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Veröffentlicht am 04.10.2019

Frauen tragen die Hälfte des Himmels

Die Hälfte des Himmels
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"Frauen tragen die Hälfte des Himmels" - Chinesisches Sprichwort


Das hier ist ein Buch, das man von der ersten Seite weg mit wachsendem Entsetzen liest und dieses Entsetzen kann man danach nicht mehr ...

"Frauen tragen die Hälfte des Himmels" - Chinesisches Sprichwort


Das hier ist ein Buch, das man von der ersten Seite weg mit wachsendem Entsetzen liest und dieses Entsetzen kann man danach nicht mehr nicht spüren. Man kann das, was man gelesen hat, nicht ungelesen machen. Die Geschichten dieser Frauen machen wütend. Man will etwas für sie tun.

Genau darauf zielt auch diese Reportage in Buchform ab. Es werden viele Beispiele genannt, was man als einzelner Mensch tun kann.

Das Autorenpaar Kristof und WuDunn haben ihr journalistisches Augenmerk auf Menschenrechtsverletzungen gegen Mädchen und Frauen gelegt. Sie schauen dort hin, wo andere wegschauen. In Süd- und Ostasien sowie Afrika passieren die gravierendsten Verbrechen. Die beiden sind dort hingereist und haben Frauen und Mädchen interviewt, die in armen, prekären Verhältnissen leben, und diesen Menschen eine Stimme gegeben, indem sie ihren Geschichten zugehört und diese aufgeschrieben haben.

"In den reichen Ländern des Westens ist Diskriminierung gewöhnlich eine Sache ungleicher Löhne, unterfinanzierter Sportvereine oder unerwünschter Tätscheleien eines Chefs [Anm.: sexuelle Belästigung wird hier sehr harmlos dargestellt]. In anderen Teilen der Welt hingegen ist Diskriminierung tödlich." (S. 17)

Der Schwerpunkt der Berichte liegt auf drei Aspekten menschlichen Missbrauchs: Sexhandel und Zwangsprostitution, Gewalt gegen das weibliche Geschlecht (darunter Ehrenmorde, [Massen]Vergewaltigungen) sowie Müttersterblichkeit. Dementsprechend muss man sich auf grausliche und grausame Beschreibungen einstellen. So detailliert habe ich bis jetzt selten von solchen Gräueltaten gelesen. Die Portraits der Frauen geben aber auch Hoffnung auf eine bessere Zukunft, da sie stark sind und sich oft trotz der Ungerechtigkeiten, die ihnen widerfahren, nicht unterkriegen lassen oder aufgeben und weiterhin für ein besseres Leben für sich und für andere Frauen/Mädchen kämpfen. Es werden auch ausführlich (amerikanische) Hilfsorganisationen sowie ihre und andere Projekte beschrieben, die versuchen, die Lebensverhältnisse unter anderen zum Beispiel in Indien, Kambodscha, Pakistan, Äthiopien, Somalia und Kongo zu verbessern.

Das Buch zu verdauen ist nicht einfach. Ich habe immer wieder Pausen gebraucht, um das Gelesene verarbeiten zu können. Neben den Einzelschicksalen, findet man im Buch viele Statistiken, Zahlen und Studien, die das große Ausmaß des Leids zeigen, über das oft geschwiegen wird. Man bekommt eine Fülle an Informationen, die man sich niemals alle merken kann. Ich fand sie aber sehr gut aufbereitet und man kriegt ein Bewusstsein für viele Teile der Welt, wo für Frauen noch viel getan werden muss und die einem sonst sehr fremd sind.


Fazit

Keine leichte Lektüre, die mal zwischendurch reinpasst. Die vielen Einzelschicksale von Frauen/Mädchen, die von Sexhandel, Gewalt, Gleichgültigkeit und Armut betroffen sind oder waren, lassen nicht kalt. Die schonungslose Berichterstattung ist gleichzeitig eine Anklage der Missstände in Entwicklungsländern sowie eine Handlungsaufforderung an jeden Einzelnen etwas für die Gleichstellung der Frauen zu tun. Nur nicht wegschauen! Die gut recherchierten Statistiken und Studien runden das Buch perfekt ab.

