Cover-Bild Anna

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12,50
inkl. MwSt
  • Verlag: kalliope paperbacks
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 271
  • Ersterscheinung: 13.02.2018
  • ISBN: 9783981495379
Judith Reusch

Anna

Buch der Wörter
Polen 1981: Ania ist acht Jahre alt, als sie morgens in ihrem Zuhause nur die Großmutter vorfindet. Ihre Mutter Theresa hat sie und ihre Schwester in Polen allein zurückgelassen und ist ihrem vorher geflohenen Ehemann nach Deutschland gefolgt. Ania bleibt bei ihren Großeltern und rettet sich in der folgenden, chaotischen Zeit in eine Welt der scheinbaren Ordnung, indem sie sich ein Buch der Wörter erstellt. Darin versucht sie, alle für sie nicht begreifbaren Begebenheiten wie in einem Lexikon aufzulisten und zu erklären. Die anfangs nur auf wenige Wochen hin geplante Trennung der Familie dauert fast ein Jahr an, da in der Zwischenzeit in Polen der Kriegszustand ausgerufen wird und alle Ausreisen damit verhindert werden.

Als nach einem Jahr endlich auch beide Kinder außer Landes gelassen werden, gelangen sie in Deutschland in eine vollkommen neue Welt, in der das von Ania aufgesetzte Buch der Wörter keinen Nutzen mehr bringt, da dem kleinen Mädchen die polnische Sprache abhandenkommt. Alles ist anders, aus Ania ist eine Anna geworden, und diese muss neue Wörter lernen, ein neues Buch erstellen, in welchem sie die unbekannte Welt zu begreifen lernt.

Die zwei Jahre im Leben Annas und ihrer Mutter spiegeln sich in kleinen, alltäglichen Details wiederum 35 Jahre später in einem einzigen Tag der Lektorin Thea wider, die diese Geschichte als Manuskript auf ihrem Schreibtisch vorfindet. Durch die Lektüre der gelungenen Integration Annas gelingt es Thea unbewusst, sich aus der eigenen, selbst erwählten Isolation zu befreien.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2018

Bewegend, doch etwas fehlt.

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Protagonistin Anna (Ania)

Anna und ihr Buch der Wörter berühren mich tief. Ihr kleines unschuldiges Herz, das irgendwie durch die schwere Zeit kommen muss, hat mir sehr zu schaffen gemacht. Gerade weil ...

Protagonistin Anna (Ania)

Anna und ihr Buch der Wörter berühren mich tief. Ihr kleines unschuldiges Herz, das irgendwie durch die schwere Zeit kommen muss, hat mir sehr zu schaffen gemacht. Gerade weil sie so jung ist, gerade weil sie so voller Träume und Hoffnungen durchs Leben geht, bin ich hin und weg. Ihr Buch der Wörter, ihr Wille jedes Wort zu verstehen, der Neuanfang und das fremde Land. Anna nimmt einen mit auf eine Reise durch die Welt eines kleinen Mädchens, das Worte sammelt als wären sie aus Gold. Es sind kleine Momente und große Ereignisse. Es sind leise Worte und laute Gedanken. Anna eine Geschichte, so nahe an der Realität, dass ich daran glaube, dass sie irgendwo hier in Deutschland lebt

Protagonistin Thea

Thea lebt in einem selbst ausgesuchten Exil. Doch durch Anna und ihre Geschichte beginnt sie sich auf die Suche nach mehr zu machen. Sofort merkt man, Thea braucht ein Buch der Wörter, denn sie hat verlernt nach diesen zu suchen. In ihrem kleinen Schneckenhaus, immer auf der Hut, niemals rasten, niemals ruhen. Sie hat eine verquere Art zu denken und das finde ich sehr erfrischend. Manchmal erinnerte sie mich an ein Küken das beginnen möchte zu fliegen. Leider kam ihrer Geschichte zu kurz, leider ging der Bezug zu Anna viel zu oft verloren. Trotzdem habe ich ihre Passagen genossen, wenn auch etwas unberührt.

Story-Aufbau

Judith nimmt uns mit Anna in ein Leben voller Gefahren, aber auch in ein Leben voller Hoffnung. Wer nie eine Flucht aus dem eigenen Heimatland erlebt hat, darf diese Erfahrung mit Anna nachholen. Es sind hundert alltägliche Situationen, tausend einfache Momente die uns das Leben von Anna und ihrer Familie zeigen. Und gerade, weil sie so simpel und unspektakulär sind, gerade weil sie so realistisch sind, fesseln sie einen. Man liest, ohne die Seitenzahlen zu beachten, denn sie fliesen nur so dahin. Manchmal waren ein paar Seite zu emotional, zu dick aufgetragen doch trotz allem berührend.

Liebe Judith, du hast penibel auf Einzelheiten geachtet, und man merkt dir deine Leidenschaft am Schreiben an. Du hast eine unglaublich realitätsnahe Geschichte geschrieben, die einem oft unter die Haut geht. Auch wenn mir das gewisse etwas fehlte, ziehe ich meinen Hut vor dir. Du hast Herzblut in dieses Buch gesteckt und das merkt man mit jeder Seite.

Veröffentlicht am 21.04.2018

Berührt

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Am Anfang fällt es einen schwer in die Geschichte zu finden, doch irgendwie will man das Buch nicht aus der Hand geben. Ein kleines Mädchen irgendwo in Polen auf und seine Eltern sind weg. Es wird dann ...

Am Anfang fällt es einen schwer in die Geschichte zu finden, doch irgendwie will man das Buch nicht aus der Hand geben. Ein kleines Mädchen irgendwo in Polen auf und seine Eltern sind weg. Es wird dann aus der Sicht der getrennten Mutter und Tochter geschrieben bis die Familie wieder vereint ist. Jahre später wird diese Geschichte noch von einer Lektorin gelesen. Das Buch verändert sie. Die Story ist voller Emotionen man leidet mit der kleinen Annia richtig mit. Man kann sich gut in sie hineinversetzen- ein fremdes Land, neue Sprache und jeder stellt Fragen. Fazit: mir hat das Buch sehr gut gefallen.