Cover-Bild Hoplopoiia
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25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: C.H.Beck
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 371
  • Ersterscheinung: 14.08.2025
  • ISBN: 9783406836886
Jochen Schmidt

Hoplopoiia

Roman
Richard Sparka ist der Stadtneurotiker des 21. Jahrhunderts

Richard Sparka ist der Stadtneurotiker des 21. Jahrhunderts! Mit «Hoplopoiia» zeichnet Jochen Schmidt ein pointiertes Gesellschaftsporträt, das die Überforderung und Vereinzelung des Menschen in unserer rasanten Gegenwart zeigt und dabei immer wieder mit gnadenloser Komik auf seinen glücklosen Helden Sparka blickt.

Während sich alles viel zu schnell verändert, kann Richard Sparka den Ereignissen nur erstaunt und resigniert hinterherblicken. Seine Beziehung mit Klara ist zu Ende, die Kinder werden groß, die Eltern alt. Auch das Leben in der Stadt, in der er geboren wurde und die seit jeher sein Zuhause ist, kommt ihm immer unmöglicher vor. Der Zeitungsstand im Spätkauf seines Vertrauens musste einem Chipsregal weichen für Richard nicht weniger als eine Katastrophe. Und der hippe neue Eisladen um die Ecke wird sein Viertel verändern, bis die Mieten unbezahlbar sind, davon ist Richard überzeugt. Wie schaffen es andere nur, angesichts dieser drastischen Entwicklungen, den Kopf über Wasser zu halten? Richard geht auf Spurensuche in seiner Kindheit in der DDR. Hat seine Lebensunfähigkeit mit dem Aufwachsen in einer Diktatur zu tun? Wäre sein Blick in die Zukunft optimistischer, wenn er damals die Chance ergriffen hätte, Mathematiker zu werden? «Hoplopoiia» ist eine kluge, tiefsinnige und urkomische Weltbetrachtung eines meisterhaften Zweiflers, der die Suche nach dem richtigen Leben noch lange nicht aufgegeben hat

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei uli123 in einem Regal.
  • uli123 hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2025

DDR-Nostalgie

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Ein rätselhafter Titel, dessen Bedeutung sich mir nicht erschloss und auf dessen Erklärung im Text ich lange Zeit gewartet habe, bis sich des Rätsels Lösung endlich auf S. 277 offen tat. Doch bis dahin ...

Ein rätselhafter Titel, dessen Bedeutung sich mir nicht erschloss und auf dessen Erklärung im Text ich lange Zeit gewartet habe, bis sich des Rätsels Lösung endlich auf S. 277 offen tat. Doch bis dahin vorzudringen, war gar nicht so einfach angesichts der vom Autor gewählten formalen Erzählweise. Es ist einfach sagenhaft, was der Autor an Informationen in einen einzigen Satz packt, der dadurch sehr verschachtelt wird. Solche Schachtelsätze reihen sich endlos aneinander. Manchmal wird eine Seite mit nur einem Satz gefüllt. Absätze sind eher selten. In meinen Augen ist das hohe Erzählkunst. Inhaltlich kommt der Ich-Erzähler Richard Sparka vom Hölzchen aufs Stöckchen. Die Rahmengeschichte ist in der Gegenwart in Ost-Berlin angelegt, als Richard über die Trennung von seiner Lebensgefährtin nicht hinweg kommt, mit seinem gesamten vermeintlich unglücklichen Leben hadert und regelmäßig zum Therapeuten geht. Dabei blickt er immer wieder auf seine Kindheit, Jugend und sein junges Erwachsenenleben bis zum Mauerfall zurück. Der Leser erhält ein umfassendes Bild über die Besonderheiten in der DDR; für Zeitgenossen eine schöne Gelegenheit, in nostalgischen Erinnerungen zu schwelgen. Obwohl Richard es zu nichts gebracht hat, weil er ein begonnenes Mathematik-Studium abgebrochen hat, ist er ein durchweg sympathischer Protagonist. Herrlich sind die vielen Ausflüge in die Mathematik, die für Leser mit nicht entsprechender Begabung allerdings nur schwer zu verstehen sind. Nicht minder interessant sind die vielen Anekdoten rund um Richards weit verzweigte Familie.
Auf jeden Fall kein Nullachtfünfzehnbuch und deshalb empfehlenswert.

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