Nur wohnen, geht kaum mit anderen Menschen auf engstem Raum
„Ich finde Aufstehen nicht schlimm, würde aber vorher gern schlafen“ (S. 151; Murat)
Wer „Der Pfau“ von Isabel Bogdan bisher weder gesehen noch gelesen hat, bitte unbedingt nachholen. Natürlich lieber ...
„Ich finde Aufstehen nicht schlimm, würde aber vorher gern schlafen“ (S. 151; Murat)
Wer „Der Pfau“ von Isabel Bogdan bisher weder gesehen noch gelesen hat, bitte unbedingt nachholen. Natürlich lieber das Buch als den Film, der aber auch nicht schlecht ist.
Nun wieder ein herrlich anrührendes, zugleich humorvolles Buch, dass sich einfach schnell wegliest und trotzdem das Leben schätzt.
Wir landen mit Constanze in einer WG, in der sie, eigentlich nur vorübergehend einzieht, nachdem sie sich von ihrem Freund getrennt hat. Heiraten und schon binden fürs Leben wollte die Zahnärztin noch nicht. Ein Zimmer war zu haben, weil Jörg, der Rentner und Wohnungsbesitzer, auch dieses noch zur Vermietung freigab. Er will demnächst nach Georgien mit seinem Bully und kann die Kohle gut brauchen. Dann gibt es noch Anke, die auch ü50 ist und von Beruf Schauspielerin, wenn man sie lässt. Und die gute Seele der WG mit immerzu guten Vibes durchs Leben gehend: Murat.
In dieser Melange kommt jeder der vier abwechselnd zu Wort. Toll, wie Isabel Bogdan auch wirklich die Tonlage des Charakters in die einzelnen Kapitel legt. Ohnehin super gut geschrieben und auch hier kann ich mir gut vorstellen, dass eine Verfilmung folgt.
Sie trifft das Leben auf den Punkt, wenn wir der Interaktion und der Nähe dieser vier Personen beiwohnen dürfen. Alle treibt anderes um, aber alle sind sie füreinander da und finden halt in dieser selbstgewählten Wohnverwandtschaft.
Auch wenn der Roman witzig und knackig geschrieben ist, hinterlässt er bei mir auch viele Überlegungen was das Leben und die Liebsten im Leben ausmacht bevor es anders wird als gedacht.
Lasst euch mitnehmen in diese WG, ich mochte sie. Einziehen vielleicht nicht, aber hier würde ich gern mal zu einer Party eintauchen. Mir fiel übrigens kaum jemand ein, dem das Buch nicht gefallen würde. Und DAS ist ja wohl ein Prädikatslob! ;0)