Veröffentlicht am 04.10.2019

Gegen den Strom schwimmen

Miroloi
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Miroloi, auch Totenlied genannt, erzählt in 128 Strophen das Leben eines Teenager Mädchens, das als Findelkind auf einer Insel mit einem einzigen Dorf aufwächst und außer ihrem Finder und einer Freundin ...

Miroloi, auch Totenlied genannt, erzählt in 128 Strophen das Leben eines Teenager Mädchens, das als Findelkind auf einer Insel mit einem einzigen Dorf aufwächst und außer ihrem Finder und einer Freundin von ihm ist diesem Mädchen niemand wohlgesinnt. Das Inseldorf mutet archaisch an, wird durch ein sehr strenges patriarchales System beherrscht (Frauen haben kaum Rechte) und die Bewohnerinnen leben nach einer Religion, die sich wie ein Mischmasch aus unseren Weltreligionen anhört: Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus, aber auch griechische Mythologie. Zur Außenwelt hat die Insel kaum Kontakt.

Grundsätzlich sind das Voraussetzungen, die für eine spannende, entwicklungsreiche Geschichte sehr viel Stoff bieten können. Sprachlich ist dieses Buch auch wirklich ein Wahnsinn, nur für den Inhalt muss ich ein paar Abzüge machen. Generell ist dieses Buch aber sehr schwer zu bewerten, da es in keine Schublade passt. (Aber es wird sowieso Zeit das Schubladendenken endlich GANZ aufzugeben.)

Drei Punkte sind besonders hervorzuheben: Die Charakterentwicklung des Mädchens, die Sprache/der Schreibstil, die/der sich mit der Entwicklung des Mädchens verändert (warum ich das Mädchen nicht beim Namen nenne, erfahrt ihr nur, wenn ihr das Buch lest) und die feministischen Ansätze, die mal besser mal schlechter in der Handlung umgesetzt sind.

Die feministischen Themen sind: Unterdrückung der Frauen, Rollenverteilung der Geschlechter, Menstruation, erster Sex, die Klitoris, die Lust der Frau, Bildung (immer wieder Bildung), sexueller Missbrauch, körperliche Gewalt gegen Frauen, Zwangsehen.

Ziemlich viele negative Themen, es herrscht auch oft eine sehr bedrückte Stimmung und im Verlauf der Geschichte wird es nicht unbedingt besser. Ich habe mir so viele Fragen gestellt während des Lesens, aber kaum eine davon wird wirklich zufriedenstellend beantwortet. Viele der oben aufgezählten Themen werden natürlich sehr schrecklich dargestellt, es ist nicht immer klar, warum die Autorin noch eine weitere Form der unterschiedlichen Machtverhältnisse zwischen Männern und Frauen beschreiben musste, wenn daraus nichts weiter hervorgeht, außer die Erniedrigung der Frau. Die Stellung der Frauen im Dorf würde auch mit weniger Beispielen sehr deutlich dargestellt werden. Das ist mein Kritikpunkt an den feministischen Themen. Ich will nicht von sexuellem Missbrauch lesen, wenn mir darauf keine alternativen Handlungsmöglichkeiten gezeigt werden. Was bringt sich das? Was soll das? Klar, es ist Teil unserer Realität und es muss auch in der Literatur verarbeitet werden. Aber die Darstellung ist mMn oft problematisch.

