Cover-Bild Schiller muss sterben!
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26,00
inkl. MwSt
  • Verlag: gefco
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 184
  • Ersterscheinung: 05.09.2019
  • ISBN: 9783950476019
Kurt Molzer

Schiller muss sterben!

Die irren Erlebnisse eines Reporters der BILD-Zeitung nach dem Mauerfall
Kaum war 1989 die Mauer gefallen, plante der mächtige Springer-Verlag mit seiner noch mächtigeren BILD-Zeitung Lokal-Ausgaben für den Osten Deutschlands. Geld war im Überfluss vorhanden, allein fähige Zeitungsprofis zu finden, war schwierig. Der Wiener Boulevard-Reporter Kurt Molzer, bislang für die BUNTE in München tätig, begann unmittelbar vor der deutschen Wiedervereinigung als Chefreporter der BILD-Zeitung in Halle mit der Arbeit. Was er dort erlebte, pendelte zwischen Irrsinn und Realsatire – Megakapitalismus trifft auf Altkommunismus.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei timmy333 in einem Regal.
  • timmy333 hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.09.2025

Er kam, ging und niemand starb

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59 / 100
Es gibt Bücher, bei denen ich mich frage, was die schriftstellende Person dazu bewog, ihr Buch zu verfassen. Kurt Molzer kam rund 30 Jahre nach den geschilderten Erlebnissen auf die Idee, ebenjene ...

59 / 100
Es gibt Bücher, bei denen ich mich frage, was die schriftstellende Person dazu bewog, ihr Buch zu verfassen. Kurt Molzer kam rund 30 Jahre nach den geschilderten Erlebnissen auf die Idee, ebenjene zu Papier zu bringen. Dass eventuell das Kapital seit Anbeginn der Zeit auch für ihn der Hauptbeweggrund zu sein scheint, sei im Rahmen des boulevardesken Journalismus’ geschenkt. Auch dass es zu einem gewissen Teil Voraussetzung ist, persönlich eine Poöffnung zu sein, wenn man für die Regenbogenpresse… „arbeitet“ – ebenfalls geschenkt.

Nun weiß ich gar nicht so recht, was ich mir von diesem Buch erhofft habe. Eine retrospektiv kritische Auseinandersetzung mit dem Springer-Verlag? Dafür ist das Buch (abgesehen von seinem passend reißerischen Titel) allenfalls bedingt geeignet. Sicher, man erfährt nette Details aus der Wendezeit und dem Versuch, in einer ostdeutschen Stadt eine Redaktion einer westdeutschen Zeitung aufzubauen. Aber so schnell, wie die Ausführungen beginnen, so schnell enden sie auch wieder und der Ausflug ist doch relativ zeitnah beendet.

Nicht die Substanz, die ich mir gewünscht habe – schade, etwas mehr Selbstreflexion wäre schön und sinnhaft gewesen. Denn Geschichten aus der guten, alten, verrückten Zeit gibt es in der Form bereits im Überfluss.

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