Cover-Bild Was im Dunkeln Schatten wirft
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7,00
inkl. MwSt
  • Verlag: BoD – Books on Demand
  • Themenbereich: Belletristik - Horror: Zeitgenössisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Horror
  • Seitenzahl: 126
  • Ersterscheinung: 16.06.2025
  • ISBN: 9783819265525
Josefine Lyda

Was im Dunkeln Schatten wirft

Eine düstere Novelle
Tegel, Anfang des 19. Jahrhunderts - Hinter vorgehaltener Hand wird gemunkelt, im Wald stehe eine Eiche, die schon seit Jahrhunderten ihre Wurzeln in den Boden schlägt. Besorgte Eltern erzählen ihren verliebten Kindern, eine Spukgestalt würde im Geäst hausen. Sie erhoffen sich wohl, dass die Schauergeschichte die verdorbene Jugend davon abhält, sich nachts allein aus dem Haus zu schleichen. Der Müllerssohn Benjamin hat nicht viel übrig für solche Märchen. Ein Streit schwelt zwischen ihm und seinem Bruder Jakob. Mit dem Tod des Vaters droht dieser Streit zu platzen. Doch alles ändert sich, als Jakob plötzlich verschwindet. Benjamins Träume werden dunkler. Stets drängen sich Gedanken an Magdalena in seinen Kopf. Woher kommt plötzlich diese Besessenheit? Welche Geheimnisse versuchte der Müller, mit ins Grab zu nehmen? Und ist da nicht ein Flüstern, das durch die Wände der Mühle zischt? Langsam schält sich heraus, dass die Schauergeschichten vielleicht mehr als nur Geschichten sind.

"Was im Dunkeln Schatten wirft" ist eine Novelle, die auf der düsteren Folklore aus Tegel beruht - über tief verwurzelten Hass, verbotenes Verlangen und eine Schuld, die auf unser aller Schultern lastet.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.07.2025

Düstere Legenden und wahre Albträume

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Schon in meiner Kindheit habe ich es geliebt mich zu gruseln und genug Stoff dazu boten mir Sagen mit ihrem eher ländlichen Charakter und wo auch immer ein Fünkchen Wahrheit drinsteckte.
Ganz ähnlich handhabt ...

Schon in meiner Kindheit habe ich es geliebt mich zu gruseln und genug Stoff dazu boten mir Sagen mit ihrem eher ländlichen Charakter und wo auch immer ein Fünkchen Wahrheit drinsteckte.
Ganz ähnlich handhabt es Josefine Lyda in ihrer Novelle 𝐖𝐚𝐬 𝐢𝐦 𝐃𝐮𝐧𝐤𝐞𝐥𝐧 𝐒𝐜𝐡𝐚𝐭𝐭𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫𝐟𝐭.

Die Geschichte spielt in Tegel Anfangs des 19. Jahrhundert und beginnt direkt mit einer Beerdigung. Der alte Müller ist gestorben und mit seinem Tod entbrennt ein Zwist zwischen den Brüdern. Während Jakob in der Mühle körperlich schuftet, ist Benjamin für den Papierkram zuständig und hat damit die lukrativere Position.
Stress und Sticheleien setzen Benjamin zu, nicht mal im Schlaf findet er Ruhe. Vermeintlich träumend sucht er die Dicke Marie auf, ein sagenumwobener Baum, von dem man sich besonders Nachts fernhalten sollte. Da erscheint ihm die schöne Magdalena, bevor ihn etwas angreift.
Am nächsten morgen ist Jakob verschwunden und Benjamin scheint vom Pech verfolgt.
Was geschah in jener Nacht an der Dicken Marie? Was ist Traum und was Wirklichkeit?

Die Autorin greift hier die Legende des Nachtmahrs auf, einem Dämon, der sich von seinem Opfer nährt und ihm Albträume beschert. Das hat zuletzt schon T. Kingfisher mit „Was die Nacht verschweigt“ versucht und mich damit nicht ganz überzeugt. Das hier allerdings schon.

Die Geschichte hat eine ganz unheilvolle Atmosphäre, ist schlicht und fängt den Charakter jener Zeit auf dem Land gut ein. Auch wenn wir Tegel heute eher mit dem Flughafen verbinden, gibt es mit der Dicken Marie einen realen Bezug und der Baum existiert auch heute noch.

Sympathische Figuren sucht macht hier allerdings vergebens. Alle sind irgendwie hinterhältig, unfreundlich und gemein. Ausgenommen die arme Hausmagd. Das bereitet allerdings auch den Weg für eine wünschenswerte Charakterentwicklung.

Loben möchte ich auch die wirklich hübsche Gestaltung des Büchleins, mit Gemälden, Zeichnungen und passend gestalteten Layout, die die Stimmung der Geschichte perfekt einfangen.

„Was im Dunkeln Schatten wirft“ ist die perfekte, kleine Schauergeschichte. Am besten für kühle Herbstabende bei Kerzenschein.

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