Das Mädchen macht einen erstaunlichen Prozess durch und konnte mich von Anfang an für sich einnehmen. Am Anfang bekommt man noch sehr viele Beschreibungen der Welt, das wird aber besser und dann konnte mich auch die Handlung mitreißen. Diese wird im Verlauf jedoch etwas zäh und sehr vorhersehbar. Letzteres stört aber nur ein bisschen. Inhaltlich ist für erfahrenere Leser
innen wenig Neues dabei. Am Anfang ist die Sprache auch noch sehr einfach gehalten, sie ist klar, aber doch manchmal poetisch, auf den Punkt und dann wieder ausschweifend. Was aber alles super zum Mädchen passt, die uns eigentlich selbst ihre Geschichte erzählt. Sie kann sich oft nicht so gut ausdrücken, was ihrem Bildungsstand zuzuschreiben ist, und erfindet deswegen wunderbare Worte und bildet fast eine eigene Sprache.


Fazit

Schwierig, schwierig. Dieses Buch macht etwas mit einem. Ich konnte nur nicht so ganz einschätzen, was es ist. Ich habe es einerseits sehr gern gelesen, andererseits gab es einige Sachen, die mich gestört haben. Hier muss sich jede*r selber eine Meinung bilden, also lest es!

Veröffentlicht am 04.10.2019

Ein iranisches Mädchen

Persepolis
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Diese Gesamtausgabe Persepolis erzählt autobiographisch die Lebensgeschichte von Marjane Satrapi. Über ihre im Iran verbrachte Kindheit, ihre Jugendjahre in Wien und wie es ihr bei ihrer Rückkehr in den ...

Diese Gesamtausgabe Persepolis erzählt autobiographisch die Lebensgeschichte von Marjane Satrapi. Über ihre im Iran verbrachte Kindheit, ihre Jugendjahre in Wien und wie es ihr bei ihrer Rückkehr in den Iran ergangen ist. Und zwar in Bildern. Gleichzeitig ist es eine Geschichte über den Iran. Die Radikalisierung, das Verschleiern der Frauen, die ganzen Vorschriften, Krieg.

Es ist eine Geschichte über ein Mädchen, das sich in der Welt zurechtfinden will, aber in die vorgegebenen gesellschaftlichen Systeme nicht wirklich hineinzupassen scheint. Persepolis ist eine Graphic Novel - in schwarz-weiß Bildern hat die Autorin ihre Erlebnisse verarbeitet und zwar auf schonungslose und unglaublich ehrliche Art und Weise.

Besonders interessiert hat mich bei diesem Buch die Darstellung der Mädchen und Frauen. Satrapi erlebt die Radikalisierung mit und wird von einer Kindheit in Freiheit in ein System mit Verschleierung, Trennung der Geschlechter und öffentlichen Denunziationen getrieben. Beziehungen zwischen Männern und Frauen vor der Ehe waren dann verboten, Sex war sowieso das Tabu-Thema, Kleidervorschriften bzw. wie eine Frau und ein Mann auszusehen haben bestimmten ihren Alltag und Wahrheiten wurden je nach Laune geändert. Satrapi wurde in einer liberalen Familie erzogen und, um ihr den Krieg zu ersparen, nach Wien geschickt. Doch dort konnte sie nur schwer eine Heimat finden.

Ihre kindlichen Wahrnehmungen am Anfang des Buches haben mich sehr berührt und auch zum Lachen gebracht. Als Kind ist es schwer, manche Sachen logisch nachzuvollziehen, weil sie einfach keinen Sinn machen. Und sie machen ja wirklich oft keinen Sinn. Dieser unverschleierte Blick auf diese verheerenden Umstände war sehr bereichernd. Später geht die Autorin auf Beziehungen, Freundschaften und ihre Ausbildung ein. Behandelt aber auch Themen wie Obdachlosigkeit, Depressionen, Verfremdung zur eigenen Kultur, Familie. Schonungslos betrachtet sie ihr eigenes Leben und setzt sich politisch mit dem Iran auseinander. Und über Kopftücher kann man natürlich streiten. So wie es die Autorin hier beschreibt, sind sie zu verurteilen, da sie im Iran einzig und allein zur Unterdrückung der Frauen dienen.



