Profilbild von KruemelGizmo

KruemelGizmo

Lesejury Star
offline

KruemelGizmo ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit KruemelGizmo über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.05.2022

Rezension zu Mrs Agatha Christie

Mrs Agatha Christie
0

Dezember 1926 - die Autorin Agahtha Christie wird vermisst. Ihr Auto wird von den Ermittlern an einem tiefen düsteren Teich gefunden, darin lag noch ihr Pelzmantel, sehr ungewöhnlich, denn die Nacht war ...

Dezember 1926 - die Autorin Agahtha Christie wird vermisst. Ihr Auto wird von den Ermittlern an einem tiefen düsteren Teich gefunden, darin lag noch ihr Pelzmantel, sehr ungewöhnlich, denn die Nacht war eisig kalt gewesen. Ihr Ehemann, ein Veteran des ersten Weltkrieges, und ihr junge Tochter wissen nicht wo Agatha sein könnte. In England beginnt daraufhin eine große und beispiellose Fahndung um die Krimiautorin zu finden. 11 Tage bleibt sie verschwunden und dann taucht sie so mysteriös wieder auf, wie sie verschwunden ist. Laut Agatha Christie wäre eine Amnesie verantwortlich für ihr Verschwinden, aber ist das die Wahrheit?

Mrs Agatha Christie ist der dritte Teil der Reihe "Starke Frauen im Schatten der Weltgeschichte" von Marie Benedict.

Agatha Christie verschwindet im Dezember 1926 spurlos, sie ist zu diesem Zeitpunkt eine relativ bekannte Krimiautorin, aber bei weitem noch nicht so bekannt und berühmt, wie sie noch werden sollte. Nach außen hin führt sie eine glückliche Ehe, aber die Ehe ist zerbrochen. Schnell stellt sich die Frage was der untreue Ehemann mit dem Verschwinden zu tun hatte. Mit diesem Roman erschafft die Autorin eine mögliche Erklärung, die mir gut gefällt.

Die Geschichte verläuft in zwei Zeitlinien die aufeinander zusteuern, was mir ausgesprochen gut gefallen hat. Die eine Zeitlinie beginnt und dreht sich um Agatha Christies Verschwinden, hier steht vor allem ihr untreuer Ehemann im Vordergrund und als Leser begleitet man ihn wie er versucht unbeschadet durch diese Ereignisse zu kommen. In der zweiten Zeitlinie erzählt Agatha Christie aus der Ich-Perspektive über ihr Leben, wie sie ihren Ehemann kennenlernte, über ihr Familienleben und wie sie zum schreiben kam. Agahtas Christies Erzählung über ihr Leben und ihre Einstellungen über die Ehe und das Rollenbild der Frau, die ihr alle anerzogen wurden, lösten bei mir Kopfschütteln und manchmal auch Wut aus, aber auch Mitleid für die damaligen Frauen. So hält sie verzweifelt an einer Ehe und einem Ehemann fest, der nur sich und seine Bedürfnisse kennt und von seiner Frau erwartet sich diesen unterzuordnen. Ihre "Schreiberei" nimmt er trotz erster Erfolge nicht wirklich ernst und sie werden für ihn auch zu einem Ärgernis, denn er ist nicht mehr Agathas alleiniger Mittelpunkt. Über ihr Schreiben hätte ich persönlich gerne noch mehr gelesen, aber natürlich stand das Verschwinden im Vordergrund.
Während diese Zeitlinie bei mir die unterschiedlichsten Gefühle auslösten, empfand ich den Erzählstrang um das Verschwinden vor allem spannend. Man beobachtet als Leser wie sich Christies Ehemann versucht sich durch die Ereignisse zu winden, und sich dabei immer in einem positiven Licht zu präsentieren, während man natürlich einen genaueren Einblick hat. Zum Ende hin werden die beiden Zeitlinien zusammengeführt und eine Auflösung präsentiert, die mir ausgesprochen gut gefallen hat, und der Krimiautorin Agatha Christie auch würdig ist.

