluss proklamierten „Agrarwende“ die industrialisierte Landwirtschaft als ökologisches und gesundheitliches Risiko- und Konfliktfeld thematisiert.
Mit der Veränderung gesellschaftlicher Konfliktkonstellationen und Diskurse über die Rolle der Landwirtschaft und dem Wandel der Kommunika-tionsformen gewinnen dialogische Verfahren an Raum, die darauf abzielen, Entscheidungsprozesse in der Agrarpolitik zu öffnen und die dafür auch Spielräume der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien nutzen.
Ein solcher Prozess - der im Sommer 2012 eröffnete Masterplanprozess „Mensch und Land“ in Mecklenburg-Vorpommern - ist Gegenstand der Beiträge dieses Bandes. Zwar wurde er mit einem Arbeitsergebnis abgeschlossen, sowohl der Arbeitsprozess selbst als auch das Ergebnis blieben jedoch kontrovers und vieles, was erarbeitet wurde, fand nicht den Weg in politische Programme.
Die Autoren betrachten diesen Prozess aus spezifischen Perspektiven - der Regionalentwicklung, der Kommunikationswissenschaft und der Agrarsoziologie - und verweisen auf unterschiedliche Problemzusammenhänge, wie die in der Region institutionalisierte und in den Partizipationserwartungen der Beteiligten manifestierte Kommunikationspraxis, das durch den häufigen Wechsel von Kommunikationssituationen und -medien gekennzeichnete Verfahren sowie die Effekte gesellschaftlicher Differenzierung.
Diese Problemperspektiven herauszuarbeiten und zu verbinden erwies sich nicht nur in der Begleitung des Prozesses förderlich, sondern liefert einen eigenständigen und frischen Blick auf die Möglichkeiten und Grenzen sowie die Gestaltung dialogischer Verfahren.
Um über Landwirtschaft zu sprechen, braucht es gute dialogische Verfahren.

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