Fazit

Eine Graphic Novel mit politischem Inhalt. Man verfolgt Marjane Satrapis Heranwachsen zur jungen Frau im Iran und in Österreich. Die schwarz-weiß Bilder geben eindrucksvoll wider, was der Autorin im Leben passiert ist und was sie sich so gedacht hat. Für mich waren die Einblicke in ihr Leben sehr bereichernd.

Veröffentlicht am 04.10.2019

Ein feministischer Blick aufs eigene Leben

How to be a woman
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"Man ist nicht als Frau geboren, man wird es" hat schon Simone de Beauvoir festgestellt. In "how to be a woman" beschreibt Caitlin Moran wie sie zu der Frau wurde, die sie jetzt ist. Sie beginnt mit ihren ...

"Man ist nicht als Frau geboren, man wird es" hat schon Simone de Beauvoir festgestellt. In "how to be a woman" beschreibt Caitlin Moran wie sie zu der Frau wurde, die sie jetzt ist. Sie beginnt mit ihren Jugendjahren in den 80ern und erzählt im Laufe des Buches die einschneidendsten Erlebnisse, die mit ihrem Frausein und -werden zu tun hatten.

Das Buch ist eine feministische Autobiographie, die wichtige Themen wie die erste Menstruation, Masturbation, Körperbehaarung, erste Liebe, Sexismus, Ehe, Schwangerschaft, Schwangerschaftsabbruch, weibliche Vorbilder und Schönheitschirurgie thematisiert. Moran schreibt über Themen, über die oft geschwiegen wird, die nie ganz so ehrlich erzählt werden, die noch so banal klingen, aber trotzdem wichtige Aspekte des weiblichen Lebens sind und die die Frauen sich aber oft nicht zugestehen, eben weil sie so banal scheinen. Wie Mode zum Beispiel.

Moran schreibt sehr provokant. Sie hält sich nie zurück und es liest sich so, als würde sie mit dir sprechen. Ihre Aussagen klingen manchmal sehr derb und sie hat einen gewöhnungsbedürftigen Humor. Für mich war das mit der Zeit anstrengend, trotzdem war ich durchgehend sehr neugierig auf ihre Meinung und konnte nicht aufhören zu lesen. Ihre Leidenschaft für den Feminismus merkt man in jeder Zeile. (Ich empfehle Interviews mit ihr auf YouTube anzuschauen!) Man muss eben manchmal provokant sein, um beim Gegenüber Reaktionen hervorzurufen. Mir war immer bewusst, dass das, was sie anspricht, eben auch ihre Meinung ist und ich da kritisch lesen und hinterfragen muss. Aber nicht nur das. Die Welt hat sich seit den 80er Jahren verändert. Der Zugang zu Pornos ist zum Beispiel durch das Internet sehr vereinfacht worden. Die Darstellung männlicher Lust und Gewalt gegenüber Frauen hat sich in dieser Branche jedoch nach meinem Wissensstand in gewisser Hinsicht noch mehr ausgeprägt. Andere Sachen haben sich nicht wirklich verändert. In vielen Ländern wird immer wieder die Abtreibungsdebatte geführt, Schönheitschirurgien sind immer noch präsent und der Umgang mit und die Darstellung von Frauen in den Medien ändert sich nur langsam.

Das Buch lebt von vielen kleinen Anekdoten aus Morans Leben, sie gibt Gespräche wider und schreibt so, als würde sich eine Handlung durchs Buch ziehen. Das war witzig und ich konnte mich dadurch sehr gut in sie hineinversetzen. Sie versucht, feministische Themen aufs einfachste herunterzubrechen und auf das tägliche Leben auszulegen. Das ist ihr sehr gut gelungen. Mit einem feministischen Blick durch die Welt zu gehen, kann nie schaden. Ihre Message ist eindeutig. Sie will, dass man sich selbst treu und menschlich bleibt, und das "Scheißpatriaracht" aufs übelste verurteilt und kritisiert!