Mein Fazit:
Eine unterhaltsame Geschichte über Agatha Christies Verschwinden, bei der fiktionale und biografische Details gut verwoben wurde und dem Leser einen guten und der Krimiautorin würdigen Grund für ihr Verschwinden liefert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.05.2022

Rezension zu Tod im East End

Tod im East End
0

1865, London: Jack Calder, der als Lehrer an einer Armenschule im East End arbeitet wird erschlagen aufgefunden. Bei seinen Ermittlungen findet Inspektor Stockworth und Sergeant Bennett schnell heraus, ...

1865, London: Jack Calder, der als Lehrer an einer Armenschule im East End arbeitet wird erschlagen aufgefunden. Bei seinen Ermittlungen findet Inspektor Stockworth und Sergeant Bennett schnell heraus, das Calder mehr als dubiose Verbindung in die Londoner Unterwelt hatte. Zeugen sind im East End nur schwer zu finden, denn eine Zusammenarbeit mit der Polizei kann für die Bewohner im East End gefährlich werden…

Tod im East End ist der dritte Teil der Reihe um Inspektor Stockworth und seiner Frau Charlotte aus der Feder von Jessica Müller.

Mir persönlich war erst nicht bewusst, dass dies ein Teil aus einer Reihe ist, aber man kann der Handlung trotzdem folgen, denn alles was bisher geschah wird mehr als ausreichend beleuchtet. Der Fall selbst um den ermordeten Jack Calder wirkt von Anfang an interessant und auch seine Verbindungen in die Unterwelt hat viel Potential für mich gehabt daraus einen wirklich spannenden Krimi zu machen, leider fand ich das dieses Potential leider nicht ausgeschöpft wurde. Denn der Fall plätschert eigentlich oftmals als Rahmenhandlung, neben den privaten Vorkommnisse und Geplänkel ein bisschen vor sich her. Richtige Ermittlungen wurden auch nicht so immer wirklich angestellt, sondern andere lösen dann denn Fall und präsentieren dann die Täter auf dem Revier und dem Leser wird hinterher nur erzählt wie es dazu gekommen ist. Hier hätte ich mir auch gewünscht mehr als Leser mitgenommen zu werden.

Die einzelnen Charaktere sind gut beschrieben und gut ausgearbeitet. Allerdings hat fast jeder dort ein tragisches Schicksal hinter sich oder ist immer noch irgendwie gesellschaftlich oder persönlich in Gefahr, was bei der Fülle leider wirklich zu viel ist, da dies auch sehr viel Raum einnimmt, da es immer wieder beleuchtet und thematisiert wird.

Mein Fazit:

Ein Krimi, den man gut zwischendurch lesen kann, leider kam mir der Krimi hier allerdings zu kurz auch wenn das Buch mit einem interessanten Cliffhanger endet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.04.2022

Rezension zu Das Mädchen und der Totengräber

Das Mädchen und der Totengräber (Die Totengräber-Serie 2)
0

Wien 1894: Im Kunsthistorischen Museum wird in einem Sarkophag anstelle einer alten Mumie die Leiche eines berühmten Ägyptologen gefunden. Die Leiche wurde nach dem alten Ritus präpariert und so machen ...

Wien 1894: Im Kunsthistorischen Museum wird in einem Sarkophag anstelle einer alten Mumie die Leiche eines berühmten Ägyptologen gefunden. Die Leiche wurde nach dem alten Ritus präpariert und so machen schnell Spekulationen über einen alten Fluch die Runde. Inspektor Leopold von Herzfeldt, der mit diesem Fall betraut wurde, glaubt nicht daran. Bei seinen Ermittlungen bittet er den Totengräber Augustin Rothmeyer um Hilfe, mit seinem Wissen über den Tod soll er ihm alles über das Konservieren von Verstorbenen erzählen...

Das Mädchen und der Totengräber ist der zweite Teil der Totengräber-Reihe von Oliver Pötzsch.

