Cover-Bild Ich war BILD
34,00
inkl. MwSt
  • Verlag: DVA
  • Themenbereich: Geschichte und Archäologie - Geschichte
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 544
  • Ersterscheinung: 11.05.2023
  • ISBN: 9783421070135
Kai Diekmann

Ich war BILD

Ein Leben zwischen Schlagzeilen, Staatsaffären und Skandalen
„Ich war ein Junkie. Und BILD meine Droge.“ Kai Diekmann

16 Jahre lang hat der Chefredakteur der BILD bestimmt, worüber Deutschland spricht – jetzt spricht er erstmals selbst


Als am längsten amtierender Chefredakteur der BILD-Zeitung setzte Kai Diekmann Tag für Tag die Themen, die das Land bewegten. Die Mächtigen der Republik gaben sich in seiner Redaktion die Klinke in die Hand, vertrauten sich ihm an, stachen Staatsgeheimnisse zu ihm durch – oder redeten sich auf seiner Mailbox um Kopf und Kragen. Von Boulevard bis Staatsaffäre: Kai Diekmann wusste immer, wo in den Ereignissen die Schlagzeile für die nächste Ausgabe zu finden war. In Ich war BILD erzählt er die Geschichten hinter diesen Schlagzeilen – und wie sie ihn und die Republik verändert haben.

In Ich war BILD gibt Kai Diekmann exklusive Einblicke hinter die Kulissen von Europas auflagenstärkster Boulevardzeitung. Er erzählt vom legendären Telefonanruf Wulffs und dessen langem und tiefen Fall, von Putins Badehose und Erdoğans Ausfälligkeiten, von der tiefen Freundschaft zu Helmut Kohl und den mit Hingabe ausgetragenen Feindseligkeiten mit Schröder und der linken taz, von der Abhöraffäre Wallraff und dem einzigen Interview, das Trump je einem deutschen Journalisten gab.

Als Macher und Blattmacher erzeugte Diekmann jede Menge Gegenwind: Er schmeichelte, lobte, umgarnte, kritisierte und vernichtete, er pflegte überraschende Freundschaften und tiefe Feindschaften – und aus dem einen wurde manchmal auch das andere. Über Jahrzehnte hat er Begegnungen und Ereignisse dokumentiert, Tagebuch geführt, Gesprächsnotizen angefertigt, Briefe und E-Mails aufbewahrt – ein privates Archiv voller Aufzeichnungen und Dokumente, die dieses Buch erstmals zugänglich macht.

Ich war BILD ist eine überraschend andere Geschichte der Berliner Republik, eine rasante Erzählung voller Enthüllungen, auf der Basis bislang unbekannter Quellen, üppig illustriert mit noch nie gesehenen Fotos und Dokumenten.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.09.2025

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72 / 100
Ich mache keinen Hehl daraus und folge auch keinem unbedingten Dogma, jedoch empfinde ich die BLÖD mit ihren überdiemensionierten Lettern samt ihrer Konsorten als einen furchtbaren Einfluss auf ...

72 / 100
Ich mache keinen Hehl daraus und folge auch keinem unbedingten Dogma, jedoch empfinde ich die BLÖD mit ihren überdiemensionierten Lettern samt ihrer Konsorten als einen furchtbaren Einfluss auf die deutsche Medienlandschaft. Mit dem vorliegenden Buch versucht der Ex-Chefredakteur Kai Diekmann mit gewohnter, aber doch milder Offensive ein einigermaßen differenziertes Bild (!) von sich, der Zeit und der Zeitung zu zeichnen. Dabei geht er auf ausgewählte Ereignisse in seiner Laufbahn genauer ein und lässt die Lesenden an weniger bis unbekannten Hintergründen teilhaben.

Es wird direkt deutlich, dass der Autor ein Händchen fürs Schreiben hat, denn die größten Teile des Buchs sind (selbst wenn man zeitlich keine Anknüpfungspunkte mit einzelnen Themen hat) sehr fesselnd und unterhaltsam. Er schreibt über Treffen mit Spitzenpolitikern (bisweilen auch Autokraten und Despoten), persönliche Affronts und der Eskalation, die er selbst wie Barbra Streisand ausgelöst hat sowie skandalöse Verquickungen wie etwa die Causa Wulff.

Bei aller Selbstkritik und Selbstironie darf man natürlich nicht übersehen, dass das Buch kaum Stories enthält, in denen eine kritische Auseinandersetzung von Diekmann mit sich selbst notwendig gewesen wäre oder er berechtigt Ärger abbekommen hat (da dürfte es in rund 15 Jahren an der Spitze durchaus einige Situationen gegeben haben; ich erinnere nur an Oslo, die Loveparade, Peter Lustig,...).

Wenn man sich damit arrangiert, hat das Buch einen vergleichsweise hohen Mehrwert. Im Kontext kann man sich anschauen, wer danach den Posten in der Chefredaktion übernommen hat und inwieweit ein Buch aus anderen Händen aussehen und sich lesen würde… vermutlich wäre es irgendwas mit einer Wiener, nach der niemand gefragt hat – nicht wahr, Jules, du alter Stecher?

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