Cover-Bild Periode ist politisch

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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 272
  • Ersterscheinung: 02.03.2020
  • ISBN: 9783453272651
Franka Frei

Periode ist politisch

Ein Manifest gegen das Menstruationstabu
Was haben eine deutsche Hausfrau, die dänische Kronprinzessin und eine indonesische Fabrikarbeiterin gemeinsam? Sie menstruieren. Zumindest potenziell, denn sie gehören zu jenem Teil der Weltbevölkerung, der einen Zyklus hat. Die sagenumwobene Menstruation, Periode, Erdbeerwoche oder der Besuch von Tante Rosa machen weder Halt vor Herkunft noch vor Religion oder Klasse. Die Menstruation ist eine faszinierende Körperfunktion, dennoch gilt sie häufig als Tabu, was weitreichende Konsequenzen für die Umwelt, Wirtschaft und Geschlechtergleichstellung hat. Also ab in die Tonne mit dem Tabu! Franka Frei zeigt, wie das Menstruationstabu großen Schaden anrichtet, und dass es höchste Zeit ist, etwas dagegen zu tun.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.03.2021

Auch Nicht-Menstruierende sollten es lesen!

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Ich hatte das Buch im letzten Jahr schon öfter in der Buchhandlung in der Hand. Zum einen aufgrund des provokativen Titels und auffälligen Covers, zum anderen auch, weil es mich inhaltlich sehr angesprochen ...

Ich hatte das Buch im letzten Jahr schon öfter in der Buchhandlung in der Hand. Zum einen aufgrund des provokativen Titels und auffälligen Covers, zum anderen auch, weil es mich inhaltlich sehr angesprochen hat. Und nein, das nicht nur, weil ich eine Frau bin. Da wären wir auch schon bei meinem ersten Kritikpunkt: Viele Stellen im Buch, nicht zuletzt die Widmung, haben bei mir den Eindruck erweckt, dass das Buch hauptsächlich an Betroffene (Ups, jetzt trage ich auch schon dazu bei, dass es sich so anhört, als würde es um eine Krankheit gehen!) gerichtet ist. Jeder, dem das Wohl der Gesellschaft und eines Großteils der Menschen in ihr am Herzen liegt, der nicht bloß wegsehen und zur Ignoranz beitragen möchte, sollte dieses Buch lesen, denn wie die Autorin nicht müde wird zu betonen: Es geht uns alle etwas an.

Der Zugang ist dementsprechend sehr leicht gefallen, weil von Anfang an eine Übereinkunft der Erwartungen an das Thema mit dem, was das Buch schon auf dem Cover verspricht, übereinstimmte. Die liebevolle Aufmachung und der sehr sympathische Ton der Autorin machten es nochmal leichter. Sie hat einen sehr mitreißenden und humorvollen, aber auch provokant scharfen Schreibstil. Das braucht es in dieser "Nische" auch. Das Ziel ist es, den Leser zu überzeugen und das mithilfe von Argumenten. Auffällig ist, dass vor allem mit dem Mittel der Wiederholung gearbeitet wird. Das habe ich aber keineswegs als störend empfunden, sondern als absolut notwendig. Wenn wir als Menschheit gesehen alles beim ersten Mal Hören/Lesen aufnehmen würden, hätten wir viele Probleme nicht. Die Message ist sehr klar und deutlich, die aufkeimende Wut bei den Lesenden auch: Es ist echt unfassbar, mit was für hohlen Birnen wir auf der Welt leben und wie sehr diese auch noch unseren Alltag, unsere Ausgaben und unsere Sicht auf die Welt bestimmen und dabei selbst noch nie geblutet haben. Nach Lesen dieses Buches war ich schon ein wenig fassungslos, dass man selbst als Frau so wenig davon mitbekommen hat und musste mir bei dem einen oder anderen Punkt an die eigene Nase fassen.

Nach dem Lesen sollte es nicht einfach dabei bleiben, dass man das mit Klebezetteln versehene Buch an die Freundin weitergibt und sich anderen Dingen widmet, sondern zumindest eine Reflektionsphase sollte einsetzen: Habe ich mich schon mal für meine Tage geschämt? Habe ich schon mal versucht, es auch verbal zu verheimlichen? Kann ich etwas tun, um die Umwelt zu entlasten? Gibt es Petitionen, die ich unterschreiben kann, um eine weitere Steuersenkung zu unterstützen?