Leopold von Herzfeldt ist Inspektor in Wien und arbeitet mit damals neuen kriminalistischen Untersuchungsmethoden, die bei seinen Kollegen nicht gerade auf viel Gegenliebe stoßen, auch so ist sein Stand bei seinen Kollegen nicht der Beste. Sein neuer Fall führt ihn ins kunsthistorische Museum zu einer wie eine Mumie präparierte Leiche. Für seine Ermittlungen holt er sich Hilfe bei Augustin Rothmayer, der alles über die verschiedenen Totenkulte der Menschheit zu wissen scheint.

Historischer Krimi, Mumien, Fluch, da bin ich sofort dabei, die Thematik hat mich sofort angesprochen und so stürzte ich mich in die Geschichte ohne den Vorgänger zu kennen. Man kann das Buch gut lesen ohne ihn zu kennen. Leopold von Herzfeldt ist ein sympathischer Charakter, dem man gerne durch die Geschichte folgt, mit seiner Freundin Julia Wolf habe ich mich manchmal ein wenig schwer getan, manchmal wirkt sie recht modern, wie sie sich als alleinerziehenden Mutter durchs Leben kämpft, aber sie wirkt auch häufig anstrengend und inkonsequent. Was ich ein wenig schade fand ist, dass der titelgebende Totengräber so wenig Raum in der Geschichte einnimmt, er wirkte interessant und skuril, von ihm hätte ich gerne noch mehr gelesen.

Den Fall der Mumie fand ich von Anfang interessant, die Untersuchung gestaltet sich recht schwierig, da die Untersuchungsmethoden in dieser Zeit noch sehr eingeschränkt waren und die Spuren in Kreise führen, die sie delikat machen. So hat Herzfeldt einige Steine aus dem Weg zu räumen um den Fall zu lösen. Zusätzlich muss er sich auch noch mit einem zweiten, blutigen Fall beschäftigen, der auch Julia keine Ruhe lässt. Während der erste Fall bei der Untersuchung ein wenig ruhiger von statten geht, nimmt der zweite Fall Fahrt auf und erzeugt zusätzliche Spannung. Die Finale beider Fälle haben mir sehr gefallen, sie waren spannend, und hatten auch eine Portion Action mit dabei um das ganze abzurunden.

Mein Fazit:
Gekonnt erzählte Fälle, garniert mit interessanten Charkteren, die die Geschichte für mich interessant und spannend machten. Ich möchte nun unbedingt noch den ersten Teil der Reihe lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.04.2022

Rezension zu Bullet Train

Bullet Train
0

Im japanischen Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen von Tokio nach Morioka sitzen fünf Killer, ein Entführungsopfer, und ein Koffer voll Geld reist auch mit. An der Endstation wartet einer der Unterweltbosse ...

Im japanischen Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen von Tokio nach Morioka sitzen fünf Killer, ein Entführungsopfer, und ein Koffer voll Geld reist auch mit. An der Endstation wartet einer der Unterweltbosse von Tokio auf den Zug. Aber die Reise läuft nicht glatt, der Koffer voll Geld verschwindet und das Entführungsopfer stirbt, und das ist erst der Anfang der Ereignisse, an deren Ende nur einer den Zug verlassen wird.

Bullet Train stammt aus der Feder von Kotaro Isaka.

Shinkansen ist ein japanischer Hochgeschwindigkeitszug in dem sich fünf Killer befinden, ein Entführungsopfer und ein Koffer vollere Geld. Bald schon verschwindet der Koffer und das Entführungsopfer verstirbt auf mysteriöse Weise. Das löst eine ungeahnte Kaskade an Ereignissen aus.

Das Buch ist für mich kein klassischer Thriller, es war spannend, aber mir fehlte es am thrill, aber trotzdem konnte mich die Geschichte wirklich gefangen nehmen. Ich musste einfach immer weiterlesen, der Autor schaffte es gekonnt meine Neugierde anzufachen und sie bis zum Schluss bei der Stange zu halten.

