Wunderschöne Sprache
Geboren als einfacher Bauernjunge strebt der junge Peter nach mehr. Schon früh hat er die Mutter verloren und fühlt sich vom Vater nicht verstanden. Er zieht in die Stadt, um Dichter zu werden. Sein Lebensweg ...
Geboren als einfacher Bauernjunge strebt der junge Peter nach mehr. Schon früh hat er die Mutter verloren und fühlt sich vom Vater nicht verstanden. Er zieht in die Stadt, um Dichter zu werden. Sein Lebensweg ist geprägt von unerfüllter Liebe und vielen schrecklichen Verlusten. Sein bester Freund Richard, in den er heimlich verliebt ist, stirbt und lässt Peter in Dunkelheit zurück. Auch mit Frauen hat Peter kein Glück. Die die ihn wollen, will er nicht und die die er will, will ihn nicht. Lange Zeit verbringt er in Italien und findet dort zur inneren Stärke. Dies ist das erste Buch von Hermann Hesse und um 1903 erschienen. Wie auch in seinen anderen Büchern liebe ich seine Sprache. Das Buch hat autobiographische Züge und so findet man sehr viel Hermann in Peter. Schon in meiner Jugend hatte ich bei Hermann Hesse immer das Gefühl, dass dies ein Mensch ist, der mich versteht, weil er die gleichen Empfindungen hat wie ich, aber anders als ich es schafft in Worten auszudrücken was ihn umtreibt. Dieser Mann ist ca. 100 Jahre vor mir geboren worden und dennoch hatte ich immer das Gefühl im gedanklich ganz nahe zu sein. Seit Jahren habe ich kein Buch mehr von ihm gelesen. Und jetzt, wo ich dieses hier beendet habe, frage ich mich, wie das passieren konnte. Es ist so eindrücklich, klar und wunderschön geschrieben, dass es mich tief berührt hat.