Was aber auf jeden Fall gesagt sein muss, ist, und das kommt meiner Meinung nach im Buch zu kurz, dass es am Ende darum geht, dass wir uns alle in unserem Körper wohlfühlen. Franka Frei ist ihren Weg gegangen, indem sie rausgegangen ist und den Mund aufgemacht hat. Das bedeutet aber nicht, dass wir unserer Umgebung erzählen müssen, dass und wann wir unsere Tage haben. Wir müssen keine Tampons offen rumliegen haben, um für uns einzustehen. Es steht uns auch frei, nach unseren Belieben Hygieneprodukte für unsere Bedürfnisse selbst auszuwählen und da sollte keiner reinreden. Bevor ich das Buch las, hatte ich auch nicht wirklich das Gefühl, es bestünde für mich persönlich ein Problem. Denn manche Dinge sind einfach persönlich und die will man für sich behalten. Aber auf die gesamte Gesellschaft bezogen, und damit ist die globale gemeint, denke ich schon, dass wir ein Problem mit Tante Rosarot aus Unterleibzig haben. Und wenn ich an meine Teenagerjahre in der Schule zurückdenke, würde ich schon von Einschränkungen sprechen.

Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist die Vielseitigkeit, mit der die Autorin die Auseinandersetzung angeht: Geschichtlich, biologisch, politisch, wirtschaftlich... Es findet auch ein stetiger Wechsel zwischen Satire und Ernsthaftigkeit statt, sodass ich sagen kann: Bei so vielen schockierenden Fakten kann es gar nicht langweilig werden. Zumal Franka Frei sich entschieden hat, auch von ihrer Reise und menschlichen Begegnungen mit anderen Frauenrechtsaktivisten auf der Welt zu erzählen. Es geht letztendlich nicht nur um Fakten, sondern um die Menschen aus aller Welt, die das betrifft. Denn wir sind es ja letztendlich, um die es geht.

Der Autorin scheint es wirklich um die Sache an sich zu gehen. Das merkt man auch daran, dass sie auf viele andere Werke, Literatur und Menschen verweist, die einen Zugang zu der Thematik bieten.

Letztendlich bleibt mir noch zu sagen, dass ein gutes Sachbuch mit einem aktuellen, wichtigen und unterschätzten Thema dann besonders gelungen ist, wenn der Autor einen schon nervt mit seiner Verbissenheit und Prägnanz. Denn genau darum geht es: Würden nicht einige wenige auf die Rechte der Benachteiligten beharren, wäre es für alle Zeiten bequemer, man beließe alles wie es ist. Zum Glück gibt es Menschen, die sich trauen, die Lesenden quasi direkt anzugreifen und ihre Hintern vom Sofa hochzuziehen, für manch einen den "Gutmenschen" spielen. Genau da, wo es unangenehm wird für den Lesenden, weil er sich betroffen fühlt, vielleicht auch im negativen Sinn, fängt die Wirkung an. Und das ist hier der Fall.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.11.2020

Es ist nur Blut...

1

Ein Thema über welches viel zu viel geschwiegen wird. Franka Frei hat mich mit ihrem Roman komplett begeistert und ich war erschrocken, welche Schicksale Frauen aufgrund der Tatsache, dass sie halt 1x ...

Ein Thema über welches viel zu viel geschwiegen wird. Franka Frei hat mich mit ihrem Roman komplett begeistert und ich war erschrocken, welche Schicksale Frauen aufgrund der Tatsache, dass sie halt 1x im Monat bluten, erleben müssen. Ich selbst stehe dem Thema sehr offen gegenüber und rede auch offen mit anderen darüber. Meiner Meinung nach sollte jede Frau das Buch lesen und natürlich auch die Herren der Schöpfung, die einige Dinge meist als unnormal, ekelig und auch „zickig“ ansehen. Frei gibt nicht nur Einblick in die von uns bekannte Welt, sondern auch in den Alltag mit Periode von anderen Frauen rund um die Welt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und den Appell an alle „Leute, es ist nur Blut…“.

