Vorfreude und Nervenkitzel
„Der eiserne Baum“ fühlt sich an wie ein tiefer Atemzug vor dem großen Finale – allerdings einer, der voller Nervenkitzel steckt. Die Grace-Geschwister stehen diesmal vor einer besonders kniffligen Aufgabe: ...
„Der eiserne Baum“ fühlt sich an wie ein tiefer Atemzug vor dem großen Finale – allerdings einer, der voller Nervenkitzel steckt. Die Grace-Geschwister stehen diesmal vor einer besonders kniffligen Aufgabe: Sie müssen eine uralte Bedrohung aufspüren und sich gleichzeitig mit den wachsenden Gefahren aus der Welt der Fabelwesen auseinandersetzen.
Holly Black gelingt es, die Geschichte spürbar dunkler und komplexer zu gestalten, ohne den zugänglichen Erzählton zu verlieren. Die Spannung steigt stetig, und kleine Hinweise auf das große Finale sind geschickt eingestreut. Die Dynamik zwischen den Geschwistern wird immer tiefgründiger – aus anfänglichem Streit ist ein starkes Team geworden, das sich gegenseitig vertraut, auch wenn sie nicht immer einer Meinung sind.
Die Illustrationen von Tony DiTerlizzi sind hier besonders eindrucksvoll, vor allem die Darstellung des titelgebenden „Eisernen Baumes“, der wie ein stiller Wächter über der Geschichte schwebt. Jede Zeichnung verstärkt das Gefühl, dass man sich mitten in einer alten, gefährlichen Legende befindet.
Fazit: Dicht, atmosphärisch und voller Vorfreude auf den letzten Band – „Der eiserne Baum“ ist ein würdiger vorletzter Akt, der Lust auf das große Finale macht.