Spannende Einblicke ins Leben und Werk von Ingeborg Bachmann
In diesem Band versammeln sich mehrere Gespräche, die von unterschiedlichen Leuten über die Jahre von 1956 bis 1973 mit Ingeborg Bachmann geführt wurden. Man erfährt mehr über sie, die Schriftstellerin, ...
In diesem Band versammeln sich mehrere Gespräche, die von unterschiedlichen Leuten über die Jahre von 1956 bis 1973 mit Ingeborg Bachmann geführt wurden. Man erfährt mehr über sie, die Schriftstellerin, die ihresgleichen sucht, über ihr Leben, Werk und auch etwas über ihre privaten Ansichten.
Trotz der mehreren Interviews und gewissen zeitlichen Abständen zwischen diesen, wurden teils ähnlich Fragen, hinsichtlich der Rolle der Musik – die für sie höchste Ausdrucksform – in ihrem Leben oder ihrem Roman „Malina“, inwiefern dieser z.B. autobiografisch sei, gestellt. Selbstverständlich kamen auch Fragen bezüglich ihrer Lyrik, wieso sie keine Gedichte mehr schreibe, deren Entstehung sowie sich öfters wiederholender Motive in ihrer gesamten, vielfältigen literarischen Arbeit. Außerdem mehrmals befragt wurde sie zu den Einflüssen von Robert Musil und Ludwig Wittgenstein.
Neben ihrem Werk, ging es auch um ihre Heimat und ihre Beziehung zu Rom.
Besonders spannend waren auch die Herangehensweisen der Fragenden, die entweder einen sehr großen Redeanteil für sich selbst beanspruchten oder offene Fragen stellten. Bachmann reagierte unterschiedlich darauf. Mal fielen ihre Antworten sehr knapp, konkret und nicht selten eher vage aus und doch ließ sie sich wiederum manchmal auf eine ausführlichere Antwort ein. Ihre Antworten stets eloquent, speziell und durchaus süffisant.
Wer sich in diesem Jubiläumsjahr – zu Ingeborg Bachmanns 100. Geburtstag – ausführlich mit ihr beschäftigen möchte, wird diese Gespräche ganz sicher mit Gewinn lesen.