Eine spannende Enttäuschung: Lokalkolorit oder Langeweile?
Hm, was soll ich sagen?! Wenn es einen Krimi gibt, der durch jede Menge Lokalkolorit glänzt, dann ist es dieser. Die malerische Kulisse des Dorfes, in das wir eintauchen, wird wahrlich lebendig, doch damit ...
Hm, was soll ich sagen?! Wenn es einen Krimi gibt, der durch jede Menge Lokalkolorit glänzt, dann ist es dieser. Die malerische Kulisse des Dorfes, in das wir eintauchen, wird wahrlich lebendig, doch damit enden auch schon meine positiven Anmerkungen. Was bringt uns das schönste Setting, wenn die Handlung mehr Sätze in Klammern als spannendes Geschehen bietet?
Der pensionierte Lateinlehrer Hausmann, unser Hauptprotagonist, hat eine Vorliebe für ausufernde Belanglosigkeiten und Nebensächlichkeiten. Während ich auf den ersten Hinweis zum Mordfall wartete, hatte ich das Gefühl, mehr über die Aachener Lebenskultur, den ortsansässigen Fußballverein und die sprachlichen Feinheiten zu erfahren als über die Tote, die im Dorf durchaus bekannt war.
Ein Spannungsbogen? Fehlanzeige! Stattdessen wurde ich Zeuge eines bunten Straußes an Geschichten, die sich wie ein Telefonbuch anfühlten: dick, langweilig und gefüllt mit unnützen Informationen. Die vom Verlag angepriesenen urkomischen Anekdoten? Naja, die lassen wohl nur Aachener schmunzeln.
Meine Erwartungen waren hoch, die Vorfreude groß. Doch am Ende bleibt mir nur die Ernüchterung. Schade! Es hätte so viel mehr sein können – eine spannende Geschichte, die das Lokalkolorit mit packender Handlung verbindet. Vielleicht beim nächsten Mal, Herr Hausmann.