Veröffentlicht am 22.10.2020

Grandioses Manifest über das Wunder der Frau

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Habt ihr euch (solltet ihr eine Frau sein) euch auch schon mal geschämt, weil ihr eure Periode hattet? Hättet ihr euch am liebsten dann auch schon mal im Bett verkrochen, Unmengen an Süßkram in euch reingestopft ...

Habt ihr euch (solltet ihr eine Frau sein) euch auch schon mal geschämt, weil ihr eure Periode hattet? Hättet ihr euch am liebsten dann auch schon mal im Bett verkrochen, Unmengen an Süßkram in euch reingestopft und wärt lieber erst nach 2-3 Tagen wieder raus gekommen? Habt ihr vielleicht beim Einkaufen eure Tampons, Binden etc. auch schon mal voller Scham unter eurem restlichen Einkauf versteckt und gehofft, das euch keine angewiederten Blicke der anderen Personen treffen, wenn der Kassierer eure Hygieneartikel über das Band zieht? Doch warum?! Das ist die große Frage, die auch in meinem Kopf schon lange schwirrt. Warum muss ich mich für etwas schämen, was die Hälfte aller auf der Erde lebenden Menschen jeden Monat durchmachen muss! Und doch - die Periode ist und bleibt ein Tabu Thema. Und das auch oft in Beziehungen. Das finde ich allerdings etwas befremdlich. Mein Mann merkt sofort, wenn es an der Zeit ist, da ich leider mit ziemlich starken Schmerzen "gesegnet" bin. Wie kann man in einer Ehe, im gleichen Haushalt, als Frau die Menstruation vorm eigenen Partner verbergen? Und muss man das? Ich finde nicht! Menstruation ist etwas ganz normales und ohne die wären wir schließlich alle gar nicht auf der Welt, denn sie gehört nunmal zum weiblichen Zyklus dazu, wie auch der Eisprung.

Franka Frei beschreibt in ihrem Manifest über die besagte "Erdbeerwoche" die verschiedenen kulturellen Hintergründe und auch wie verschiedene Kreise auf dieses monatliche Ereignis reagieren.

Was mich besonders erschüttert hat, aber es allgegenwärtig ist, ist die so genannte Periodenarmut. Frauen mit geringem Einkommen, Frauen in nicht so priviligierten Ländern leiden sehr oft darunter. Was passiert, wenn das Geld für die Hygieneartikel fehlt? Verzichtet man auf ein Paar Tage essen, nur um überteuerte (versteuerte) Binden oder Tampons zu kaufen? Greift man zu den billigen Tampons zurück, die Gesundheitsschädlich sein können? Meldet man sich auf der Arbeit krank, um zu hoffen, dass es auch der alte Putzlappen für zu Hause tut? Meiner Meinung nach ist das ein großes Problem an dem Weltweit dringend gearbeitet werden muss! Ich kann mir gut vorstellen, dass auch während einer Pandemie, während viele Frauen (auch in Deutschland und den USA) ihre Jobs verloren haben oder auf Kurzarbeit sind (und die können sich noch glücklich schätzen, in einem Sozialstaat wie unserem) es nun schwerer haben ihre Monatshygiene-Artikel zu kaufen. Das darf nicht passieren!

Franka beschreibt außerdem in anderen Kapiteln z.B. die Angst vor der Periode, die oft auch durch zu wenig Aufklärung leider noch immer Thema ist. Man muss jungen Mädchen die Angst nehmen und ihnen zeigen und sagen, dass die Menstruation etwas ganz normales ist, wovor sie keine Angst haben müssen oder sich gar schämen müssen, denn auch die Männer, die sich vielleicht davor ekeln oder ähnliches, würde es ja ohne uns Frauen und unseren Zyklus schlichtweg nicht geben! Diese Aufklärungsarbeit muss allerdings zu Hause stattfinden, natürlich kann eine Mutter da viel besser helfen, allerdings gibt es auch genug Alleinerziehende Väter und auch die müssen ihrer Tochter diesen Vorgang erklären.

Franka hat mit diesem Buch etwas ganz besonderes geschaffen und nicht die Hand vor den Mund gehalten, sondern Fakten gerade raus geschrieben - für jeden eigentlich ein Muss um zu verstehen, dass Periode kein Tabu Thema sein muss oder sollte!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 20.08.2020

Die Periode ist normal - sie ist Blutig!