Die Killer sind sehr ungewöhnlich, jeder hat etwas Besonderes an sich oder eine sehr ungewöhnliche Mordmethode, dabei wirken ihre Charakterzüge teilweise schon richtig überspitzt und unsinnig, aber es passt einfach in diese Geschichte, und haucht ihr dadurch richtig Leben ein. Die Handlung wird immer aus der Sicht eines der Killer erzählt und setzt sich dann wie ein Puzzle zusammen. Dabei kommt es zu ungewöhnlichen Begegnungen und Handlungen, die die Geschichte immer weiter vorantreiben. Dabei spielt der Autor gekonnt mit den Charakteren und ihren Handlungen. Gespickt mit passenden Wendungen, einer guten Prise Witz und Humor und einer Dosis Action kommt für mich dabei eine runde und gelungene Geschichte heraus, die mich an die Seiten fesselte.

Mein Fazit:

Ein ungewöhnlicher Thriller, der mich mit seiner Geschichte und seinen Charakteren wirklich begeistern konnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.04.2022

Rezension zu Die Tote im Container

TEAM HELSINKI
0

Kommissarin Paula Pihjala wird am Morgen des Mittsommertages zu einem Mord gerufen. Vor dem Anwesen einer reichen Unternehmerfamilie wurde ein Container abgestellt. In dem Container liegt die Leiche einer ...

Kommissarin Paula Pihjala wird am Morgen des Mittsommertages zu einem Mord gerufen. Vor dem Anwesen einer reichen Unternehmerfamilie wurde ein Container abgestellt. In dem Container liegt die Leiche einer Frau. Meerwasser, das in den geschlossenen Container geleitet wurde, ist die Todesursache. Die Identifizierung ist schwierig, niemand scheint diese Frau zu kennen. Die Ermittlung konzentrieren sich zuerst auf die Identifikation und die Unternehmerfamilie. Als die Frau als Rauha Kalando, aus Namibia identifiziert wird, finden die Ermittler im Hotelzimmer des Opfers ein vom ehemaligen Unternehmerchef unterschriebenes Dokument...

Team Helsinki - Die Tote aus dem Container ist der erste Teil der Reihe des Autorenehepaars A. M. Ollikainen.

Rauha Kalando reist aus Namibia nach Finnland und wird dort grausam ermordet. Das "Team Helsinki" unter der Führung von Kommissarin Paula Pihjala übernimmt den Fall. Ihre Untersuchungen führen immer wieder zu der Unternehmensfamilie auf deren Anwesen der Container mit dem Opfer gefunden wurde.

Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht leicht, der Stil war so gar nicht meins, es wurde mit dem eigentlichen Beginn des Falles besser, aber ich hatte immer wieder Probleme mit dem Lesefluss bei einigen Kapiteln. Ich vermute das mir der eine Part des Autorenduos vom Stil besser lag als der andere.

Mit Paula Pihjala und ihrem Team wurde ich auch nicht wirklich warm, auch wenn sie eigentlich recht sympathisch erschien, möchte sie alles und jedes unter Kontrolle haben. Auch hat fast jeder im Team sein eigenes Päckchen oder Geheimnis zu tragen, das natürlich thematisiert wurde. Bei Paula recht ausführlich, was den eigentlichen Fall dann in den Hintergrund drängte. Mich erreichen mittlerweile diese gebeutelteten oder mit Geheimnissen umgebenden Ermittler häufig nicht mehr, ich lese es einfach weg. Hier war es leider auch so, es war mir persönlich zu viel.

Der Fall selbst plätschert so vor sich hin, die Ermittlungen ziehen sich ohne wirklich vorwärts zu kommen, und leider schaffen es die Autoren es nicht dabei auch nur irgendwie eine gewisse Spannung aufzubauen, erst zum Ende hin kommt eine gewisse Spannung auf, die mich dann auch endlich packen konnte.

Mein Fazit:
Nicht schlecht, aber aber auch nicht wirklich überzeugend. Der Fall plätschert so vor sich hin, mit recht wenig Spannung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere