Cover-Bild Elbenthal-Saga Die Eisige Göttin
9,95
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 01.02.2015
  • ISBN: 9783423625999
Ivo Pala

Elbenthal-Saga Die Eisige Göttin

Das spektakuläre Finale der Fantasy-Trilogie


Laurin hat Svenya nach Alfheim entführt. Doch dort erwartet sie eine schockierende

Überraschung: Unter der Herrschaft der ebenso schönen wie kaltblütigen eisigen Göttin hat eine gewaltige fremde Macht die Elbenwelt erobert. Auch Svenya und Laurin werden als Gladiatoren versklavt und müssen lernen, Seite an Seite zu kämpfen, wenn sie die grausamen Spiele überleben wollen. In der verzweifelten Rebellion gegen die Übermacht offenbart sich zuletzt das lange gehütete Geheimnis um Svenyas Herkunft.

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.11.2016

Fulminanter Abschluss

0

„Dieser hatte die Kiefer fest zusammengepresst und umklammerte die Lehnen seines Throns so hart, dass das Weiß seiner Knöchel sichtbar wurde. Sein Gesicht war dunkel angelaufen und ließ die Narbe darauf ...

„Dieser hatte die Kiefer fest zusammengepresst und umklammerte die Lehnen seines Throns so hart, dass das Weiß seiner Knöchel sichtbar wurde. Sein Gesicht war dunkel angelaufen und ließ die Narbe darauf hell hervortreten. Sein hasserfüllter Blick galt Svenya.“ (S. 245)

Laurin hat das Tor zu Alfheim aufgestoßen und sich gemeinsam mit Svenya in sein altes Zuhause gestürzt. Dort angekommen muss er allerdings schnell erkennen, dass er nicht als zurückkehrender Herrscher gefeiert wird sondern, eine überlegene Elfenrasse das Reich übernommen und alle Elfen versklavt hat.

Svenya und er entkommen beim ersten Aufeinandertreffen mit den Fyrr nur knapp dem Tod und finden sich in einer lebensfeindlichen Grube wieder, wo jeder gegen jeden um Lebensmittel, Kleidung und Schlafplatz bis zum Tode kämpft.

Es bleibt ihnen nichts anderes übrig als sich zusammen zu tun um zu überleben und zu versuchen ihre eigene und die Situation der anderen Dunkelelfen und Elfen in Alfheim zu verbessern. Doch nicht nur die überall vorherrschende Hoffnungslosigkeit in den Reihen ihrer Art erschwert ihr Vorankommen. Svenya musste das für sie Schlimmste mit ansehen und macht sich schwerste Vorwürfe. Das und das Fehlen der ihr innewohnenden Magie führen sie zunehmend in einen Zustand der Resignation.

Der dritte und finale Band der Elbenthal-Reihe knüpft nahtlos an Teil 2 an und erlöst die LeserInnen von der beinahe unerträglichen Spannung, mit der sie der Autor am Ende von „Der schwarze Prinz“ zurückgelassen hatte.

Was im zweiten Band angedeutet wurde, findet in Band 3 zu seiner endgültigen Blüte. Ivo Pala reizt die gesamte Palette der nordischen Mythologie aus und versteht es geschickt, moderne Elemente damit zu verweben, Jugendsprache mit klassischem Stil zu mischen und so sowohl altgediente Fantasyhasen aber auch junge Neugierige in den Bann zu ziehen und für das Genre zu begeistern.

Wie immer können die LeserInnen Pala’s Handschrift bereits auf den ersten Seiten erkennen und es ist eine Freude die bereits aus den ersten Büchern bekannten Charaktere wieder zu treffen und zu sehen, dass Pala ihnen festgeschriebene Eigenschaften gegeben hat, mit denen er es mühelos schafft sie voneinander abzugrenzen und ihnen dennoch Luft lässt um sie mit fortlaufender Geschichte weiter zu entwickeln.

Die Geschichte erinnert in ihrer Gesamtheit an die Sagen und Legenden, die wir als Kinder gelesen haben und die uns schaudern ließen und vor deren Tragik wir in Erfurcht erstarrten.

Was Ivo Pala noch dazugibt ist das zeitgemäße Element, schnelle Kampfszenen, detailgetreu und explizit wie in einem Hollywoodstreifen verweben sich ebenso harmonisch mit den mythologischen Sequenzen wie aktuell dem Zeitgeist entnommene Dialoge der Charaktere.

Ein stimmiges Buch, das wie seine Vorgänger ein absolutes Leseerlebnis ist.

Veröffentlicht am 07.06.2017

Ein rundes Ende

0

Svenya erfährt eines Tages das sie kein gewöhnlicher Teenager ist, sondern das sie eine besondere Aufgabe hat und zwar ist sie die Hüterin Midgards. Nachdem sie das erfahren hat, gerät sie direkt mitten ...