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"Weltweit menstruieren rund 300 bis 800 Millionen Menschen. Alleine in diesem Moment. Sie tun dies heimlich, oft mit Selbstzweifeln und Angst, und zu großen Teilen ohne wirklich zu wissen, was dies genau ...

"Weltweit menstruieren rund 300 bis 800 Millionen Menschen. Alleine in diesem Moment. Sie tun dies heimlich, oft mit Selbstzweifeln und Angst, und zu großen Teilen ohne wirklich zu wissen, was dies genau bedeutet, weil sie gelernt haben, sich dafür zu schämen." - Seite 15

Es fing alles mit ein paar Zeilen 2018 auf Facebook an, die wir zu beginn auch lesen dürfen, wodurch für Sie eine Welle losgerissen wurde. Sie reiste zwölf Monate durch Pakistan, Indien, Bangladesch und Nepal und hat viele Erlebnisse und Erfahrungen erst einmal realisieren müssen, auf dem Weg zurück nach Hause, dass Sie das Buch geschrieben hat, war meiner Meinung nach, die richtige Entscheidung! Sie schrieb Ihre Bachlorarbeit über das Thema Menstruation, sogar die Universität legte Ihr dabei Steine in den Weg.

Franka Frei spricht genau das an. Dass wir zu wenig wissen, kein Verständnis von Nicht-Menstruierende bekommen und einfach mit einem Tabu leben müssen.
Niemals hätte ich gedacht, dass es in Ländern wie zB Pakistan, Nepal und in Indien wirklich so ist, dass du zu dieser Zeit als unrein und nur einen Menstruationslappen bekommst und das Thema tot geschwiegen wird, du zB nicht Kochen, verschiedene Dinge und Tiere nicht berühren darfst und draußen schlafen musst, zB in so genannten Menstruationshütten - für mich unbegreiflich. Doch nicht nur in "Entwicklungsländern" läuft im Thema Menstruation etwas Falsch, auch hier in Deutschland ist noch vieles nicht so wie es sein soll..
Doch genau das alles hat Franka Frei sich von Frauen vor Ort angehört und Reiste von Ort zu Ort um sich die Situationen vor Ort anzusehen und traf dort verschiedene Frauen, die sich für die Aufklärung einsetzt und wie wichtig es ist, Hygenisch mit der Menstruation umzugehen. Sie lernte diese Frauen durch Ihren Facebook Post kennen und entschied eher spontan einfach ein Visum zu beantragen und sich die Mythen und verschiedensten Bräuche vor Ort anzusehen, und räumte vor allem die Mythen im Buch auf.
Einige Dinge haben mich total verblüfft und waren für mich neuland, zB seit wann es Binden, Tampons und Menstruationstassen gibt - die erste Einmalbinde wurde 1926 in Deutschland Patentiert und der erste Tampon 1950 erstmals in Deutschland auf dem Markt! Ich war echt baff.

Franka erzählt Ihre Erlebnisse aber auch Erfahrungen ganz suverän und wir können es super lesen und verfolgen, sodass wir die ca 250 Seiten super schnell ausgelesen haben. Sie ist locker, hat spitze Kommentare und spart nicht an Sarkasmus und Ironie, verteilt goldene Erdbeeren an jene die kein Verständnis haben und dafür sind, dass dies ein Tabuthema ist, sowie Ekelhaft, als Beispiel die Marke Always und o.b. und Donald Trump mit seinen unnötigen Kommentaren und Meinungen.
Klasse fand ich, dass Franka nicht nur von Mädchen und Frauen spricht, sondern von Menstruierende! Sie schreibt mit Wut, Ihren Erfahrungen, Gedanken und ihren Zielen, womit sie für viele Frauen aus der Seele spricht, auch aus meiner.

Als damals die Petition für die Senkung der Mehrwertsteuern auf Menstruationsartikeln kam, habe auch ich unterschrieben und meine Familie darauf auch angesprochen habe, dass die es auch tun. Seit dem 01.01.2020 sind die Steuern von 19% auf "nur" 7% gesunken, doch der kampf hört nicht auf. Franka ist für eine enttabuisierung der Menstruation in den Medien, mit dem besten Beispiel der blaue, sterilen Flüssigkeit, die auf der Binde geträufelt wird, in der Werbung bei der Marke Always. Ich konnte nur zustimmen und habe meinen Partner gefragt, was die sich wohl dabei denken - es wäre zB beim essen oder für Kinder ekelig. Aber ein Aufgeschlagenes Knie bei der Pflasterwerbung ist okay? Ist Blut nicht Blut? Aber auch eine bessere Aufklärung in Schulen spricht Franka Frei an, sowie umweltbewussteren Umgang mit den Produkten und höhere Akzeptanz bei zB Schmerzen während der Menstruation.

