Cover-Bild Das Zimmer

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17,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Rubikon Audioverlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Ersterscheinung: 11.04.2016
  • ISBN: 9783945986264
Jonas Karlsson

Das Zimmer

Mark Bremer (Sprecher)

Von unausstehlichen Kollegen umgeben, in ein Großraumbüro gepresst, kann Björn sein Glück kaum fassen, als er eines Tages ein kleines, geheimes Zimmer entdeckt.

Ein Büro nur für sich, auf demselben Stockwerk, im Flur gleich neben der Tonne für das Altpapier und dem Aufzug. Hier drinnen sind das Chaos und die Enge der Bürowabenwelt vergessen, Björn hat plötzlich Spaß an seiner Arbeit. Alles wäre gut, gäbe es da seine Kollegen nicht. Die treibt Björns bizarres Verhalten fast zur Verzweiflung. Und zu allem Übel tun sie auch noch so, als existiere dieses Zimmer überhaupt nicht.

Witzig und scharfsinnig beschäftigt sich Jonas Karlsson mit der Konformität in der modernen Arbeitswelt und mit der Frage, wie man als kleines Rädchen im großen Getriebe glücklich werden kann.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Rezension zu Das Zimmer

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Jonas Karlsson erzählt in der Tradition Kafkas von der Verwandlung des Angestellten Björn, der eines Tages im Büro ein geheimes Zimmer entdeckt. Sobald Björn diesen Raum betritt ist er ein anderer Mensch: ...

Jonas Karlsson erzählt in der Tradition Kafkas von der Verwandlung des Angestellten Björn, der eines Tages im Büro ein geheimes Zimmer entdeckt. Sobald Björn diesen Raum betritt ist er ein anderer Mensch: produktiv, kreativ - und glücklich. Doch niemand will ihm glauben, dass dieses Zimmer existiert. Ist er womöglich verrückt geworden, oder ist dies ein geschickter Schachzug seiner Kollegen, umhin loszuwerden?

Das Zimmer von Jonas Karlsson durfte ich als Hörbuch, gelesen von Mark Bremer erleben.

Björn, der Protagonist ist anders, ein nicht ganz einfacher Charakter, extrem pedantisch, durchstrukturiert und wahnsinnig von sich und seinen Leistungen eingenommen. Björn wird in ein Großraumbüro einer Behörde strafversetzt und hat nun keinerlei Verantwortung mehr zu tragen. Schnell hat er die Schwächen seiner Kollegen ausgemacht und weiß nun das er ihnen überlegen ist. Durch einen Zufall entdeckt er ein geheimes Zimmer, in dem er Ruhe findet und Kraft schöpfen kann für den Arbeitsalltag im Großraumbüro. Das bekommen alle seine Kollegen inklusive Chef schnell zu spüren. Seine Kollegen lassen sich dies nicht lange gefallen,behaupten auch noch das es dieses Zimmer überhaupt nicht gibt und verlangen das er sein Verhalten ändern soll. Der Kampf um die Existenz oder Nichtexistenz des Zimmers beginnt.

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Björn erzählt. Ich verfolgte seine Gedanken und seine Handlungen mal mit einem schmunzeln mal mit einem Kopfschütteln, und oft dachte ich nur so einen Kollegen wünscht sich keiner.

Dieses Buch/Hörbuch bietet viel Spielraum für Interpretation, da man die Geschichte aus verschiedenen Seiten betrachten kann, ich als Hörermöchte dazu nur sagen, dass ich mich gut unterhalten fühlte und der Geschichte gerne folgte, ohne das ich den Drang verspürte sie zu analysieren oder zu interpretieren.

Mark Bremer als Sprecher dieses Hörbuches habe ich wieder sehr gerne zugehört.

Mein Fazit:
Eine interessante Geschichte, die ich gerne gehört habe und von der Thematik mal was anderes für mich war.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Björn und das Zimmer

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Björn lernt seine Kollegen gerade nach und nach kennen, obwohl ihm klare Abgrenzungen, beruflich wie privat, lieber sind. Und doch kann er sich der Geselligkeit nicht komplett entziehen. Eines Tages entdeckt ...

Björn lernt seine Kollegen gerade nach und nach kennen, obwohl ihm klare Abgrenzungen, beruflich wie privat, lieber sind. Und doch kann er sich der Geselligkeit nicht komplett entziehen. Eines Tages entdeckt er im Büro ein geheimes Zimmer, das ihn, sobald er es besucht, vollkommen verändert. Seine Arbeit, die er dort verrichtet, wird hochgelobt, allerdings scheint niemand sonst an die Existenz des Zimmers zu glauben. Björn glaubt sich in einem Possentheater, alle, sogar der Chef, haben sich gegen ihn verschworen, doch er ist willens und überzeugt davon es allen zeigen zu können...

Eigentlich gibt es für den Hörer keinerlei Grund an Björns Ausführungen, die aus der Ich-Perspektive erfolgen, zu zweifeln. Doch plötzlich werden Stimmen laut, dass es das Zimmer gar nicht gibt, er vielmehr einfach nur teilnahmslos und vollkommen weggetreten vor einer Wand stehen würde. Man fragt sich also: Handelt es sich um ein abgekartetes Spiel seitens der Kollegen oder bildet Björn sich die Existenz des Zimmers und allem was darin geschieht nur ein? Aber wie kann er dann seine Arbeit tatsächlich verrichtet haben, wenn sich doch alles nur in seinem Kopf abspielt? Der Hörer ist nicht gewillt sofort den erstbesten Schluss zu ziehen und begibt sich somit auf die Suche nach Hinweisen, die ihm die Wahrheit möglicherweise näher bringen können. Sicherlich ist dies auf Grund der Erzählweise nicht immer leicht, und doch gibt es hier und da Schlupflöcher, die das Bild ein bisschen klarer erscheinen lassen, hofft man zumindest..

Gelesen von Mark Bremer, erhält das Werk eine Stimme. Die atmosphärisch sehr dichte Erzählung überträgt sich bereits nach den ersten Worten auf den Hörer, es ist beinahe als würde man sich selbst im Büro befinden und müsste nur ein paar Schritte tun, um herauszufinden was es mit dem Zimmer auf sich hat. Doch je weiter man sich nach vorne bewegt, desto weiter scheint die Wand in den Hintergrund zu treten, man bekommt sie einfach nicht zu fassen.

Trotz der zunehmenden Verwirrung schafft man es nicht sich dem Sog zu entziehen, den dieses Werk entwickelt. Fast schon könnte man es als Teufelskreis bezeichnen, würde es nicht innerhalb mancher Passagen plötzlich so absurd, dass man schnell wieder einen klaren Kopf bekommt. Natürlich nur, um schon bald wieder im Gewirr gefangen zu sein, denn das Geschehen schafft es jedes Mal aufs Neue den Hörer in seinen Bann zu ziehen, selbst wenn man versucht sich dagegen zu sträuben. Spannung und Tempo nehmen stetig zu und auch wenn es sich nicht um einen Krimi handelt, so wartet man doch gebannt auf eine Auflösung.