Svenya erfährt eines Tages das sie kein gewöhnlicher Teenager ist, sondern das sie eine besondere Aufgabe hat und zwar ist sie die Hüterin Midgards. Nachdem sie das erfahren hat, gerät sie direkt mitten rein in den Kampf zwischen Licht- und Dunkelelben, der nun schon seit ewigen Zeiten herrscht.
Die eisige Göttin ist nun der Abschluss der Elbenthal-Saga und in diesem Band gelangt Svenya unfreiwillig durch Laurin, den Dunkelelben-Prinzen, nach Alfheim, der Heimat der Elben. Hagen, ihr Ehemann, reist ihr hinterher und lässt Elbenthal in der Obhut seiner Tochter Yrr und des Magiers Raik. Doch der Kampf hat erst begonnen.

Das Cover ist sehr passend und atmosphärisch, die Reiterin des Drachen soll bestimmt die eisige Göttin darstellen. Passt auch zu einem Jugendroman.
Was mir besonders gut an der Reihe gefallen hat sind die Elemente der Nordischen Mythologie, die sehr stark in die Geschichte verwoben sind. Ivo Pala baut dadurch einen wirklich spannenden und interessanten Fantasyroman auf, der dann aber auch wieder erkennbares in sich hat.
Leider habe ich die beiden ersten Teil schon vor etwas längerer Zeit gelesen, aber trotzdem war ich schnell wieder in der Geschichte um Svenya, Laurin und Hagen drinnen und was auch noch geholfen hat, war dass ich vor kurzem von Neil Gaiman „Nordische Mythen und Sagen“ gelesen habe. Dadurch war mir das Thema zumindest noch näher, obwohl es ja um eine ganz eigene Geschichte geht.
Was mir den Wiedereinstieg erleichtert hat, war natürlich auch der gute Schreibstil und die bildhafte Sprache. Da es sich um ein Jugendbuch handelt war es nicht ganz so kompliziert geschrieben, allerdings auch nicht zu einfach, sondern war genau die richtige Mischung.
Was mir aber etwas zugesetzt hat, waren die sehr detailliert erzählten Kampfszenen, von denen es nicht wenige im Buch gibt. Es ist zwar gut beschrieben, aber mir waren sie für ein Jugendbuch etwas zu genau beschrieben und manchmal etwas lang. Okay, in der nordischen Mythologie gibt es viel Kampf und Krieg, aber konnte man es nicht etwas abkürzen?
Die erkennbare Aufteilung der Kapitel mochte ich dann wiederum sehr, denn ich finde es immer gut, wenn man direkt weiß wo man sich in der Geschichte befindet.
Auch die Charaktere sind sehr schön und facettenreich beschrieben, so ist man sich in der ganzen Reihe nicht sicher, wer eigentlich die Bösen und wer die Guten sind. Das mag ich sehr, denn im wirklichen Leben ist ja auch nicht immer alles schwarz und weiß.
Und so mochte ich neben Svenya natürlich, die es nicht leicht hat und sich überall durchschlagen muss, Laurin auch sehr gerne. Obwohl der als Dunkelelb eigentlich zu den „Bösen“ gehört. Aber er war mir von Anfang an sehr sympathisch, sympathischer als Hagen vor allem und er ist ja einer der Lichtelben. Aber so ist für jeden der „richtige“ Charakter dabei. ;)
An einigen Stellen war ich aber trotzdem etwas genervt, denn dieses ganze Getue wegen Svenyas geheimnisvoller Vergangenheit war mir manchmal etwas zu viel und dadurch rutschte die Story teilweise etwas ins Melodramatische ab. Ich hätte schon manchmal am liebsten rufen wollen: „Nun sagt ihr doch endlich wer sie wirklich ist!“ Denn das wird schon sehr herausgezögert. Gut, Ivo Pala wollte sich natürlich nicht das Ende versauen, aber dann sollten die ganzen Anspielungen nicht immer vorkommen. Vielleicht sollte das die Spannung aufbauen, aber manchmal war es einfach nicht mehr spannend sondern einfach nur nervig.
Gegen Ende des Buches habe ich mich gefragt, was denn nach all dem Vorgeplänkel noch kommen mag, aber der Showdown kam dann und er war zwar gut, aber doch recht kurz. In wenigen Seiten wird alles aufgelöst und alle Konflikte verfliegen im Nichts, als wären sie nie dagewesen.
Versteht mich nicht falsch, ich finde das Ende rundet die Geschichte dann doch gut ab und die Erklärungen sind wirklich interessant, aber doch kommt es mir etwas einfach vor. Und außerdem ist es ein klein bisschen schnulzig, aber gut, der Hang zum Melodramatischen ist ja schon im ganzen Buch zu merken.

Mein Fazit: Das Ende der Elbenthal-Saga hat zwar an einigen Stellen kleinere Schwächen und die Kampfszenen sind mir in der ganzen Trilogie teilweise zu viel, aber trotzdem rundet Die eisige Göttin alles gut ab und ich werde auf jeden Fall demnächst mal die kurzen E-Book-Geschichten die ich entdeckt habe lesen. Trotz allem hat es mir gut gefallen die drei Bücher zu lesen.