Cover-Bild Ich denk nicht dran
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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Gesundheit, Beziehungen und Persönlichkeitsentwicklung - Umgang mit persönlichen und gesundheitlichen Problemen
  • Genre: Ratgeber / Lebenshilfe
  • Ersterscheinung: 12.03.2026
  • ISBN: 9783423449793
Jo Failer

Ich denk nicht dran

Ein Vermächtnis zu Lebzeiten
Was bleibt, wenn die Gedanken langsam verblassen?
›Ich denk nicht dran‹ ist keine medizinische Abhandlung, sondern ein poetisches, authentisches und unterhaltsames Sachbuch über ein Schicksal, das viele fürchten – aber kaum jemand so beschreibt. Ein Buch über das Leben mit Alzheimer, bevor alles verloren geht – und darüber, wie viel Lebensfreude trotz allem möglich ist.
Als Jo Failer mit 51 Jahren die Diagnose »Alzheimer Frühform« erhält, steht er noch mitten im Alltag: berufstätig, Vater von zwei kleinen Kindern, umgeben von vielen Freunden. Sein Buch ist der Versuch, die Krankheit sichtbar zu machen, solange er es noch kann. Nicht durch Statistiken, nicht durch Klischees – sondern durch echte, persönliche Momente.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Vom Moderator zum Menschen

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Jo Failer war einst als Sportmoderator viel unterwegs. Doch seit er die Diagnose Frühdemenz vom Alzheimer Typ erhalten hat, ist sein Leben grundlegend anders geworden. Hier legt er einen sehr berührenden ...

Jo Failer war einst als Sportmoderator viel unterwegs. Doch seit er die Diagnose Frühdemenz vom Alzheimer Typ erhalten hat, ist sein Leben grundlegend anders geworden. Hier legt er einen sehr berührenden Bericht vor, von der Suche nach der Diagnose (er hat schon lange gespürt, dass sich etwas in seinem Kopf verändert) über die Beschreibung seiner Ausfälle bis zum heutigen Leben und seinen Zukunftsaussichten. Zu Letzeren gehört dieses Buch, mit dem er seinen Kindern etwas Bleibendes hinterlassen will, bevor er sie nicht mehr erkennt.

Da ich selbst schon zweimal als pflegende Angehörige in die Krankheit involviert war, hat mich sein Buch nicht nur sehr interessiert, sondern auch erstaunt. Konnte ich mir doch nicht vorstellen, wie er zu so einer detaillierten Beschreibung seines Zustandes in der Lage war. Da er aber schon jahrelang gewohnt war, seine Erlebnisse schriftlich festzuhalten, hat er nach eigener Angabe im Aufschreiben seines Lebens einen Halt für sich gefunden. Dazu kommt, dass er seine Diagnose schon sehr früh, nämlich mit 51 Jahren, erhalten hat. Im Nachwort erklärt er auch, dass er sehr lange an diesem Buch gearbeitet hat und es Tage gab, an denen er nicht mehr wusste, was er am Vortag geschafft hat.

Getroffen haben mich seine Worte über die Einsamkeit, den Verlust von Freunden (und seiner Ehefrau). Einzig seine Zwillingsschwester war seit Beginn an seiner Seite, kannte sie die Krankheit doch schon von der Mutter. Auch deren Zustand, den er früher nicht verstand, kommt zur Sprache.

Während er in seinem früheren Leben große Angst vor Fehlern hatte, findet er sich heute gezwungener Maßen mit seinen (mit gesunden Augen gesehenen) „Unzulänglichkeiten“ ab.

Diesem Autor kann man große Hochachtung zollen. Ich jedenfalls staune über seinen Umgang mit der Krankheit, vor der sich so viele Menschen fürchten. Um Alzheimer mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, möchte ich das Buch jedem empfehlen. Jo Failers Mut und seine Sicht auf sein Leben sind bewundernswert!

Der Schauspieler Herbert Schäfer bringt die Worte hervorragend zur Geltung. Knapp sechseinhalb Stunden lässt er die Zuhörer eintauchen in ein Leben, das sich niemand für sich selbst wünscht.

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