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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2021

Nicht wie erhofft

Die Töchter des Nordens
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Der erste Teil des Buches begann sehr spannend. Die Geschichte spielt in England, in einer vermutlich nahen Zukunft, in der ein totalitäres Regime herrscht. Die Menschen müssen zusammen in Gemeinschaftsunterkünften ...

Der erste Teil des Buches begann sehr spannend. Die Geschichte spielt in England, in einer vermutlich nahen Zukunft, in der ein totalitäres Regime herrscht. Die Menschen müssen zusammen in Gemeinschaftsunterkünften leben und die Dienstleistungen und Lebensmittel sind streng rationiert und fallen andauernd aus. Frauen werden dazu gezwungen sich Spiralen zur Verhütung einsetzen zu lassen und einer Frau geht dies gewaltig gegen den Strich. Unsere namenlose Protagonistin, die lediglich „Schwester“ genannt wird, rebelliert gegen diese immer schlechter werdenden Lebensumstände und beschließt zu fliehen. Sie will sich der Frauengemeinschaft der Carhullan anschließen, welche isoliert und zurückgezogen weit im Landesinneren leben.
Ab dem Zeitpunkt, als unsere „Schwester“ in der Gemeinschaft angekommen ist, beginnt sich die Geschichte leider ziemlich zu ziehen und Teile werden als „unvollständige Akten“ einfach ausgelassen. Ich weiß, dass es sich hier um ein Stilmittel handelt, allerdings hat mir dies nicht zugesagt. Das Ende ist wiederrum ganz zufriedenstellend, allerdings habe ich mir deutlich mehr von dem Buch erhofft, vor allem, weil es als „Eines der besten Bücher des Jahrzehnts“ von The Times betitelt wurde.

Veröffentlicht am 12.04.2021

Wichtiger Beitrag

Nie, nie, nie
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Die Geschichte der Protagonistin hat mich sehr bewegt und zum Nachdenken gebracht. Obwohl die Geschichte direkt mitten aus dem Leben gegriffen ist und wahrscheinlich viele sie so oder so ähnlich auch schon ...

Die Geschichte der Protagonistin hat mich sehr bewegt und zum Nachdenken gebracht. Obwohl die Geschichte direkt mitten aus dem Leben gegriffen ist und wahrscheinlich viele sie so oder so ähnlich auch schon selbst erlebt haben, kam bei mir zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf. Ich möchte an dieser Stelle auch gar nicht zu tief in die Details der Geschichte eingehen und hoffe, dass möglichst viele sich dieses Buch zur Hand nehmen werden. Ich denke ihr werdet nicht enttäuscht werden und bekommt wohlmöglich auch Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt einer Frau, die nicht ganz dem typischen Bild der Gesellschaft entspricht. Mir wird die Geschichte und vor allem das Ende noch lange in Erinnerung bleiben und ich bin gespannt auf die nächsten Werke von Strømsborgs.

Veröffentlicht am 06.04.2021

Kurzer, guter Thriller

No Mercy. Rache ist weiblich
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„No Mercy – Rache ist weiblich”, von Camilla Läckberg, ist letzten Mai als Hardcover im List Verlag erschienen. Die Geschichte handelt von Brigitta, Ingrid und Victoria - drei Frauen, die eine toxische ...

„No Mercy – Rache ist weiblich”, von Camilla Läckberg, ist letzten Mai als Hardcover im List Verlag erschienen. Die Geschichte handelt von Brigitta, Ingrid und Victoria - drei Frauen, die eine toxische Beziehung haben und an dem Punkt angelangt sind, an dem es kein Zurück mehr gibt, was sie dazu bringt drastische und gefährliche Konsequenzen zu ziehen. Durch diese Verbindung finden die drei Frauen zusammen und versuchen sich gegenseitig zu unterstützen bzw. ihre Probleme zu beseitigen.
Mir hat Läckbergs Schreibstil richtig gut gefallen, weil es so unglaublich leicht und erschreckenderweise realitätsnah war. Man erlebt die Lebensumstände der Frauen hautnah mit und mich haben die Geschichten zum Teil auch wirklich wütend und traurig gemacht. Faszinierend fand ich die Tatsache, wie die Frauen aus so unterschiedlichen Generationen und Lebensumständen, alle die Kraft finden sich raus zu manövrieren.
Von mir gibt es 4 von 5 Sterne für die kurze Geschichte und ich kann mir vorstellen, dass selbst wenn man keine Krimis oder Thriller mag, man versuchen sollte sich auf den Roman einzulassen und die Gelegenheit ergreift, eine fantastische Autorin kennenzulernen.

Veröffentlicht am 03.04.2021

Ein Highlight

Der Verdacht
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„Der Verdacht“ von Ashley Audrain ist diese Woche als Hardcover im Penguin Verlag erschienen. Das Buch erzählt die Geschichte von Müttern und Töchtern über mehrere Generationen und geht offen mit Frauen ...

„Der Verdacht“ von Ashley Audrain ist diese Woche als Hardcover im Penguin Verlag erschienen. Das Buch erzählt die Geschichte von Müttern und Töchtern über mehrere Generationen und geht offen mit Frauen um, welche nicht immer den Erwartungen der Gesellschaft entsprechen. Hauptsächlich dreht sich die Geschichte aber um Blythe, welche sehr komplizierte Gefühle gegenüber ihrer Tochter Violet hat. Audrain schafft es meisterhaft den Leser zum Nachdenken anzuregen und sich zu fragen: Ist Violet jetzt das böse Mädchen, oder ist Blythe durch ihre eigene Vergangenheit und die Erziehung durch ihre Mutter, so geschädigt, dass sie keine richtigen Muttergefühle entwickeln kann? Zeitweise war das Buch echt schwer zu lesen, da es viele heftige Gefühle in mir ausgelöst hat und einige Tragödien passierten. Trotzdem habe ich diese dunkle, faszinierende und auch zum Teil brutale Geschichte geliebt! Nie gab es einen Moment, in dem ich nicht von diesem fantastischen Buch gefesselt war und ich war richtig traurig, dass ich es schon nach einem Tag ausgelesen hatte. Ich fiebere schon auf den Tag hin, an dem das nächste Buch von Ashley Audrain erscheint!

Veröffentlicht am 03.04.2021

Nicht meins

Aufregende Zeiten
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Mich hat das Buch neugierig gemacht gehabt, weil ich gehört hatte, dass es ähnlich wie "Normale Menschen" von Sally Rooney sein soll. Ich war sehr gespannt auf die Geschichte und wusste auch von Anfang ...

Mich hat das Buch neugierig gemacht gehabt, weil ich gehört hatte, dass es ähnlich wie "Normale Menschen" von Sally Rooney sein soll. Ich war sehr gespannt auf die Geschichte und wusste auch von Anfang an, dass die Protagonistin bisexuell ist, was mich ebenfalls neugierig gemacht hat. Die Darstellung der Sexualität war meiner Meinung nach sehr autentisch und auch der Schreibstil von Dolan war sehr leicht. was das Lesen sehr angenehm gestaltet hat. Leider habt ich keinen wirklichen Spannugsaufbau in der Geschichte feststellen können und der große Aha-Effekt blieb leider aus. Außerdem hat mich die Tatsache gestört, dass das Buch ja eigentlich in Hongkong spielen soll, man als Leser allerdings kein bisschen von dieser Atmosphäre bzw. Welt mitbekommt. Schade. Insgesamt konnte mich das Buch nicht vollkommen begeistern und ich würde es nicht noch einmal lesen.