Cover-Bild Skagboys
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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 832
  • Ersterscheinung: 14.04.2015
  • ISBN: 9783453676862
Irvine Welsh

Skagboys

Roman. Die Vorgeschichte zu Trainspotting
Daniel Müller (Übersetzer)

Mark Renton sollte glücklich sein. Er ist jung, smart, hat eine hübsche Freundin und Spaß am Studium. Doch im Großbritannien der 1980er-Jahre ist kein Platz für ihn und seine Freunde. Man hat ihnen Arbeit, Bildung und Wohlstand versprochen, aber nun ist niemand da, um diese Versprechen einzulösen. Als Marks Familie auf tragische Weise zerbricht, gerät sein Leben außer Kontrolle.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2017

Das Heroin war einfach da

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In einer Welt, in der die Menschen scheinbar nur mehr auf ihre Bildschirme starren und sich für nichts anderes zu interessieren scheinen, muss man sie genau dort abholen, um ihnen Neues zeigen zu können. ...

In einer Welt, in der die Menschen scheinbar nur mehr auf ihre Bildschirme starren und sich für nichts anderes zu interessieren scheinen, muss man sie genau dort abholen, um ihnen Neues zeigen zu können. Wir machen uns die Welt ist ein Buch mit Anregungen Jugendlichen die vielfältigen Möglichkeiten der Kunst näher zu bringen.

Die jüngeren Generationen können sich ein Leben ohne Handy nicht mehr vorstellen und so sind auch die künstlerischen Beiträge in diesem Ratgeber/Sachbuch mit einigen technischen Kunststücken verbunden.

Das sehe ich ein bisschen kritisch, dass dies Voraussetzung ist, dass man dieses technische Spielzeug besitzt, um künstlerisch überhaupt loslegen zu können. Im Gegensatz dazu finden sich im Buch viele kostenlose Alternativen für spezielle Apps und Programme, mit denen einiges vollbracht werden kann. Der Aufbau des Buches ist wirklich sehr, sehr schön und entspricht dem jugendlichen Auge auf allen Ebenen. Es ist in 6 Kapitel eingeteilt, die sich mit der Welt von Jugendlichen auseinandersetzen. Es geht um die eigenen Sinne, die Fantasie und die Entdeckung der eigenen Identität. Außerdem findet man im Buch nützliches Allgemeinwissen und Interviews mit den Künstlern und Künstlerinnen. Die vorgestellten Kunstprojekte regen zum Ausprobieren und selber machen. Man muss dafür auch raus in die Welt bzw. in die eigene Nachbarschaft und lernt Schritt für Schritt einen anderen Blick auf die Dinge zu legen.

Die Anleitungen im Buch sind sehr verständlich und mit vielen Bildern unterlegt. Generell die Aufbereitung des ganzen Buches hat mir sehr gut gefallen. Auch, dass man oft einen Freund oder eine Freundin braucht um einiges auszuführen und dann gemeinsam an einer Sache arbeitet und trotzdem für sich allein individuelle Ideen einbringen kann.



Fazit

Viele Anregungen für Jugendliche in kreativer Sicht aktiver auf ihre Umwelt einzuwirken. Die Verbindung mit den für Jugendliche heutzutage so wichtigen Smartphones etc. holt sie dort ab, wo ihre Interessen liegen und zeigt neue Möglichkeiten auf, wie und wo Kunst überall sein kann. Der Guide ist sehr empfehlenswert!

Veröffentlicht am 31.05.2025

Vorgeschichte von Trainspotting

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In seinem Roman Skagboys erzählt der schottische Autor Irvine Welsh die Vorgeschichte zu seinem Debütroman Trainspotting. Mark Renton sollte eigentlich glücklich sein, er hat Spaß am Studium, ist mit einer ...

In seinem Roman Skagboys erzählt der schottische Autor Irvine Welsh die Vorgeschichte zu seinem Debütroman Trainspotting. Mark Renton sollte eigentlich glücklich sein, er hat Spaß am Studium, ist mit einer hübschen Freundin zusammen und auf dem besten Weg, dem harten Leben seiner Eltern zu entkommen. Alles scheint gut zu laufen, bis Mark, der Alkohol und anderen Drogen nicht abgeneigt ist, zum ersten Mal Heroin konsumiert. Nicht nur er, auch seine Freunde Sick Boy und Spud verfallen der Droge und schnell müssen sie einsehen, dass die Vorstellung, jederzeit wieder aussteigen zu können, nur eine Illusion ist und die Droge schon längst die Kontrolle gewonnen hat.

Skagboys ist ein sehr sozialkritischer Roman, der im Gegensatz zu Trainspotting auch die politischen Auswirkungen der Thatcher Regierung Ende der 80er Jahren in Schottland thematisiert. Im Mittelpunkt stehen wieder Mark Renton und seine Freunde, wie Sick Boy und Spud. Aber auch zu anderen Figuren, die in Trainspotting nur Nebencharaktere waren, wie Alison oder Matty, erfährt der Leser mehr. Die Charaktere stammen alle aus der Arbeiterklasse, leben in ärmlichen Verhältnissen und können ohne Drogen und Alkohol ihren Alltag und ihr Leben kaum ertragen. Dabei sind die Figuren nicht unbedingt das, was man als Sympathieträger bezeichnen würde, nichtsdestotrotz konnte ich ihre Handlungen nachvollziehen und ihren Absturz begleiten. Trotz der ernsten und düsteren Thematik gibt es auch humorvolle Stellen, die allerdings sehr schwarz gefärbt sind. Welsh wechselt immer wieder die Perspektive und zeigt so das Abgleiten einer jungen Generation, der die Zukunft genommen wurde und Zuflucht in Alkohol, Drogen, Kriminalität und Gewalt sucht. Der Schreibstil ist typisch für Welsh sehr umgangssprachlich und vulgär, was ich als passend für das beschrieben Milieu empfunden habe. Zu Welshs Stil gehören auch wieder viele explizite Sexdarstellungen und ekelhafte Szenen, die nichts für schwache Gemüter sind. Das Verhalten der Protagonisten beschreibt Welsh ohne Bewertung oder moralischen Zeigefinger, die Beurteilung und Interpretation des Geschehens überlässt er dem Leser.

Die Romane von Irvine Welsh gefallen mit Sicherheit nicht jedem und Skagboys macht da keine Ausnahme. Die vulgäre Sprache und der dargestellte Drogenkonsum machen es dem Leser nicht leicht, sich mit den Figuren zu identifizieren oder sie besonders sympathisch zu finden. Wer sich vom Stil und der Thematik nicht abschrecken lässt, den erwartet ein würdiger Nachfolger von Welshs Debüt, dessen Klasse hier fast erreicht wird.

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