Cover-Bild ‚Ostern’ – Geschichte eines Wortes
Band 20 der Reihe "Indogermanische Bibliothek, 3. Reihe: Untersuchungen"
15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Universitätsverlag Winter GmbH Heidelberg
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 125
  • Ersterscheinung: 09.2011
  • ISBN: 9783825308667
Jürgen Udolph

‚Ostern’ – Geschichte eines Wortes

Die Herkunft des Wortes Ostern, englisch Easter, ist umstritten. Verfehlt ist die Verbindung mit einem Göttinnennamen Ostara. Problematisch ist auch der Versuch, eine Verbindung mit Osten (Morgenröte) herzustellen; man muß zu einer Fehlübersetzung greifen. Die Abhandlung geht einen anderen Weg: nordgermanische Sprachen kennen eine Wortfamilie, die sprachlich zu Ostern paßt: anord. ausa '(Wasser) schöpfen, gießen', austr 'Begießen'. Eine heidnische Form der Taufe samt Namengebung der Neugeborenen wurde als vatni ausa ('mit Wasser begießen') bezeichnet. Das Wort 'Ostern' bezieht sich daher eher auf die Taufe. Versteht man austr- als 'Taufe', fällt auch neues Licht auf die Namen der Westgoten (Wisigoten) 'echte Goten' und Austrogoten 'Taufgoten'.

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