Fazit

Lest es! Caitlin Morans Biographie sticht durch ihre Sprache, ihren leidenschaftlichen Ton, ihre witzigen Anekdoten und ihren äußerst kritischen Blick auf ihre Umgebung deutlich hervor. Da es so viele Definitionen von Feminismus gibt wie es Menschen gibt, muss man mit ihren Ansichten nicht immer übereinstimmen. Also bitte unbedingt selbst kritisch lesen. Man muss nicht "die/der perfekte Feministin" sein, um Feministin zu sein. Caitlin Moran lebt das vor. Diese Auffassung habe ich jetzt schon so oft gelesen und sie ist einfach nur traurig. Seid Feminist*innen, so wie ihr es sein wollt. Nehmt die Strukturen des Patriarchats wahr und kämpft dagegen auf eure Art und Weise an! Einen Schnelltest, ob man als Frau Feministin ist, gibt es im Buch auch noch.

Veröffentlicht am 04.10.2019

Feministin ist kein Schimpfwort

Feministin sagt man nicht
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Mit diesem Buch hat Hanna Herbst einen tollen Beitrag zur ganzen Feminismus-Debatte geleistet. Als Einsteigerbuch in die Thematik ist es perfekt. Sie erklärt nicht nur das System Patriarchat, sondern geht ...

Mit diesem Buch hat Hanna Herbst einen tollen Beitrag zur ganzen Feminismus-Debatte geleistet. Als Einsteigerbuch in die Thematik ist es perfekt. Sie erklärt nicht nur das System Patriarchat, sondern geht auch auf den Hass ein, dem Feministinnen oft ausgesetzt sind. Sie setzt sich mit Gewalt und Macht, dem Körper sowie Pornographie auseinander und gibt dazu immer wieder Einblicke in ihr persönliches Leben und erzählt von ihren Erfahrungen.

Die Aufmachung des Buches ist anders als erwartet, aber ich finde sie sehr ansprechend. Optisch wirklich sehr gelungen. Zwei Spalten auf jeder Seite und dazwischen immer große Zitate von wichtigen Frauen und wichtigen Aussagen. Herbst baut sehr viel von bekennenden Feminist
innen ein, beruft sich auf Studien, beschreibt zum Thema passende Fälle und gibt viele, viele Beispiele, warum wir Feminismus brauchen. Und wir brauchen ihn dringend in allen Lebensbereichen!

Die Medien kommen bei Herbst nicht gut weg. Vor allem nicht die österreichischen Boulevardblätter. Hanna Herbst lebt in Wien und für mich war es eine positive Erfahrung über meine eigenen Politiker*innen oder nationale Bekanntheiten zu lesen. Meine bisherige feministische Lektüre war sehr amerikanisch geprägt. Auch unsere Sprache wird einer kritischen Prüfung unterzogen. Wie wir über Frauen sprechen, wie wir über Gewalt sprechen, wie wir über Sex sprechen ist nicht selbstverständlich und braucht ständige Reflexion.

Es wird nie die menschliche Seite vergessen. Und auch nie die humorvolle. Durch die vielen persönlichen Einblicke konnte ich mich stark mit den Erfahrungen identifizieren. Die Autorin ist nie für ein "Frauen gegen Männer". Sie zeigt auf, dass sowohl Feminismus als auch Patriarchat Dinge sind, die von jedem Menschen entweder befürwortet oder abgelehnt werden können, egal welches Geschlecht sie haben, wie sie ausschauen, wo sie herkommen.

Fazit
Hanna Herbst zeigt anschaulich was es heißt, in Europa eine Frau zu sein. Sie schreibt von ihren Erfahrungen als weiße Frau, betont aber immer wieder, dass Solidarität mit allen Frauen Macht bedeuten kann und es wichtig ist, das Leben als Frau erfahrbar zu machen und darüber zu schreiben. Das hat sie gemacht und durch viele Beispiele, Studien, Erklärungen und den Aussagen wichtiger Frauen die Notwendigkeit von Feminismus und Solidarität aufgezeigt. Lesen!
Und um das hier mit Hannas Worten abzuschließen: Feministin sagt man doch!