Perfekte Mischung aus Politthriller und Action Blockbuster
"Hass" knüpft direkt an die Geschehnisse in "Die Abschussliste" an und Autor Jack Carr gibt seinem Protagonisten James Reece zu Beginn Zeit, sich mit den jüngsten Ereignissen auseinander zu setzen und ...
"Hass" knüpft direkt an die Geschehnisse in "Die Abschussliste" an und Autor Jack Carr gibt seinem Protagonisten James Reece zu Beginn Zeit, sich mit den jüngsten Ereignissen auseinander zu setzen und etwas Ruhe und Frieden bei einem alten Freund in Afrika zu finden. Weitere Erzählstränge aus diversen Sichtweisen entführen einem als Leser*in parallel an die verschiedensten Orte.
Nach und nach führt der Autor die losen Enden gekonnt zusammen, ebenso wie die einzelnen Charaktere. Reece's alte Freunde Raife Hastings und Mohammed "Mo" Faruk, mir durch die Prequel Serie "Dark Wolf" bereits bestens bekannt, spielen hier eine wichtige Rolle. Besonders gefallen haben mir die Rückblenden, sie zeigen die enge Freundschaft zwischen James und Raife - ihn und Mo schloss ich in "Dark Wolf" sofort fest ins Herz, weshalb ich mich wahnsinnig über dieses Wiedersehen freute.
Wie auch schon in Band 1 werden die Figuren, deren Handlungen sowie die unterschiedlichen Schauplätze äußerst detailliert beschrieben. Doch Dank der kurzen Kapitel und Perspektivwechsel wirkt der Plot zu keinem Zeitpunkt langatmig. Aufgrund der überaus komplexen Storyline, erfordert das Buch höchste Konzentration. "Hass" ist meiner Meinung nach eine perfekte Mischung aus Polit-/Spionagethriller und Action Blockbuster, nimmt sich aber auch Zeit für ruhige Momente. Sie geben den Charakteren Raum sich zu entwickeln und mir als Leserin die Chance, eine noch stärkere Bindung aufzubauen.
Die Protagonisten, allen voran Reece, besitzen unglaublich viel Tiefe und wirken ungemein authentisch. Dies gilt für das gesamte Buch, denn Ex Navy SEAL Jack Carr weiß, wovon der schreibt.
Ich bin jetzt schon gespannt, was Reece und seinen Freund Raife in Band 3 erwartet und freue mich zudem auf die nächste Verfilmung, denn die Dreharbeiten zu "True Believer", so der englische Originaltitel, wurden erst kürzlich abgeschlossen.