Lässt zu wünschen übrig
Die Autorin hat mit ihrem Roman ein eher ungewöhnliches Format gewählt, denn anstatt eine in sich abgeschlossene Handlung zu präsentieren, öffnet sie vielmehr – ähnlich wie in einer Fernsehserie – ein ...
Die Autorin hat mit ihrem Roman ein eher ungewöhnliches Format gewählt, denn anstatt eine in sich abgeschlossene Handlung zu präsentieren, öffnet sie vielmehr – ähnlich wie in einer Fernsehserie – ein Fenster ins Leben von fünf Frauen und ihr Streben nach dem sogenannten „Top Floor“, das heißt die Suche nach dem Sinn in ihrem Leben. Was für die eine Liebe, Ehe, Kinder und Familie, ist für die andere beruflicher Erfolg und Perfektion. Ich bin sicher, jede Leserin findet sich in der ein oder anderen Protagonistin wieder. Im Hintergrund sind sie alle, so unterschiedlich sie auch sein mögen, auf die ein oder andere Art miteinander verbunden.
Was mich gestört hat, waren die englischen Phrasen mitten im Text und vor allem das schlechte Lektorat, denn das Buch strotzt geradezu vor Rechtschreib-, Grammatik-, Zeichensetzungs- und inhaltlichen Fehlern und enthält nicht nur dieses eine winzige Faselfehlerchen, ohne das kaum ein Buch auskommt. Vor allem die Preisklasse des Buchs finde ich angesichts dieser Qualität recht überzogen.
Was die Altersgruppe der Zielleser betrifft, so täuscht die Covergestaltung, die eher auf Jugendliche schließen lässt. In meinen Augen spricht der Roman aber wohl doch eher Leserinnen um die 30 an.
Ich gebe dem Roman 3 von 5 Sternen, denn nach einer gewissen Eingewöhnungszeit, v. a. was Namen und Personen betrifft, liest es sich doch ganz locker, nur wird der Leser durch die nicht abgeschlossenen Handlungsstränge irgendwie im Regen stehen gelassen.