Fazit:
Ich finde das Buch unglaublich wichtig, Franka hat einfach alles angesprochen und ich würde mir wünschen, dass das Buch auch nicht Menstruierende in die Hand nehmen und lesen! Mir hat das Buch vieles näher gebracht, auch auf alternativen werde ich umsteigen, da ich mich um ehrlich zu sein nun etwas vor meinen Slipeinlagen und Tampons ekle.. Schon lange habe ich einen Blick auf die Alternative von The Female Company geworfen, leider vermute ich, dass eine Menstruationstasse nichts für mich ist.. Jede Menstruierende sollte sich darum Gedanken machen..

  • Cover
Veröffentlicht am 13.08.2020

Lesehighlight!

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Klappentext
Was haben eine deutsche Hausfrau, die dänische Kronprinzessin und eine indonesische Fabrikarbeiterin gemeinsam? Sie menstruieren. Zumindest potenziell, denn sie gehören zu jenem Teil der Weltbevölkerung, ...

Klappentext
Was haben eine deutsche Hausfrau, die dänische Kronprinzessin und eine indonesische Fabrikarbeiterin gemeinsam? Sie menstruieren. Zumindest potenziell, denn sie gehören zu jenem Teil der Weltbevölkerung, der einen Zyklus hat. Die sagenumwobene Menstruation, Periode, Erdbeerwoche oder der Besuch von Tante Rosa machen weder Halt vor Herkunft noch vor Religion oder Klasse. Die Menstruation ist eine faszinierende Körperfunktion, dennoch gilt sie häufig als Tabu, was weitreichende Konsequenzen für die Umwelt, Wirtschaft und Geschlechtergleichstellung hat. Also ab in die Tonne mit dem Tabu! Franka Frei zeigt, wie das Menstruationstabu großen Schaden anrichtet, und dass es höchste Zeit ist, etwas dagegen zu tun.

Meine Meinung
Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut, da es persönlich ist und direkt mit der Thematik konfrontiert.

„Periode ist politisch“ ist für mich ein absolutes Lesehighlight. Das Buch ist sehr informativ, schockierend und wichtig. Franka Frei nimmt kein Blatt vor den Mund und bringt hier die harten aber wahren Fakten auf den Tisch. Das Buch ist aber alles andere als trocken, da sie alles sehr humorvoll vermittelt. Das Buch hat mir teilweise die Augen geöffnet und meinen Blick auf Dinge gerichtet, die ich bisher gar nicht so bewusst wahrgenommen habe. Vieles hat mich sprachlos und unglaublich wütend gemacht. Schockiert hat mich besonders was hinter der Werbung von Tampon- und Bindenherstellern steckt, was sie mit ihrem Marketing bewirken und wie unangemessen das alles ist. Beim Schreiben des Buches hat Franka Frei auch hervorragend ihre eigenen Erfahrungen verarbeitet und aufgezeigt wie sie sich mit dem Thema beschäftigt hat. Ich fand es sehr beeindruckend wie ein einziger Social Media-Beitrag ihr Leben beeinflusst hat und wie sie das ganze genutzt hat um aktiv gegen das Menstruationstabu vorzugehen. Franka Frei hat mich mit ihrem Buch „Periode ist politisch“ nachhaltig zum Nachdenken angeregt. Ich würde mir wünschen, dass auch nicht menstruierende Menschen zu diesem Buch greifen und sich mit der Thematik auseinandersetzten.

Fazit
„Periode ist politisch“ ist ein wichtiges Buch, das mich schockiert und zum Nachdenken angeregt hat. Persönlich und humorvoll vermittelt Franka Frei hier knallharte Fakten und erhebt ihre Stimme gegen das Menstruationstabu. Ein Lesehighlight, welches ich am liebsten jedem in die Hand drücken möchte. Lest dieses Buch!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere