Cover-Bild Caspar David Friedrich
Band der Reihe "quadro"
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25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Diaphanes
  • Themenbereich: Kunst
  • Genre: Sachbücher / Film, Kunst & Kultur
  • Seitenzahl: 160
  • Ersterscheinung: 08.02.2012
  • ISBN: 9783037341650
Johannes Grave

Caspar David Friedrich

Glaubensbild und Bildkritik

»Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.« Ein Vers aus dem Johannesevangelium, scheinbar beiläufig von Caspar David Friedrich in einer frühen Porträtzeichnung zitiert, markiert das Kernproblem, um das seine Kunst kreist. Die biblische Kritik an einem falschen Vertrauen in den Sehsinn wird zum Ausgangspunkt eines neuen Bilddenkens, das Glauben und Sehen auf anspruchsvolle Weise miteinander verknüpft.

Seine Bilder illustrieren nicht bestimmte Gedanken, sondern überführen sie in eine genuin bildliche Form des Denkens. Sie entfalten eine Bildkritik, die den protestantischen Vorbehalt gegen die Sinnlichkeit ernst nimmt, sich dazu aber des Bildes bedient und dessen Möglichkeiten in radikaler Weise auslotet. Dabei erschließt sich nicht allein eine neue religiöse Bildkunst, sondern ein Verständnis des Bildes, das weit über seine historische Bedingtheit hinaus von ungebrochener Aktualität ist.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.12.2025

Anspruchsvoll aber lohnenswert

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In diesem Buch näher sichJohannes Grave dem Werk Caspar David Friedrichs aus einer spannenden und eher ungewohnten Perspektive. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Glauben und Sehen in Friedrichs ...

In diesem Buch näher sichJohannes Grave dem Werk Caspar David Friedrichs aus einer spannenden und eher ungewohnten Perspektive. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Glauben und Sehen in Friedrichs Bildern zueinander verhalten.
Grave macht deutlich, dass sich Friedrichs Werke sich kritisch mit dem Sehen selbst auseinandersetzen und hinterfragen, wie Bilder überhaupt Bedeutung erzeugen.
Gerade aus kunstgeschichtlicher Perspektive ist das Buch sehr spannend, da Grave Caspar David Friedrich nicht nur als romantischen Landschaftsmaler zeigt, sondern als Künstler, der sich intensiv mit Wahrnehmung, Glauben und Bildtraditionen beschäftigt.
Das eröffnet neue Blickwinkel auf bekannte Werke und regt dazu an, diese genauer und bewusster zu betrachten.
Allerdings ist das Buch stellenweise keine ganz leichte Lektüre. Die Sprache ist recht dicht und theoretisch, sodass man sich wirklich in das Thema einlesen muss. Wer sich für Kunstgeschichte interessiert und bereit ist, sich Zeit zu nehmen, wird dafür aber mit vielen neuen Gedanken und Einsichten belohnt.
Insgesamt ist Glaubensbild und Bildkritik ein interessantes und anregendes Buch, das Caspar David Friedrichs Werk auf neue Weise erschließt, anspruchsvoll, aber lohnenswert.

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